Ausstellung über die RAF in Stuttgart: RAF – Terror im Südwesten. Erste große historische Ausstellung zur RAF in Stuttgart. Literaturverzeichnis zum Baader-Meinhof- Komplex …

„RAF – Terror im Südwesten“ ist der Name einer Ausstellung im Haus der Geschichte in Stuttgart, die von Freitag, 14. Juni 2013 bis Sonntag, 23. Februar 2014 zu sehen ist.

Splitter fliegen, die Bombe reißt einen tiefen Krater in die Wand: Die Architektur der Sonderausstellung im Haus der Geschichte Baden-Württemberg symbolisiert die Gewalt, mit der die Rote Armee Fraktion mehr als zwanzig Jahre lang die Menschen in der Bundesrepublik terrorisierte. Die Anschläge der RAF hatten Tote und Verletzte zur Folge, sie verbreiteten Angst und Schrecken.

Wie kam es zu dieser Gewalt?
Welche Reaktionen gab es?
Und wie fand sie letztlich ein Ende?

Das sind die Fragen der ersten großen historischen Ausstellung zur RAF. Der Südwesten war nicht nur einer der Hauptschauplätze der Gewalt, aus Baden-Württemberg stammten auch viele Täter.

Programmtipp: Freitag, 14.6. | 8.30 Uhr | Bayern 2
Quelle: KULTUR-Newsletter – Bayerischer Rundfunk

Zurück zur aktuellen Top-50-Buchperlen – Auswahl

Buchperlen – Leseempfehlungen

Die RAF-Erzählung

Die RAF-Erzählung

Die RAF-Erzählung: Eine mediale Historiographie des Terrorismus
Jan Henschen
Broschiert: 290 Seiten
Transcript Verlag

Texte und Bilder waren ein gewichtiger Teil der terroristischen Strategien der Roten Armee Fraktion. Als Kulturtechniken waren sie unerlässlich, um Zeichen der Gewalt zu setzen und Politik zu erzwingen.

Sie sind zugleich die Hinterlassenschaft der RAF, an der sich ihre Geschichte in Populärkultur, Erinnerungsarbeit und Historiographie fortschreibt. In diesem Buch rücken die Entstehung, die Verfahren und das Nachleben der RAF durch die Analyse der Macht des Mediums in eine veränderte Perspektive. Jan Henschen verbindet die metahistoriographische Beobachtungsebene unterschiedlicher Erzählformate der Terrorismusgeschichte mit einer Geschichte der entsprechenden Medien und legt damit eine neue kulturwissenschaftliche Historisierung der RAF vor.

RAF BRD: Eine Chronologie

RAF BRD: Eine Chronologie

RAF BRD: Eine Chronologie
Andreas Hoppmann
Broschiert: 105 Seiten
Militzke Verlag

Du bestimmst, wann du stirbst, Freiheit oder Tod Am 11. Mai gegen 18.59 Uhr explodieren innerhalb von 30 Sekunden drei Bomben im Hauptquartier des V. US-Korps. Zwei Sprengstoffsätze zerstören die Eingangshalle, während die dritte […] den Windfang des Offizierskasinos beschädigt. Zwanzig Meter vor dem Kasino wird Oberleutnant Paul A. Bloomquist von herumfliegenden Metallsplittern durchsiebt. Er ist auf der Stelle tot. 13 weitere Personen werden verletzt. Es entsteht ein Sachschaden von über drei Millionen DM. […] Baader wird wenige Minuten nach den Bombenexplosionen gesehen, wie er zu Fuß das Gelände verlässt. Zu dem Anschlag bekennt sich das Kommando Petra Schelm. Zeichen für die Aktualität des Themas RAF und deren Taten ist nicht zuletzt der zur Zeit laufende Prozess gegen Verena Becker, die mit dem Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Verbindung gebracht wird.

