Die Flakhelfer: Wie aus Hitlers jüngsten Parteimitgliedern Deutschlands führende Demokraten wurden von Malte Herwig. Hitlers langer Schatten …

Die Flakhelfer: Wie aus Hitlers jüngsten Parteimitgliedern Deutschlands führende Demokraten wurden von Malte Herwig
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Deutsche Verlags-Anstalt
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Die Flakhelfer

Die Flakhelfer

Hitlers langer Schatten

Flakhelfer – das waren Jugendliche vor allem der Jahrgänge 1926 bis 1928, die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs noch eingezogen wurden, um die Niederlage NS-Deutschlands weiter hinauszuzögern. Manch ein führender Kopf der Bundesrepublik Deutschland, der dieser Generation angehört, wurde in jungen Jahren als NSDAP-Mitglied geführt. Viele haben das verschwiegen oder vergessen, verleugnet oder verdrängt. Malte Herwig hat die 1945 auf abenteuerliche Weise gerettete Mitgliederkartei der Nazi-Partei gründlich gesichtet und ist auf viele bekannte Namen gestoßen. Herwig erzählt die Geschichte einer schuldlos schuldigen Verstrickung mit der NS-Vergangenheit, in der so bedeutende Persönlichkeiten wie

Horst Ehmke, Erhard Eppler, Iring Fetscher, Hans-Dietrich Genscher, Günter Grass, Hans Werner Henze, Walter Jens, Siegfried Lenz, Erich Loest, Hermann Lübbe, Niklas Luhmann, Dieter Wellershoff

und andere besonders engagierte Demokraten eine zentrale Rolle spielen. Dabei entsteht das aufregende Bild einer von Widersprüchen zerrissenen Generation.

Malte Herwig, geboren 1972 in Kassel, studierte Literatur, Geschichte und Politik in Mainz, Harvard und Oxford, wo er 2002 mit einer Arbeit über Thomas Mann am Merton College promovierte. Er war mehrere Jahre Redakteur des »SPIEGEL« und ist heute Autor beim Magazin der »Süddeutschen Zeitung«.

Für sein Buch über Thomas Mann, Bildungsbürger auf Abwegen, erhielt er 2004 den erstmals gestifteten Thomas-Mann-Förderpreis. Zuletzt erschien von ihm »Meister der Dämmerung«, eine Biografie Peter Handkes (DVA 2010).

Zur Website von Malte Herwig: www.malteherwig.com

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„Störung der Gemütlichkeit“ – ausführliche Rezension auf glanzundelend.de

wikipedia: Als Flakhelfer werden die Jugendlichen bezeichnet, die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges (ab 1943) im Deutschen Reich zum Einsatz in den Flakstellungen der Luftwaffe und der Kriegsmarine herangezogen wurden. Die weitaus größte Gruppe stellten die amtlich als Luftwaffenhelfer, abgekürzt „LwH“, bezeichneten Oberschüler der Jahrgänge 1926 bis 1928. Ab 5. Januar 1944 wurden auch Mittelschüler des Jahrgangs 1928 und ab August 1944 Lehrlinge des gleichen Jahrgangs aus dem gewerblichen und kaufmännischen Bereich eingesetzt.

Nach der heute weltweit gebräuchlichen Begriffsbestimmung könnten diese im weiteren Sinne nachträglich zu den Kindersoldaten gezählt werden. Der Soziologe Heinz Bude hat die Definition Schülersoldaten für die Luftwaffenhelfer geprägt.

Die rechtliche Grundlage für die Einberufung und den Einsatz der Luftwaffen- und Marinehelfer war die Notdienstverordnung des Deutschen Reiches vom 15. Oktober 1938. Danach konnte jeder Bewohner des Reichsgebietes nach Vollendung des 15. Lebensjahres zu beliebigen, vom Staat bestimmten Diensten herangezogen werden. Die gesetzliche Grundlage dieser Verordnung reichte zurück bis zum Wehrgesetz vom 21. Mai 1935.

Vorbereitung des Einsatzes

Am 20. September 1942 hatte Adolf Hitler in einem Führerbefehl die umgehende Abstellung von 120.000 Mann der Luftwaffe für den Erdkampf, die Kriegsmarine und die Verwendung bei der U-Boot-Waffe verlangt. Das bedeutete eine enorme Verminderung des Personalbestandes bei den Flakeinheiten im Reichsgebiet. Zwar gab es schon seit dem April 1942 die Möglichkeit des Einsatzes von Schülern in so genannten Heimatflak-Batterien, doch war dieser freiwillig und außerdem an eine untere Altersgrenze von 17 Jahren gebunden.

