Das erste Leben der Angela M. von Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann. Kennen Sie Angela Merkel wirklich? Der Piper Verlag sieht sich wegen unhaltbarer Behauptungen ehemaliger DDR-Reformer zum Buch zu einer Richtigstellung veranlasst …

Das erste Leben der Angela M.: Spiegel-Bestseller
von Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann
336 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05581-9
Piper VerlagZum Buch (Titel) mit weiteren Infos und Bestellmöglichkeiten

Das erste Leben der Angela M.

Das erste Leben der Angela M.

Das Buch Das erste Leben der Angela M. lässt einen in einen tiefen Abgrund der Politik und Gesellschaft schauen. Dass Merkel Sekretärin für Agitation und Propaganda war macht deutlich weshalb Sie als Bundeskanzlerin nicht wirklich regiert sondern agiert.

Kennen Sie Angela Merkel wirklich?

Die Autoren interviewten Zeitzeugen und recherchierten in Archiven über dieses erste Leben der Angela Merkel. Sie belegen, dass die Bundeskanzlerin in ihren politischen Ehrgeiz nicht erst im Zuge der Wende entdeckte. Als Angehörige der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates war sie zielbewusst und system-konform. Unter dem Eindruck von Gorbatschows Glasnost und Perestroika trat sie dann als Reformkommunistin für einen demokratischen Sozialismus in einer eigenständigen DDR ein. Und doch war sie nur fünfzehn Monate nach dem Mauerfall Bundesministerin im wiedervereinigten kapitalistischen Deutschland.

Ralf Georg Reuth und Günter Lachmann zeigen, wie dieses erste Leben ihr zweites als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin mitbestimmt, bis heute

Günther Lachmann, geboren 1961 in Papenburg, studierte Volkswirtschaft und ist Autor mehrerer Bücher. Er ist verantwortlicher Redakteur der WELT-Gruppe in Berlin.

Ralf Georg Reuth, geboren 1952 in Oberfranken, studierte Geschichte sowie Germanistik und promovierte 1983 über Hitlers Strategie. Er ist Journalist und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte und Vorgeschichte des Dritten Reiches, aber auch zur Wende 1989/90.

Leseprobe Das erste Leben der Angela M.

Man weiß … über 35 Jahre meines Lebens kaum etwas
Einleitung

Eine Ewigkeit trennt diesen Abend von ihrem ersten Leben. Es liegt verborgen hinter all den Jahren der Orientierung und Konsolidierung, zugedeckt durch Bilder und Berichte des steilen Aufstiegs, der sie schließlich an diesen Ort geführt hat. Angela Merkel hat mehr erreicht, als sie selbst zu hoffen wagte. Wäre sie eine Romantikerin, würde sie vielleicht sagen, dass ihr ein Traum erfüllt wurde. Aber sie ist viel zu sehr Realistin, um zu träumen. Ihr Denken strebt nach Ordnung, nichts soll dem Zufall überlassen bleiben. Erfolg ist ihrem Verständnis nach niemals glückliche Fügung, sondern immer nur die Bestätigung einer gründlichen Kalkulation: Erfolg ist für sie das nüchterne Ergebnis einer aufgehenden Gleichung. Und so zeigt sie sich an diesem Abend auch nicht überschwänglich emotional, sondern erklärt nüchtern: »Aber dass ich einmal im Rosengarten des Weißen Hauses stehen würde und dass ich von einem amerikanischen Präsidenten die Freiheitsmedaille empfangen würde, das lag jenseits all meiner Vorstellungskräfte.«

Buchblog: Das erste Leben der Angela M.
Merkels Leben in der DDR

Vertuscht die Kanzlerin absichtlich oder führte sie doch ein ganz normales Leben in der DDR? Das ZDF reagiert auf das neue Buch »Das erste Leben der Angela M.« von Ralf Georg Reuth und Günther LachmannBeitrag in der ZDF Mediathek

Rezensionen und Pressestimmen

»Ein Buch über Angela Merkels DDR-Vergangenheit wirft Fragen auf (…) und sorgt für Diskussionen in Deutschland.« Focus online

»›Das erste Leben der Angela M.‹ wird zum Bestseller und alle reden mit.« Jungle World

»Aber wie viel sind ›70 Prozent Opportunismus‹ genau? In dem soeben erschienenen Buch ›Das erste Leben der Angela M.‹ versuchen die Historiker Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann, diese Frage zu beantworten.« MDR – artour

»Ist ›Das erste Leben der Angela M.‹ zum Verständnis der Kanzlerin hilfreich? Ich denke, ja. Vielleicht sollten es die Kritiker mal lesen.« Die Welt

