Erdogan – ein Meister der Täuschung: Was Europa von der Türkei wirklich zu erwarten hat. Solidarität für türkische Demonstranten auch in Frankfurt am Main. Polizei stürmt Taksim-Platz …

Erdogan – ein Meister der Täuschung: Was Europa von der Türkei wirklich zu erwarten hat
Jürgen P. Fuß
Gebundene Ausgabe: 294 Seiten
Bublies Verlag

Mehr als sechs Jahre haben Jürgen P. Fuß und seine Frau in der Türkei gelebt und dabei Land und Leute kennen gelernt

Erdogan: ein Meister der Täuschung

Erdogan: ein Meister der Täuschung

Im April 2004 gründeten sie die erste deutschsprachige Wochenzeitung für die Türkei. In insgesamt 222 Ausgaben berichtete die „Aktuelle Türkei Rundschau“ über die Türkei und kommentierte die politischen Ereignisse. Als Herausgeber und Chefredakteure konnten Fuß und seine Frau hautnah miterleben, wie Recep Tayyip Erdogan den Einfluss der islamisch-konservativen AKP (deutsch: Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung) immer weiter festigte. Gleichzeitig gelang es Erdogan, seine Machtposition innerhalb und außerhalb der Partei so stark auszubauen, dass er mit einigen ihm treu ergebenen Weggefährten mittlerweile alle Fäden des türkischen Staates in der Hand hält.

Jürgen P. Fuß liefert mit „Erdogan – ein Meister der Täuschung“ eine umfassende Biografie des türkischen Machtpolitikers und eine entlarvende Analyse seiner politischen Aktivitäten als Parteivorsitzender der AKP und Ministerpräsident der Türkei.

Bereits 1998 wurde der frühere Istanbuler Bürgermeister Erdogan wegen öffentlichen Zitierens der folgenden Verse zu einer Gefängnisstrafe verurteilt: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Minarette sind unsere Bajonette… die Moscheen sind unsere Kasernen.“ Erst nach einer Verfassungsänderung konnte Erdogan für das türkische Parlament kandidieren und am 11. März 2003 Ministerpräsident werden. Seit dieser Zeit beherrscht Erdogan die hohe Kunst des Verstellens, Verschleierns und Täuschens als erfolgreiche Methode eines schleichenden Machterwerbs. Fuß‘ faktenreiche und auf intimer Kenntnis der türkischen Verhältnisse basierende Arbeit zeigt: Erdogan, der aus der radikal-islamischen und autoritären Milli Görüs-Bewegung Erbakans kommt, strebt für die Türkei eine Führungsrolle in Europa, Vorderasien und im Nahen Osten an. Und der Islam soll die alle Lebensbereiche beherrschende Religion werden. Für Fuß gibt es deshalb nur eine zwingende politische Schlussfolgerung: Die Türkei darf nicht Mitglied im europäischen Staatenverbund werden.

Jürgen P. Fuß, geboren 1946, studierte Elektrotechnik, Abschluss als Diplom-Ingenieur. Von 1979 bis 2009 Dozent für Betriebswirtschaft an einer Fachhochschule. Herausgeber und Chefredakteur der einzigen deutschsprachigen Wochenzeitung in der Türkei in den Jahren 2004 bis 2009. Im Februar 2009 verließen Jürgen P. Fuß und seine Frau die Türkei, weil sie nicht länger in einem Land leben wollten, das Recep Tayyip Erdogan nach seinen islamisch-konservativen Vorstellungen umbaut. Hinzu kam, dass das Risiko, ins Visier der Polizei oder der Justiz zu geraten, für die Herausgeber und Chefredakteure der „Aktuellen Türkei Rundschau” immer größer wurde. Eine verantwortungsvolle journalistische Arbeit war nicht mehr möglich. Mittlerweile leben sie an verschiedenen Orten in Europa.

