Rowohlt Verlage: Neuerscheinungen im Juni 2013. Cabo de Gata. Ein seltsamer Ort zum Sterben. Der Sommer der Frauen. Kirschsommer. Playing With Fire – Verbotene Gefühle. Omas Erdbeerparadies. Sebastian Schnoy Von Napoleon lernen, wie man sich um den Abwasch drückt. Patrik Stäbler Speisende soll man nicht aufhalten. Matthew Quick Silver Linings.

Cabo de Gata, der neue Roman von Eugen Ruge, ist ein Glanzstück novellistischer Prosa: Die Geschichte eines Mannes, der sein altes Leben hinter sich lässt, um in der kalten Einöde eines andalusischen Fischerortes zu sich zu finden. «Ruge ist ein Meister des konkreten, sinnlichen Details. Er braucht nur wenige Striche, um dem Leser dieses Dorf mit seiner hypnotischen Ereignislosigkeit plastisch vor Augen zu führen. Er fängt dessen Stille ein, dessen seltsame, weltentrückte Magie.» (Focus)

Ungleich wärmer und sonniger geht es in der rororo-Sommerkampagne zu. Mia March erzählt in Der Sommer der Frauen von unvergesslichen Wochen an der Küste von Maine; Anneke Mohn nimmt uns mit in einen Kirschsommer voller Überraschungen und amouröser Verstrickungen; und Jennifer Probst entführt uns in Playing With Fire – Verbotene Gefühle in eine Zweckehe mit enormer erotischer Anziehung.

Eine Entdeckung ist Derek B. Millers Debütroman Ein seltsamer Ort zum Sterben. Erzählt wird die Geschichte des Sheldon Horowitz, der im Alter von 82 Jahren aus New York zu seiner Enkelin nach Oslo zieht – und eines Tages Hals über Kopf fliehen muss, um das Leben einen kleinen Jungen zu retten. Weshalb der Junge verfolgt wird, weiß er nicht. Aber eines weiß er: dass sie ihn nicht kriegen werden.

Ganz heimatlich orientiert ist dagegen Patrik Stäbler. Er hat sich auf eine Deutschlandtour per Anhalter begeben, um die Spezialitäten der regionalen Küche kennenzulernen: Fränkisches Schäufele mit Kloß, Oberlausitzer Teichelmauke, Dibbelabbes, Mehlpütt, Bötel mit Lehm und Stroh und vieles andere. Ein Lesevergnügen, ein Gaumenschmaus: Speisende soll man nicht aufhalten.

Cabo de Gata

Eugen Ruge

Eugen Ruge
Cabo de Gata

Ein Mann lässt alles hinter sich: seine Stadt, sein Land, sein bisheriges Leben. Der Zufall bringt ihn ins Fischerdorf Cabo de Gata in Andalusien. Die Landschaft ist öde, ein kalter Wind weht. Das einzige Wesen, zu dem der Reisende Kontakt findet, ist eine Katze … Eugen Ruge erzählt in seinem neuen Roman vom Scheitern einer Sehnsucht und vom Glück, sich dem Unbekannten zu überlassen. Zum Beitrag

Wer Eugen Ruges großen Familienroman In Zeiten des abnehmenden Lichts (Deutscher Buchpreis 2011) gelesen hat, dem mag manches hier bekannt vorkommen. Die Figur des Vaters etwa, der auch nach 1989, nach dem Systemkollaps der DDR mit manischer Besessenheit seine Revolutionsgeschichte(n) weiterschreibt und den westdeutschen Staat verflucht, der ihm pünktlich zum Monatsersten seine ordentliche Rente überweist. Die Versuchung ist groß, diese Geschichte eines befreienden Scheiterns als Selbstporträt des Autors zu lesen. Aber bei aller Ähnlichkeit zwischen Ruge und dem Ich des Romans – nicht umsonst lautet der erste Satz in Cabo de Gata: «Die Geschichte habe ich erfunden, um zu erzählen, wie es war.»