Im Oktober 1942 erfolgten erste Kontakte zwischen dem von Hermann Göring geleiteten Reichsluftfahrtministerium und dem von Minister Bernhard Rust geführten Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. Görings Ministerium teilte mit, man beabsichtige, die Jahrgänge 1926 und 1927 zu Hilfsdiensten bei der Luftwaffe einzusetzen. Geplant waren die Tätigkeiten als Nachrichtenhelfer, als Bodenpersonal auf Militärflugplätzen und ähnliche Dienstleistungen. Einberufen werden sollten Schülerinnen und Schüler der höheren und mittleren Schulen bei völligem Wegfall des Unterrichtes. Gegen diese Pläne machte das Reichserziehungsministerium erhebliche Bedenken geltend, vor allem gegen den vorgesehenen Wegfall des Unterrichtes. Dieser müsse gewährleistet bleiben, am besten dadurch, dass man Schulklassen samt ihren Lehrern heranziehe. Auch andere Ministerien schalteten sich in die Diskussion ein und brachten aus unterschiedlichen Gründen Einwände vor. Der Reichsinnenminister befürchtete eine unzureichende Ausbildung zukünftiger Führungseliten und Wissenschaftler auf allen Gebieten. Der Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop wünschte eine möglichst unauffällige Durchführung des Vorhabens. Es müsse, so hieß es, der Eindruck vermieden werden, das Deutsche Reich setze Kinder als letztes Aufgebot, als Kanonenfutter ein.

Die schwersten Bedenken wurden jedoch in einem internen Papier vom obersten Parteiführer nach Hitler, von Reichsleiter Martin Bormann, vorgebracht. In einem Brief an Göring vom 21. Dezember 1942 sah er in erster Linie durch den Kriegsdienst gesundheitliche Gefahren für die Jugendlichen. Auch müsse vor allem die Betreuung durch Schule und Hitlerjugend sichergestellt werden.

Entscheidung durch Hitler

Die endgültige Entscheidung fiel durch Hitler am 7. Januar 1943. Gegenüber den ursprünglichen Plänen gab es erhebliche Einwände und Modifikationen:
Es sollten nur Schüler der Höheren und der Mittelschulen aus den Geburtsjahrgängen 1926 und 1927 einberufen werden.
Einsätze sollten nur in der Nähe der Heimatorte erfolgen.
Ein Einsatz von Mädchen war nicht mehr vorgesehen, er konnte jedoch ab dem 17. Lebensjahr auf freiwilliger Basis erfolgen. Später allerdings gab es Dienstverpflichtungen, vorwiegend im Nachrichtenwesen (Blitzmädel) und an Scheinwerfern. Ab 1944 wurden auch weibliche Angehörige des Reichsarbeitsdienstes (Arbeitsmaiden) in Flakbatterien eingesetzt.
Das fachlich zuständige Reichsministerium für Erziehung veröffentlichte am 22. Januar 1943 die endgültige Fassung des Erlasses über den „Kriegshilfseinsatz der Jugend bei der Luftwaffe“. Der Reichsminister für Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Göring regelte in einem „nur für den Dienstgebrauch“ bestimmten Erlass die gesamten Dienstverhältnisse der Luftwaffenhelfer. Dieser reichte in bürokratischer Ausführlichkeit von der Kompetenzverteilung zwischen allen mit der Einberufung der Flakhelfer befassten Dienststellen über den vorgesehenen Schulunterricht bis zu einer Disziplinarordnung nebst Androhung von Arrest bei Verstößen.

Einziehung

Als erster Einziehungstermin war der 15. Februar 1943 vorgesehen. Die Schüler der Jahrgänge 1926 und 1927, damals 15 bis 17 Jahre alt, erhielten einen Heranziehungsbescheid, der vom Landrat, Oberbürgermeister oder Polizeipräsidenten unterschrieben worden war.

Die Bescheide sollten am Ende einer Elternversammlung ausgehändigt werden. Vorgesehen war die Teilnahme des jeweiligen Schulleiters für die schulischen und eines Flakoffiziers für die militärischen Aspekte. Ein Hoheitsträger der NSDAP, zum Beispiel der Kreisleiter, sollte die politischen Gründe für die Maßnahme erläutern. Eine Beteiligung der Hitlerjugend an solchen Veranstaltungen war nicht vorgesehen.

