Der kleine Flüchtling von Jutta Mehler. Eine Familiengeschichte zwischen Verzweiflung und Hoffnung, Tragik und Komik, eindringlich, lakonisch und poetisch erzählt: ein großer Roman …

Der kleine Flüchtling von Jutta Mehler
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Emons Verlag

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Der kleine Flüchtling

Der kleine Flüchtling

Der kleine Flüchtling: Eine Familiengeschichte zwischen Verzweiflung und Hoffnung, Tragik und Komik, eindringlich, lakonisch und poetisch erzählt: ein großer Roman.

Weihnachten 1944

Aus dem schlesischen Nest Habendorf flüchtet Familie um Familie. Der siebenjährige Ulrich Scheller kann es kaum erwarten, dass sich auch seine Mutter endlich dazu durchringt, Haus und Heim zu verlassen, denn Ulrich fiebert dem »Abenteuer Flucht« entgegen. Dieses Abenteuer verschlägt Familie Scheller nach Niederbayern. Doch Flüchtlinge sind hier nicht willkommen …

Gekonnt verwebt Jutta Mehler Handlungs- und Familienstränge, wechselt von locker-leichter Sprache zu poetisch-eindringlicher und streut leichthändig geschichtliche Details ein. Höchste Freude und tiefstes Leid, glühende Liebe und verzehrender Hass, zerstörerische Tragik und funkelnder Witz – eine einfache Geschichte, ein großer Roman.

Jutta Mehler, Jahrgang 1949, hängte frühzeitig das Jurastudium an den Nagel und zog wieder aufs Land, nach Niederbayern, wo sie während ihrer Kindheit gelebt hatte. Seit die beiden Töchter und der Sohn erwachsen sind, schreibt Jutta Mehler Romane und Erzählungen, die vorwiegend auf authentischen Lebensgeschichten basieren.

Website: www.jutta-mehler.de

Aus Deggendorfer Stadtgeschichte wird ein Roman: Jutta Mehler zeichnet in „Der kleine Flüchtling“ ein genaues Bild Deggendorfs in den Jahren 1945 bis 1965. Zitat: Mit Hinweisen auf die Entwicklungen in der Zeit des Wirtschaftswunders, zum Beispiel das Aufkommen des Geschirrspülers, des Versandhauses Neckermann oder der Zeitschrift Bravo, zeichnet sie ein genaues Bild der Zeit. Ebenso plastisch ist das Deggendorf der 40er, 50er und 60er Jahre. Artikel lesen

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Moldaukind

Die Moldau ist für die zehnjährige Friederike Habel und ihre Geschwister nichts weiter als ein kümmerlicher Bach, an dessen Ufer sich ihr Leben abspielt. Ein Leben, das karg und entbehrungsreich ist, aber auch glücklich und sorglos. Doch dann bekommen auch sie im tiefen Böhmerwald die Auswirkungen der Machtübernahme durch die Nazis zu spüren. Nach dem Krieg werden Friederike und ihre Familie mitsamt der traumatisierten Jüdin Esther, der sie Unterschlupf gewähren, vertrieben. Auf der deutschen Seite der Grenze finden sie eine neue Heimat; hier ist das Leben nicht weniger karg und fließt doch weiter wie ein sich windender Fluss. Vor dem Hintergrund des sich erholenden Nachkriegsdeutschlands bis hin zur Wiedervereinigung beschert es den Habels Kind um Kind und lässt den Habel’schen Familienclan stetig wachsen.

»Moldaukind« ist tragikomische Familiensaga und Episodenroman zugleich – rau, eindringlich und bewegend erzählt, kunstvoll und kühn konstruiert.

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Am seidenen Faden
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Lilli isst zu wenig. Eigentlich isst sie gar nichts. Lilli wird immer dünner. Lilli muss magersüchtig sein, sagt sich Emma, ihre Mutter. Falsch, Emma, grundfalsch. Lilli hat Leukämie. Prognose vierzig Prozent. Vierzig auf ihr Leben, sechzig auf ihren Tod. Die Therapie heißt: Chemo und Knochenmarktransplantation.

Eine traurige Geschichte? Nein. Lilli geht es gut, meistens jedenfalls. Weil sie Freunde hat, die wissen, was nottut. Weil Emma alle Heiligen und sogar Albert Einstein anruft, damit sie ein gutes Wort für Lilli einlegen. Bei wem? Das ist Emma doch egal.

Jutta Mehler erzählt die Geschichte der fünfzehnjährigen Lilli, die durch die Diagnose »Leukämie« jäh aus ihrem sorglosen Teenagerleben gerissen wird. Die Krankheit erschüttert das Leben der ganzen Familie. Der Therapieverlauf ist unerbittlich, und sie hat mit Nebenwirkungen und Rückschlägen zu kämpfen – und damit, dass nicht jedes Kind diese Krankheit überlebt. Und doch ist Lillis Geschichte keine Geschichte des Leidens, sondern eine Geschichte der Stärke und des Glücks. Mit bewundernswerter Energie und unpathetischer Aufopferung begleitet Emma ihre Tochter durch diese Zeit, an deren Ende Lillis Gesundung steht: Leben für Lilli.

Jutta Mehler, die mit ihrem Roman »Moldaukind« ein großartiges Debüt vorgelegt hat, gelingt es erneut, mit sachlicher Poesie und leisem Humor zu erzählen. Es ist diese einzigartige Mischung aus allernächster Nähe und nötiger Distanz, die den Schrecken der Krankheit erfahrbar macht, ohne den Betroffenen die Hoffnung zu nehmen. Ein außergewöhnliches, mutmachendes Buch.

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Nordöstlich der Donau, unter den Vorbergen des Bayerischen Waldes, liegt das Ein-paar-Hundert-Seelen-Nest Klausenstetten. Das Dorfleben ist geprägt von Frömmigkeit und Glauben, am meisten jedoch von Aberglauben. Die Dörfler wohnen, arbeiten und feiern hier seit Jahrzehnten in zänkisch-kontroverser Eintracht; sie sind stur, engstirnig und traditionsbesessen. Paula ist anders. Paula denkt selbständig, ist klug, empfindsam und realistisch – aber sie fühlt auch empathisch, hört und sieht, was anderen verborgen bleibt. Paula beschäftigt sich mit der uralten Kräuterkunde, mit Numerologie und befragt die Tarot-Karten. Doch wenn Entscheidungen zu treffen sind, fragt sie ihren Verstand. Paula ist unvereinbar mit der heimischen Wesensart, und doch ist sie unentbehrlich für das Dorf.

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