Solidarität mit den Demonstranten in der Türkei am 2. Juni 2013 auf der Frankfurter Hauptwache

Demo, Hauptwache Frankfurt

Demo, Hauptwache Frankfurt

Demo, Hauptwache Frankfurt

Demo, Hauptwache Frankfurt

Demo, Hauptwache Frankfurt

Demo, Hauptwache Frankfurt

Pressestimmen

„Überall ist Taksim, überall ist Widerstand.“ Mit diesem Slogan sind am Samstagabend 1500 Türken von der Hauptwache in Richtung Römer gezogen, um ihre Solidarität mit den Demonstranten in Istanbul zu zeigen. Protest gegen Erdogan: Türken demonstrieren in Frankfurt: Frankfurter Rundschau

Solidarität für türkische Demonstranten: Friedliche Solidaritätsbekundungen in Hessens größter Stadt: 3500 Menschen gingen am Sonntag auf die Straße, um ihre Unterstützung für die türkischen Demonstranten zu bekunden. DIE WELT

Proteste in der Türkei: Erdogan räumt Fehler ein. Zehntausende Demonstranten sind in Istanbul auf die Straße gegangen. Die Protestwelle hat inzwischen mehrere türkische Städte erfasst. Frankfurter Rundschau

Buchperlen-Artikel: Blockupy: Europäischer Widerstand in der demokratiefreien Zone. Blockupy und Occupy in Frankfurt am Main

Ich wurde am 5. Mai 2013 Augenzeuge am Taksim-Platz, Istanbul

Demo am Taksim Platz

Demo am Taksim Platz

Arbeiter/innen wurden mit Schlagstöcken angegriffen: Textilarbeiter/innen wollten gegen ihre Entlassung vom Taksim Platz zum Galatasaray-Gymnasium demonstrieren. Die Polizei griff die Protestierenden an und verletzte mehrere Personen.

Demo am Taksim Platz

Demo am Taksim Platz

Die gekündigten Textilarbeiter von Hey und Kazova versammelten sich am vergangenen Samstag an der Taksim Straßenbahnhaltestelle um zum Galatasaray Gymnasium zu demonstrieren. Der Gouverneur hat angekündigt, dass es verboten ist dort zu demonstrieren. Die Polizei hat daraufhin ohne Vorwarnung die Arbeiter/innen mit Wasserwerfern und Schlagstöcken angegriffen. Quelle: ANF

Demo am Taksim Platz

Demo am Taksim Platz

Erdogan – Presseschau

Demonstrationen in der Türkei. Türkei-Experte: Betonkopf Erdogan argumentiert wie Syriens Diktator Assad. Während Zehntausende in der Türkei demonstrieren, heizt Ministerpräsident Erdogan die Stimmung weiter an. focus.de, 11.06.2013, 07:02 Uhr

Proteste in Istanbul: Erdogan will „Millionen“ mobilisieren. Erdogan hat mehrfach gedroht: Er brauche nur ein Wort zu sagen und Millionen würden auf die Straße gehen. Die Polizei stürmt unterdessen den Taksim-Platz. taz.de, 11.06.2013

Polizei stürmt Taksim-Platz in Istanbul: Mit Tränengas und gepanzerten Fahrzeugen geht die Polizei gegen Demonstranten auf dem Taksim-Platz vor. Zuvor hatte sich Regierungschef Erdoğan gesprächsbereit gegeben. zeit.de, 11.06.2013

Der türkische Premier hat den erneut von Demonstranten besetzten Taksim-Platz in der Istanbuler Innenstadt gestern Abend schon wieder mit massivem Polizeieinsatz räumen lassen. Recep Tayyip Erdogan wirft der Wirtschaft und den Medien vor, das Chaos zu schüren. So werden Ursache und Wirkung vertauscht. Wieder einmal tritt uns ein Brandstifter als Biedermann entgegen. Handelsblatt, 12.06.2013

Mit Steinen und Molotow-Cocktails versuchten Demonstranten in der Nacht, sich gegen die aggressiv agierende türkische Polizei zu wehren – vergebens. Einsatzkräfte und Bulldozer räumten am Morgen die Trümmer auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Doch der Widerstand der Erdogan-Kritiker geht weiter. spiegel.de, 12.06.2013

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