Im Dezember 1942 standen hierfür 68.522 Schüler zur Verfügung, ab Januar 1944 wurden dann auch Schüler des Geburtsjahrgangs 1928, diesmal ohne eine besondere Veranstaltung, eingezogen. Im Sommer 1944 traten noch Schüler aus Berufs- und Handelsschulen hinzu. Die 15- bis 17-Jährigen wurden zunächst überwiegend in Wohnortnähe eingesetzt, später auch in größerer Entfernung vom Wohnort. Sie erhielten Schulunterricht.

Die Flakhelfer wurden mit Nachsprechen einer Verpflichtungserklärung auf ihre Obliegenheiten verpflichtet. Für Fälle von Pflichtverletzungen gab es eine spezielle Disziplinarstrafordnung. Ein „unerlaubtes Entfernen von der Truppe“ konnte mit dem Tode bestraft werden. Von entsprechenden Urteilen ist nichts bekannt.

Folgen des Einsatzes

Zu den ersten Flakhelferverlusten kam es am 1. März 1943. Durch eine englische Fliegerbombe fielen sechs Oberschüler der Schadow-Schule Berlin-Zehlendorf, die als Flakhelfer in Berlin-Lichterfelde-Süd eingesetzt waren. Außerdem starben 14 als „hilfswillig“ deklarierte sowjetische Kriegsgefangene, was allerdings in der Öffentlichkeit damals nicht erwähnt wurde. Die Gefallenen bekamen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein sogenanntes Staatsbegräbnis auf dem Dahlemer Waldfriedhof. Der Kommandeur des Luftgaukommandos Berlin hielt eine Ansprache und legte „Eiserne Kreuze“ auf die Särge, bei denen sich schon ein „Kranz des Reichsmarschalles“ befand. Der Propagandaminister, Joseph Goebbels, schritt die Front der Särge ab, ließ jeweils einen Kranz niederlegen und kondolierte den Angehörigen. Fünf Flakhelfer wurden verwundet und kamen ins Hindenburg-Lazarett nach Zehlendorf. Unter den ersten Besuchern dort befanden sich der damalige Reichsjugendführer Arthur Axmann und der Stadtkommandant von Berlin, Generalleutnant von Hase.

Als die ersten Flakhelfer eingezogen wurden, ging man davon aus, dass 100 Jugendliche einen Ersatz für 70 reguläre Flaksoldaten darstellen würden. In der Realität erwies sich jedoch oft, dass die Flakhelfer, die im weiteren Verlauf des Krieges schließlich ganze Flakbatterien eigenverantwortlich führten, die zermürbten und resignierenden Männer an Einsatzbereitschaft übertrafen. Wie viele der Flakhelfer gefallen sind, ist unbekannt, da sie nicht erfasst wurden. Aufgrund der zahlreichen Berichte über Volltreffer in Flakstellungen ist mit hohen Opferzahlen zu rechnen. Allein bei einem Luftangriff auf eine Flakstellung in Köln-Brück am 28. Januar 1945 kamen 17 Luftwaffenhelfer ums Leben. Am 3. Oktober 1943 erhielt eine Flakstellung bei Sandershausen in der Nähe von Kassel einen Bombenvolltreffer. Unter den Opfern befanden sich 23 Oberschüler. An der Stelle des Geschehens erinnert heute ein Gedenkstein an die Opfer. In der Flakstellung Langenhagen bei Hannover wurden am 27. September 1943 13 Schüler der hannoverschen Gymnasien Lutherschule und Bismarckschule durch einen Volltreffer in die Umwertung (eine mechanische Rechenanlage zur Ermittlung der ballistischen Werte für die Geschütze) getötet. Auch für sie wurde ein Gedenkstein angelegt. Er steht nahe der Pferderennbahn Neue Bult in Langenhagen. Zwei Luftwaffenhelfer der Staatlichen Oberschule Zwickau kamen beim Endkampf in Berlin Anfang Mai 1945 im sowjetischen Granatfeuer ums Leben.

