Robert Skidelsky und Harald Welzer im Gespräch am 13. Juni 2013 in Berlin. Wie viel ist genug? Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand?

Robert Skidelsky und Harald Welzer im Gespräch

Wie viel ist genug?
Was macht ein gutes Leben aus, was droht uns im Wachstumsrausch verloren zu gehen?
Diese Fragen stellen Robert und Edward Skidelsky in ihrem fulminanten Plädoyer gegen Wachstum um jeden Preis.
Harald Welzer fragt in seinem Buch „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand?“, welche Rolle man selbst bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft einnehmen kann.

Beide Bücher zeigen Wege auf für ein glücklicheres Leben, jenseits von Konsum und Wachstumswahn.

Robert Skidelsky und Harald Welzer
Moderation: Mathias Greffrath
Donnerstag, 13. Juni 2013, um 19 Uhr
Dussmann das KulturKaufhaus GmbH
Friedrichstraße 90 | 10117 Berlin

Eine Veranstaltung der Verlage Antje Kunstmann und S. Fischer

Robert Skidelsky / Edward Skidelsky
Wie viel ist genug?
Antje Kunstmann Verlag für weitere Informationen

Wirtschaftswachstum ist das alte und neue Zauberwort, mit dem sich angeblich jede Krise lösen lässt

Wie viel ist genug?

Wie viel ist genug?

Doch Wachstum ist kein Selbstzweck, und Wirtschaft soll dem Menschen dienen. Wachstum wozu, muss deshalb die Frage lauten, und: Wie viel ist genug? Wir sind viermal reicher als vor 100 Jahren – und doch abhängiger denn je von einem Wirtschaftssystem, in dem manche zu viel und viele nicht genug haben. Dabei waren sich doch Philosophen wie Ökonomen lange Zeit einig, dass technischer Fortschritt zu einer Befreiung des Menschen vom Joch der Arbeit und eine gerechte Einkommensverteilung zu mehr Muße und Glück für alle führen. Zeit, die Grundfragen neu zu stellen: Was macht ein gutes Leben aus, was droht uns im Wachstumsrausch verloren zu gehen? Robert und Edward Skidelsky zeigen auf, wie führende Denker von der Antike bis ins 21. Jahrhundert über Entstehung und Gebrauch des Reichtums, aber auch über ein erfülltes Leben jenseits der Arbeit nachgedacht haben. Sie benennen sieben »Basisgüter« wie Sicherheit, Respekt, Muße und Harmonie mit der Natur, auf denen eine Ökonomie des guten Lebens aufbauen muss. Vor allem aber machen sie Mut, Wirtschaft wieder neu zu denken: als moralisches Handeln von Menschen, die in Gemeinschaften leben.

Harald Welzer
Selbst denken
Eine Anleitung zum Widerstand
Fischer Verlag für weitere Informationen

Einer der konsequentesten Vordenker unserer Zeit über den Weg zu einer wünschenswerten Zukunft

Selbst denken

Selbst denken

Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhandengekommen? Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten? Und: Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung? Harald Welzers Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Es lotet die Abgründe des erdrückenden Konsumwahns und politischen Illusionstheaters aus und zeigt, wie viele konkrete und attraktive Möglichkeiten zum widerständigen und guten Leben es gibt. Die ersten Schritte sind ganz einfach: sich endlich wieder ernst nehmen, selbst denken, selbst handeln.

Robert Skidelsky wurde 1939 in Harbin, China, als Sohn russischstämmiger Auswanderer geboren; sein Vater betrieb eine Kohlenmine. Mehrmals verlor die Familie ihr Vermögen, zuletzt bei Maos Machtübernahme. Robert Skidelsky studierte Geschichte in Oxford und lehrte als Professor für politische Ökonomie an der Universität Warwick, England. Berühmt wurde er durch seine dreibändige Keynes-Biografie.

Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität Sankt Gallen. In den S. Fischer Verlagen sind von ihm u.a. erschienen: ›Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird‹ (2008), ›Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben‹ (zus. mit Sönke Neitzel, 2011) und zuletzt der ›FUTUR­ZWEI-Zukunftsalmanach 2013‹.

Buchperlen-Info: Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens von Robert Skidelsky und Edward Skidelsky

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