Dennis Hopper. Die Biographie von Tom Folsom. Dennis Hopper. Die Biografie ist eine wilde Fahrt durch die prägenden Epochen amerikanischer Kino- und Kunstgeschichte …

Am 29. Mai 2010 starb Dennis Hopper: Biographie von Tom Folsom ist ausgeliefert. Der Rezensionist durfte ein Exemplar verlosen und bedankt sich dafür beim Blessing Verlag.

Tom Folsom hat die erste Biographie über Dennis Hopper geschrieben und verfolgt den Weg dieses rebellischen Genies vom kleinen Jungen aus Kansas zu einem der größten Schauspieler, Regisseure und Künstler des 20. Jahrhunderts.

Dennis Hopper. Die Biographie
Tom Folsom
Originaltitel: Hopper: A Journey Into the American Dream
Originalverlag: HarperCollins
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten
Blessing Verlag für weitere Informationen
Video: Tom Folsom: »Dennis Hopper« (Biografie, Blessing Verlag)

Der Rezensionist vergibt für Dennis Hopper. Die Biographie von Tom Folsom 6 von 6 Sternchen. … denn sie wissen nicht, was sie tun, Giganten und Easy Rider – da werden Erinnerungen wach!

Dennis Hopper von Tom Folsom

Dennis Hopper von Tom Folsom

Diese Geschichte, mit ihren Superheldenhöhen und schwindelerregenden Tiefen, beschreibt wie keine andere, was es bedeutet, den American Dream zu jagen. Hopper, der als aufrührerischer Regisseur von Easy Rider Hollywood revolutionieren sollte, begann seine wilde Fahrt in Dodge City, der berüchtigten Wildweststadt in Kansas. Er träumte davon, ins Reich der Filme zu reisen, und seine Reise wehte ihn bis nach Hollywood. Sein erster Film, Denn sie wissen nicht, was sie tun mit James Dean, begründete eine besondere Freundschaft und stellte für Hopper den ersten Schritt auf dem Weg zur Ikone dar. Hopper war wie besessen von Pop Art – und selbst Künstler, der einzige Amerikaner, dessen Werke zu Lebzeiten in der Eremitage in Sankt Petersburg ausgestellt wurden.

Er kaufte eine der ersten Campbell’s Soup Cans von Andy Warhol, der Hopper seinerseits auf Leinwand verewigen sollte. Nach den drogendurchtränkten 1970ern tauchte Hopper als prophetischer Wahnsinniger im Dschungel von Apocalypse Now auf, schüttelte seine Dämonen ab und landete mit seiner haarsträubenden Verkörperung des Frank Booth in Blue Velvet das vielleicht größte Hollywood-Comeback aller Zeiten. 2010 verstarb Dennis Hopper, bevor er eines seiner letzten Projekte inszenieren konnte: seine Autobiografie.

Dank Bestsellerautor Tom Folsom liegt dieses Werk nun vor. James Dean, Elvis Presley und John Wayne, Andy Warhol, Jack Nicholson und Charles Manson – die Liste der Persönlichkeiten, die Hopper prägte und die ihn prägten, ist lang. Dabei blieb Hopper immer nur den Regeln treu, die er sich selbst geschaffen hat.

Wegbegleiter, Widersacher und Freunde Hoppers – wie Peter Fonda und David Lynch – gaben ihre Erfahrungen mit diesem manischen Perfektionisten, hochsensiblen Denker und ikonoklastischen Genie zu Protokoll.

Dennis Hopper. Die Biografie ist eine wilde Fahrt durch die prägenden Epochen amerikanischer Kino- und Kunstgeschichte.

Tom Folsom, Jahrgang 1974, studierte Journalismus an der University of Georgia. Er veröffentlichte Mr. Untouchable, eine Biografie über den Drogenbaron Leroy Barnes, verfilmt von Ridley Scott (American Gangster), sein Buch The Mad Ones über den legendären Mafioso Crazy Joe Gallo stand wochenlang auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Er lebt mit seiner Frau in New York.

Dennis Lee Hopper (* 17. Mai 1936 in Dodge City, Kansas; † 29. Mai 2010 in Venice, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur. Dennis Hopper wuchs auf einer Farm in Dodge City, Kansas auf, bevor er mit seinen Eltern nach San Diego zog. Dort ermutigte ihn die Schauspielerin Dorothy McGuire Mitte der 1950er Jahre, nach Hollywood zu gehen und sein Glück im Filmgeschäft zu suchen.

Nach einigen Auftritten im Fernsehen wurde er von Warner Brothers unter Vertrag genommen. Zwei seiner ersten Filmrollen hatte er in den James-Dean-Klassikern … denn sie wissen nicht, was sie tun und Giganten. Dean zählte auch privat zu seinen Freunden; sie beide verband die Leidenschaft für schnelle Autos und Motorräder. Da Hopper jedoch als stur und unbelehrbar galt, wurden ihm kaum Hauptrollen angeboten. Er besuchte die Lee-Strasberg-Schule The Actors Studio und trat in einigen Western in Nebenrollen auf. Über den B-Movie-Regisseur Roger Corman lernte er Peter Fonda kennen und freundete sich mit ihm an.