Derek B. Miller
Ein seltsamer Ort zum Sterben

Nach dem Tod seiner Frau ist Sheldon Horowitz mit 82 Jahren zu seiner Enkelin nach Oslo gezogen. In die Ferne, in ein fremdes Land ohne Juden. Eines Tages steht eine Frau mit einem kleinen Jungen vor seiner Wohnung. Kurze Zeit später ist sie tot und Sheldon mit ihrem Kind auf der Flucht. Sheldon weiß nicht, was die Verfolger von dem Jungen wollen. Aber er weiß: Sie werden ihn nicht kriegen. Zum Beitrag

Frau Freitag und Frl. Krise
Der Altmann ist tot

Als wären die Tage an der Berliner Problemschule nicht schon abenteuerlich genug, kommt nun auch noch Mathelehrer Altmann auf mysteriöse Weise ums Leben: ein Womanizer vor dem Herrn, ein Mann mit vielen Feinden. Zu Tode gestürzt auf der Treppe vor dem Reichstag? Da stimmt doch was nicht, denken Altmanns Kolleginnen Frl. Krise und Frau Freitag und nehmen die Ermittlungen auf. Zum Beitrag

Frau Freitag wurde 1968 geboren und wollte schon früh Lehrerin werden. Seit nunmehr zehn Jahren unterrichtet sie Englisch und Kunst. Sie ist Klassenlehrerin einer 9. Klasse und lebt und arbeitet in einer Großstadt. Ihre beiden Bücher Chill mal, Frau Freitag und Voll Streng, Frau Freitag – eine Realsatire über den Brennpunkt Klassenzimmer – sind Bestseller.

Mit Der Altmann ist tot liegt nun ein Gemeinschaftsprojekt von Frl. Krise und Frau Freitag vor: der Auftakt einer Reihe von Kriminalromanen. Mit Berliner Lokalkolorit, Witz und Tempo, absurd-komischen Schulgeschichten und vielen alten Bekannten: Frl. Krises und Frau Freitags Schülern und Lehrerkollegen.

Frl. Krise wurde 1948 am Niederrhein geboren, ihre Eltern waren Lehrer. Nach dem Studium, Biologie und Kunst, wurde sie 1973 Referendarin an einer Gesamtschule in Hessen und blieb dort zwanzig Jahre lang. Seit 2001 unterrichtet sie an einer sogenannten Brennpunktschule. Sie hat zwei Töchter mit einem Lehrer und ist jetzt mit einem Nicht-Lehrer liiert. Ihr erstes Buch, Ghetto-Oma, erzählt von unglaublichen Schulgeschichten und erklomm die Bestsellerliste.

Mia March
Der Sommer der Frauen

In Boothbay Harbor in Maine führt Lolly ein gemütliches Bed & Breakfast. Die Gäste schätzen die nette Atmosphäre und das gute Essen. Und sie lieben die Kinoabende: Denn jeden Freitag zeigt Lolly einen Film – immer mit Meryl Streep, ihrer Lieblingsschauspielerin. Diesen Sommer sind auch ihre Tochter und die beiden Nichten angereist, die ganz eigene Sorgen und alte Verletzungen mitbringen. Für alle wird es ein unvergesslicher Sommer am Meer … zum Beitrag

Mit einer Schüssel Popcorn und vielen Taschentüchern zu genießen. (Publishers Weekly)

Eine herzerwärmende Lektüre, genau rechtzeitig zur Strandsaison. (Kirkus Reviews)

Großartig! (USA Today)

Anneke Mohn
Kirschsommer

Endlich Sommer! Nur bei Jule herrscht schlechte Stimmung. Stress mit dem Freund, Stress in der Agentur. Als dann noch ihre geliebte Oma ins Krankenhaus kommt, quartiert Jule sich kurzerhand in Mielchens altem Haus an der Elbe ein. Irgendwann entdeckt sie beim Herumstöbern im Vorratskeller ihrer Oma einen Brief aus dem Jahr 1945. Den Namen des Schreibers hat Jule noch nie gehört, doch sie kennt die Adressatin … zum Beitrag

Zum Lachen, zum Weinen und rettungslos romantisch – ein Traum von einem Sommerbuch – Lesen! (Anne Hertz)

Jennifer Probst
Playing With Fire – Verbotene Gefühle

Alexa ist auf der Suche nach Mr. Perfect: ein Familienmensch muss er sein – und 150.000 Dollar besitzen. Nur so kann sie das Haus ihrer Eltern retten. Als ihr der so attraktive wie überheblich auftretende Nick einen Hochzeits-Deal vorschlägt, ist sie empört. Aber eins hat Nick wirklich im Überfluss – Geld. Und er braucht dringend eine Frau, um sein Erbe antreten zu können. Die Abmachung ist klar: kein Sex, keine Gefühle. Aber je länger die Scheinehe dauert, desto größer wird die Anziehung … zum Beitrag

Sie streiten sich. Sie brauchen sich. Und tief drinnen lodert die Glut.