»Das Buch bietet zweifellos aufschlussreiche und gut belegte Details.« Der Freitag

»Die Bigrafie ›Das erste Leben der Angela M.‹ von Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann erobert gleich nach der Veröffentlichung die Hardcover-Sachbuch-Charts.« Focus online

»Unter dem Strich bieten die Autoren aufschlussreiche neue Facetten in Merkels Vita, eine radikale Neu-Bewertung machen sie jedoch nicht nötig.« Mannheimer Morgen

Man erfährt sehr viel Neues über Merkels Familie, vor allem ihren Vater, der wohl eine weitaus bedeutendere Rolle im SED-Staat spielte als bislang bekannt war. Dabei stützen sich die Autoren auf neue Stasi-Dokumente. Demnach war er offenbar ganz nah dran am System. Außerdem legen die Autoren die Verbindung von einer der SED-Diktatur dienenden Kirche offen, die dem Staat praktisch zu Kreuze kroch. Im besten Sinne investigativ und auf fast schon erschreckend aufklärerisch zeichnet das Buch die Wendezeit. Den Autoren ist es gelungen, Merkels unglaubliche Blitzkarriere in der Politik als das zu entlarven, was sie ist: die gezielte Förderung durch bestimmte Gruppen. Sabina Bussmann

»Mittendrin statt nur dabei: Ein Buch über die Kanzlerin sorgt für Schlagzeilen« Neues Deutschland

»Es ist hilfreich, wenn das Land endlich über das Leben der Kanzlerin vor 1989 debattiert« Die Zeit

›Das erste Leben der Angela M.‹ zeigt beispielsweise nicht nur die krassen Fehleinschätzungen der Moskauer Führung unter Gorbatschow, sondern auch, dass die angeblichen Bürgerrechtler und sonstigen Gruppierungen, denen man heute oft den Hauptanteil am Zusammenbruch der DDR andichtet, das System der Bundesrepublik immer ablehnten und dabei wohl auch konsequent geblieben sind. In diesem Zusammenhang kann man aus diesem Buch auch viel über die sogenannte „Kirche im Sozialismus“ lernen, zu deren geistigen Geburtshelfern Merkels Vater gehört, der einst in Kirchenkreisen als der „rote Kasner“ bezeichnet wurde. Dr. R. Manthey

»›Das erste Leben der Angela M.‹ enthält einigen Zündstoff.« Basler Zeitung

»›Das erste Leben der Angela M.‹, in dem das Autorengespann Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann die DDR-Vergangenheit der Bundeskanzlerin passend zum Wahljahr genau unter die Lupe nehmen, sorgt für Diskussionen.« Boersenblatt.net

Richtigstellung

Der Piper Verlag sieht sich wegen unhaltbarer Behauptungen ehemaliger DDR-Reformer zum Buch „Das erste Leben der Angela M.“ von Ralf Georg Reuth und Günther Lachmann zu einer Richtigstellung veranlasst.

In einem von der Tageszeitung „Die Welt“ abgedruckten Offenen Brief schreiben fünf ehemalige Aktivisten der DDR-Reformgruppierung „Demokratischer Aufbruch“, dass im o.g. Buch folgende „These“ vertreten werde: „Alle DDR-Bürger verbanden mit den sowjetischen Reformen um Gorbatschow reformkommunistische Ideen und Ziele“.

Und dies mache, so die fünf Unterzeichner des Offenen Briefes, damit „auch die mutigen Montagsdemonstranten vom 9. Oktober 1989 in Leipzig und die 500.000 auf dem Berliner Alexanderplatz am 4. November 1989 zu Reformkommunisten“.

Die unterstellte These ist eine tatsachenwidrige Behauptung. Im Buch „Das erste Leben der Angela M.“ wird vielmehr die These vertreten: Die Massen im DDR-Wendeherbst des Jahres 1989 traten für die Einheit Deutschlands in einem freiheitlich-demokratischen Staat ein. Dadurch zwangen sie die zunächst auf einen demokratischen Sozialismus hin orientierten Reformgruppen auf Einheits-Kurs. Dies wird im Buch gleich an mehreren Stellen hervorgehoben.

Die Behauptungen der ehemaligen Aktivisten des Demokratischen Aufbruchs sind umso erstaunlicher, als zwei der fünf Unterzeichner des Offenen Briefes, Günther Nooke und Erhard Neubert im Februar 1990 den Demokratischen Aufbruch aus Protest gegen einen Kurs in Richtung Einheit und Marktwirtschaft verlassen haben. Auch dies steht im Buch „Das erste Leben der Angela M.

München, 23. Mai 2013
Piper Verlag, München

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