Easy Rider

Easy Rider

1969 drehten die beiden für 400.000 US-Dollar das Roadmovie Easy Rider. Der Film wurde zum Kulthit der Hippie-Bewegung und schließlich zur Legende, ebenso wie der berühmte Titelsong Born to Be Wild. Der Grund dafür war vor allem, dass er sich grundlegend von allem unterschied, was man je zuvor im Kino gesehen hatte. Easy Rider passte in kein Schema, wirkte nicht angestaubt, sondern frisch – New Hollywood war geboren und hatte mit Dennis Hopper, Peter Fonda und Jack Nicholson drei seiner ersten Helden gefunden.

Hopper galt weiterhin als Exzentriker und mit seiner nächsten Regiearbeit The Last Movie gewann er 1971 den Kritikerpreis als bester Film bei den Filmfestspielen in Venedig. Doch in Hollywood erntete Hopper durchgehend schlechte Kritiken. Da er durch seine Eigenwilligkeit in Konflikt mit den meisten Regisseuren geriet, stand er lange Zeit auf einer so genannten Schwarzen Liste. In den 1970er und 1980er Jahren hatte er aus diesem Grund fast keine kommerziellen Erfolge. Er drehte viel in Europa und arbeitete u. a. mit dem deutschen Regisseur Roland Klick für den Film White Star zusammen. Wim Wenders holte ihn für Der amerikanische Freund neben u.a. Bruno Ganz und Lisa Kreuzer vor die Kamera.

1986 erregte Hopper Aufsehen in der Rolle eines Sadisten in David Lynchs Blue Velvet. 1988 erreichte er mit seiner Regiearbeit Colors – Farben der Gewalt erstmals seit Easy Rider wieder ein breiteres Publikum. Nach einem längeren Aufenthalt in einer Therapieeinrichtung wegen seines hohen Drogen- und Alkoholkonsums zog er von Texas, wo er zu der Zeit lebte, nach Los Angeles zurück und war in den Folgejahren in mehreren Hollywoodproduktionen zu sehen – meist in Nebenrollen.

Einer seiner bekanntesten Filme aus den 1990er Jahren ist Speed, in dem er den psychopathischen Verbrecher Howard Payne spielt, der einen Bus in die Luft jagen will. Doch das ist nur eines von fast 50 Projekten, an denen Hopper in den 1990er Jahren mitwirkte. Insgesamt hat er über 140 Filme gedreht.

Zwei seiner größten Leidenschaften neben der Schauspielerei waren die Fotografie und die Malerei. Seine Werke wurden weltweit ausgestellt. Seine Fotografien aus der Zeit von 1961 bis 1967 wurden unter dem Titel Dennis Hopper: The Lost Album im Herbst 2012 im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellt. Hierbei handelt es sich um Aufnahmen, die Hopper an verschiedenen Orten in den USA machte. Sie zeigen Alltagssituationen als auch Prominente der 60er Jahre, wie z.B. Paul Newman, Phil Spector, Jane Fonda, Ike & Tina Turner, Andy Warhol und Martin Luther King auf dem Marsch von Selma nach Montgomery. Teilweise waren die Fotografien bereits in Zeitschriften wie Vogue oder Artforum veröffentlicht worden. Beim Taschen Verlag ist unter dem Titel Dennis Hopper: Photographs 1961-1967 im Frühjahr 2011 ein Buch erschienen, welches die Aufnahmen der Ausstellung dokumentiert. Zudem war er Kunstsammler.

Innerhalb von sieben Jahren heiratete er dreimal. Dennis Hoppers Ehe mit Victoria Duffy (seit 1995) war bereits seine fünfte. Von Michelle Phillips ließ er sich schon nach einer Woche wieder scheiden. Von 1989 bis 1992 war er mit Katherine LaNasa verheiratet. Er hat vier Kinder von vier verschiedenen Frauen. Im Januar 2010 reichte Hopper die Scheidung von Duffy ein.

Hopper starb in seinem Haus in Venice an den Folgen von Prostatakrebs. Er wurde in Taos, New Mexico, beerdigt. In diesem Ort und Umgebung entstanden weite Teile des Films Easy Rider.

Dem bildenden Künstler Dennis Hopper widmet das Museum of Contemporary Art, Los Angeles (MOCA) 2010 eine Ausstellung: „Dennis Hopper: Double Standard“. Die Ausstellung wird von Julian Schnabel kuratiert, der Hopper sein künstlerisches Vorbild nennt. Der deutsche Synchronsprecher von Hopper war seit 1976 Joachim Kerzel.

Einige der begeisterten Stimmen zu Dennis Hopper. Die Biographie von Tom Folsom aus den USA

“Abgefahren!” GQ
“Tom Folsom erzählt jedes Kapitel dieses in Kansas beginnenden, von James Dean geprägten, psychedelischen, verrückten Lebens.“ New York Observer
“Bewundernswert, wie Folsom den manischen, feurigen Charakter Hoppers einfängt.” Publishers Weekly
„Hip, direkt, das lebendige Porträt eines unkonventionellen, freiheitsliebenden Denkers, dessen reichhaltiges Leben Seite auf Seite schockiert und amüsiert.“ Kirkus Reviews
“Dennis Hopper hat den Biografen bekommen, den er verdient. Folsoms Gonzo-Stil sprüht vor Hopper‘scher manischer Energie, passt wie die Faust aufs Auge.“ Peter Biskind, Autor von „Easy Riders, Raging Bulls“

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