Prominente Flakhelfer

Einer der bekanntesten ehemaligen Luftwaffenhelfer war der von 2005 bis 2013 amtierende Papst Benedikt XVI., Joseph Alois Ratzinger (Jahrgang 1927). Er befand sich mit seiner Klasse zum Schutz eines BMW-Werkes in einer Flakstellung in der Nähe von München im Einsatz. Auch der Nobelpreisträger für Literatur Günter Grass (Jahrgang 1927), die Schriftsteller Martin Walser (Jahrgang 1927) und Günter de Bruyn (Jahrgang 1926), der Journalist und Schriftsteller Jost Nolte (Jahrgang 1927), der ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der Kabarettist Dieter Hildebrandt, der Mainzer Professor für Medizinische Mikrobiologie Dietrich Falke (alle Jahrgang 1927), der SPD-Politiker Erhard Eppler (Jahrgang 1926), der Soziologe Niklas Luhmann (1927–1998) und die Publizisten und Journalisten Matthias Walden (1927–1984), Joachim Fest (1926–2006) und Peter Boenisch (1927–2005) sowie der Historiker Wilhelm Volkert (1928) zählen zur sogenannten „Flakhelfer-Generation“.

In Wien war der spätere Showstar Peter Alexander (1926–2011) als Luftwaffenhelfer eingesetzt, in Hamburg der Schauspieler Walter Giller (1927–2011). Der spätere Prinzgemahl der niederländischen Königin Beatrix, der deutsche Diplomat Claus von Amsberg (1926–2002) gehörte von 1942 bis 1944 der Flak als Marinehelfer an, desgleichen der Direktor des Hallenser Händelhauses Prof. Dr. Konrad Sasse (1926–1981).

Der bekannte Verleger Wolf Jobst Siedler (Jahrgang 1926) ist als Marinehelfer zusammen mit Ernst Jünger jr., Sohn des Schriftstellers, wegen Wehrkraftzersetzung verurteilt worden.

In den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit rückten die deutschen Flakhelfer, als der Sohn des von Adolf Hitler in den Selbstmord getriebenen legendären Generalfeldmarschalls Erwin Rommel, der spätere langjährige Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel (Jahrgang 1928), bei der Trauerfeier mit Staatsakt für seinen Vater am 18. Oktober 1944 im Ulmer Rathaus in Luftwaffenhelferuniform hinter dem Sarg schritt. Manfred Rommel, der bereits als 15-Jähriger zur Flak einberufen worden war, bekannte in einem Interview mit der „Zeit“ im Jahr 2002: „Ich habe noch heute einen Albtraum aus meiner Zeit als Luftwaffenhelfer!“

Der Kölner Satiriker Helmar Meinel (Jahrgang 1928), Luftwaffenhelfer in Berlin, definierte die Zwangsrekrutierung der Oberschüler in der „Konfirmanden-Flak“ als „Hitlers Rache am humanistischen Bildungssystem“.

Nach dem Krieg hatten die von der NS-Zeit weitgehend unbelasteten und im Gegensatz zur Vätergeneration kaum dezimierten Jahrgänge als „Flak-Demokraten“ maßgeblichen Anteil am Wiederaufbau Deutschlands.

So waren im engsten Beraterstab von Bundeskanzler Willy Brandt die ehemaligen Luftwaffenhelfer Horst Ehmke (Jahrgang 1927, Chef des Kanzleramtes), Klaus Schütz (1926-2012, Staatssekretär, später Regierender Bürgermeister von Berlin) und Klaus Harpprecht (Jahrgang 1927, Redenschreiber des Kanzlers) tätig. Auch der DDR-Spion im Bundeskanzleramt, Günter Guillaume (1927–1995), war ein früherer Flakhelfer.

Der DDR-Schriftsteller Dieter Noll (1927–2008) verarbeitete im ersten Band seines autobiografisch geprägten Romans Die Abenteuer des Werner Holt zu einem großen Teil seine Erlebnisse als Flakhelfer im Ruhrgebiet.

Siehe auch

Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg
Wehrmachthelferin
HJ-Marinehelfer
Jugend im Nationalsozialismus