Janne Mommsen
Omas Erdbeerparadies

Seit 1898 ist es eine Institution auf Föhr: das Gasthaus mit dem seltsamen Namen «Erdbeerparadies». Es gibt hier Feuerwehrbälle und Punkkonzerte, bei der Fußball-WM 1954 saßen alle vor dem einzigen Fernseher auf der ganzen Insel, und auch Oma Imke hat schon als junges Mädchen hier geschwooft. Sie freut sich, dass seit neuestem ihr Sohn Arne der neue Wirt ist. Und der hat mit reichlich Problemen zu kämpfen … zum Beitrag

Turbulenter und liebenswerter als bei Oma Imke und ihre Familie ging’s auf deutschen Inseln selten zu.

Sebastian Schnoy
Von Napoleon lernen, wie man sich um den Abwasch drückt

Konsumsüchtige Italiener, betrunkene Iren, bauwahnsinnige Spanier und Griechen, die siechen – ist das die Wahrheit, ist das Europa? Sebastian Schnoy, Deutschlands unterhaltsamster Historiker, blickt zurück und entdeckt zahlreiche Sternstunden in der Geschichte unserer europäischen Nachbarn. So macht man all die Finanzkrisen, Schuldenlöcher und Euro-Rettungsschirme vergessen! Zum Beitrag

Sebastian Schnoy, Jahrgang 1969, lebt in Hamburg. Nach dem Studium der Geschichte wurde er Kabarettist und gibt heute rund 150 Vorstellungen pro Jahr in ganz Deutschland. 2006 erschien sein Debütroman „Rampenfieber“. Mit seinem Bühnenprogramm „Hauptsache Europa“ bringt er als erster Künstler Geschichte unterhaltsam auf die Bühne.

Mehr über Sebastian Schnoy unter: www.schnoy.de

Patrik Stäbler
Speisende soll man nicht aufhalten

Wann haben Sie zuletzt Teichelmauke, Dibbelabbes, Schnüsch oder Bötel mit Lehm und Stroh gegessen? Patrik Stäbler kocht zwar Spaghetti Carbonara und Grünes Curry aus dem Effeff und isst gerne Sushi und Souflaki, doch die Speisen seiner Heimat sind ihm weitgehend fremd. Also bricht er – per Anhalter! – zu einer kulinarischen Tour de force auf mit dem Ziel, in jedem Bundesland ein typisches Regionalgericht aufzuspüren. Zum Beitrag

Patrik Stäbler, geboren 1980, hat in München und Detroit Kommunikationswissenschaften studiert. Nach einer Reise um die Welt und einem Volontariat in der Provinz kehrte er zurück in die provinziellste aller Weltstädte – nach München. Dort lebt Stäbler heute als Journalist und Autor.

Matthew Quick
Silver Linings

Eigentlich hat Pat nach seinem Psychiatrie-Aufenthalt nur eins im Sinn: seine Frau Nikki zurückzuerobern. Aber dass er sie nicht zu Gesicht bekommt, dafür gibt es gute Gründe. Stattdessen ist da Tiffany, die Schwägerin seines besten Freundes: verwitwet, depressiv, nymphoman. So beginnt die skurrile Freundschaft zwischen zwei Außenseitern, die beide fest an ein Happy End im Leben glauben. Zum Beitrag

Matthew Quick wurde 1973 in Oaklyn, New Jersey geboren. Er studierte Anglistik, arbeitete als Englischlehrer, schmiss seinen Job und reiste so lange durch Südamerika und Afrika, bis er endlich den Mut aufbrachte, das zu tun, was er schon immer machen wollte: Einen Roman schreiben. Die Verfilmung seines Debüts Silver Linings gewann einen Golden Globe und wurde für 8 Oscars nominiert. Jennifer Lawrence erhielt den Oscar 2013 für die beste weibliche Hauptrolle. Auch die Filmrechte an seinem zweiten, noch unveröffentlichten Roman wurden bereits verkauft. Matthew Quick lebt mit seiner Frau in Holden, Massachusetts.

Der New York-Times-Bestseller: „Ein Herzensbrecher von einem Roman.“ Kirkus Review

Top-50-Buchperlen – Übersicht

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