Sachbücher

Walter L. Frank: Luftwaffenhelfer zwischen Schule, Luftkrieg und HJ. Schüler der Aufbauschule Schwabach als Luftwaffenhelfer in der Schweren Flak-Batterie 5./634 in Nürnberg-Schniegling Februar 1943 bis August 1944. Ein Bericht über junge Menschen, Zeitumstände und Politik. Berlin 2006, ISBN 978-3-939533-50-4
Heinz Bude: Deutsche Karrieren. Lebenskonstruktionen sozialer Aufsteiger aus der Flakhelfer-Generation. Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-11448-4
Paul Emunds (Hrsg.): Mit fünfzehn an die Kanonen. Eine Fallstudie über das Schicksal der als „Luftwaffenhelfer“ (LwH) eingesetzten Oberschüler in den Sperrfeuerbatterien (Flak Abt. 514) rund um Aachen während der anglo-amerikanischen Luftoffensiven der Jahre 1943/44. Aachen 1975
Werner Baumeister: Castrop-Rauxel im Luftkrieg 1939-1945. Castrop-Rauxel 1988, ISBN 3-923299-04-4
Renate Fricke-Finklenburg (Hrsg.): Nationalsozialismus und Schule. Amtliche Erlasse und Richtlinien 1933-1945. Opladen 1989, ISBN 3-8100-0752-8
Hans-Dietrich Nicolaisen: Die Flakhelfer. Luftwaffenhelfer und Marinehelfer im 2. Weltkrieg. Berlin 1985, ISBN 3-548-33045-2
Hans-Dietrich Nicolaisen: Gruppenfeuer und Salventakt. Schüler und Lehrlinge bei der Flak 1943–1945. 2 Bände, Büsum 1993
Ludwig Schätz: Luftwaffenhelfer – ein Kapitel zur Geschichte des deutschen Wehrmachtsgefolges im Zweiten Weltkrieg. (Dissertation), München 1970
Ludwig Schätz: Schüler-Soldaten. Die Geschichte der Luftwaffenhelfer im zweiten Weltkrieg. Darmstadt 3. Auflage 2003, ISBN 3-7677-0034-4
Franz-Josef Schmeling: Vom Krieg ein Leben lang geprägt. Ehemalige Luftwaffen- und Marinehelfer antworten 50 Jahre danach. Osnabrück 1997, ISBN 3-87898-358-1
Rolf Schörken: Luftwaffenhelfer und Drittes Reich. Die Entstehung eines politischen Bewusstseins. Stuttgart 2. Auflage 1985, ISBN 3-608-91124-3
Rolf Schörken: Die Niederlage als Generationserfahrung. Jugendliche nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft. Weinheim/München 2004, ISBN 3-7799-1134-5
Ludger Tewes: Jugend im Krieg. Von Luftwaffenhelfern und Soldaten 1939–1945. Essen 1989, ISBN 3-920460-49-9
Fritz Helberg-Oldenburg, Rainer Hendricks (Bearb.): Eine Nacht ohne Alarm – Tagebuch eines Flakhelfers 1944-1945, Walsrode 2005. ISBN 3-00-017621-7
Wolfgang Waldhauer: Als Luftwaffenhelfer 1944 in Berlin und bei Leuna. Internetberichte in Kollektives Gedächtnis und Berliner Unterwelten e.V., Leverkusen 2001

Belletristik

Dieter Borkowski: Wer weiß, ob wir uns wiedersehen: Erinnerungen an eine Berliner Jugend. Fischer-Taschenbuch 3479. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1983. ISBN 3-596-23479-4.
Günter de Bruyn: Zwischenbilanz: eine Jugend in Berlin. 5. Auflage. S. Fischer, Frankfurt am Main 1992. ISBN 3-10-009609-6. (Autobiographie, Seiten 140–172).
Harry Käpernick: Luftwaffenhelfer – verführt – verheizt – vergessen. R. G. Fischer, Frankfurt/Main 2000. ISBN 3-8301-0014-0
Dieter Noll: Die Abenteuer des Werner Holt: Roman einer Jugend. Aufbau-Taschenbücher 1583. Aufbau-Taschenbuch-Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-7466-1583-6.
Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel. Steidl Verlag, Göttingen 2006
Gert Ledig: Vergeltung. S. Fischer, Frankfurt/Main 1956; Suhrkamp, Frankfurt/Main 1999, ISBN 3-5183-9741-9

Unterrichts-Baustein

Manuel Werner: Macht und Ohnmacht jugendlicher Luftwaffenhelfer – Ein Beispiel vom Fliegerhorst und KZ Echterdingen/Filder, in: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg/Erzieherausschuss der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart (Hrsg.): Durch Faszination zur Macht – die Faszination der Macht. Bausteine zum Verhältnis von Macht und Manipulation. Handreichungen für den Unterricht, Stuttgart 2003.

Verfilmungen

Die Abenteuer des Werner Holt, DDR 1965, Regie Joachim Kunert, mit Klaus-Peter Thiele, Manfred Karge und Arno Wyzniewski
Luftwaffenhelfer, TV, BRD 1980, Regie: Volker Vogeler, Buch: Claus Hubalek – mit Marco Kröger, Arthur Brauss, Till Topf, Alexander Radszun

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