Unzählige Bücher, Fotobände und Zeitungsberichte über die Rote Armee Fraktion, ihre Aktionen, ihre Mitglieder und ihr Selbstverständnis sind auf dem deutschen Buchmarkt erhältlich. In dieser Flut aus Informationen verliert man leicht den Überblick. Vorliegende Chronologie des linksextremistischen Terrors von 1970-1998 von Andreas Hoppmann schafft einen genauen und sorgfältig recherchierten Überblick von der Gründung bis zur offiziellen Auflösung der Gruppierung. Der Autor beleuchtet knapp und doch sehr informativ Aktionen der RAF, gibt Informationen über Mitglieder und befreundete Gruppierungen, wie die Bewegung 2. Juni . Dem gegenüber stellt er die Reaktionen der Bundesrepublik. In kurzen Blöcken sind Fakten zu Gesetzesänderungen, Polizeieinsätzen und Großfahndungen zu finden. Grafisch ansprechend auf einem Zeitstrahl liefert Hoppmann Zitate, Karten und eine Vielzahl an Informationen, sowohl für diejenigen, die zum ersten Mal dem Thema RAF begegnen als auch für Experten, die sich schnell und unproblematische bestimmte Fakten wieder aneignen wollen.

Der Baader-Meinhof-Komplex

Der Baader-Meinhof-Komplex

Der Baader-Meinhof-Komplex
Stefan Aust
Taschenbuch: 672 Seiten
Goldmann Verlag

Stefan Aust, geboren 1946, langjähriger Chefredakteur des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL und des von ihm mitbegründeten SPIEGEL TV Magazins. Von 1966 bis 1969 Redakteur bei der Zeitschrift Konkret. 1970 bis 1985 Mitarbeiter des NDR, vor allem für das Fernsehmagazin Panorama. Seit 2009 arbeitet er als Filmproduzent, Medienberater und TV-Moderator. Aust ist Teilhaber der Fernsehproduktionsgesellschaft Agenda Media GmbH. Er schrieb zahlreiche Fernsehdokumentationen und Bücher, von denen „Der Baader-Meinhof- Komplex“, das Standardwerk zur Geschichte der RAF, großes Aufsehen erregte.

Tödlicher Irrtum

Tödlicher Irrtum

Tödlicher Irrtum: Die Geschichte der RAF
Butz Peters
Taschenbuch: 864 Seiten
Fischer Taschenbuch Verlag

Butz Peters, 1958 geb., ist Jurist, Journalist und Buchautor. Als Nachfolger von Eduard Zimmermann moderierte er die ZDF-Sendereihe «Aktenzeichen xy…ungelöst» und war Autor der ZDF-Sendereihe «Verbrechen in Deutschland – Butz Peters ermittelt». Zuvor war er Leiter des Ressorts Rechtspolitik beim NDR. Butz Peters ist heute Rechtsanwalt in Berlin.

Logo der Rote Armee Fraktion

Logo der Rote Armee Fraktion *

wikipedia: Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie war verantwortlich für 34 Morde, mehrere Entführungen und zahlreiche Banküberfälle und Sprengstoffattentate mit einer Vielzahl von Verletzten und erheblichen Sachschäden. Sie wurde 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof und weiteren Personen gegründet. Die Anzahl der Mitglieder des sogenannten harten Kerns aller drei Generationen der RAF betrug zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren zwischen 60 und 80 Personen. 27 Mitglieder und Sympathisanten der RAF kamen durch Fremdeinwirkung, Selbstmord, Hungerstreik oder Krankheit ums Leben.

In ihrem Selbstverständnis betrachtete sich die erste Generation der Gruppe als kommunistische, antiimperialistische Stadtguerilla nach südamerikanischem Vorbild ähnlich den Tupamaros in Uruguay. Ab 1970 kam es zu einer Kooperation mit der palästinensischen Fatah in Jordanien. Im sogenannten Deutschen Herbst des September und Oktober 1977 erreichte der Linksterrorismus in Deutschland mit dem Scheitern einer versuchten Freipressung von Häftlingen der ersten Generation seinen Höhepunkt. 1998 erklärte sie ihre Selbstauflösung. Die Auseinandersetzung mit der RAF hatte erhebliche gesellschaftspolitische Folgen und wurde zudem Grundlage einer Vielzahl von Büchern, Filmen und Fernsehdokumentationen wie auch Theaterstücken und Romanen im In- und Ausland.

Rezeption

Die RAF-Schriften wurden in der breiten Öffentlichkeit nicht diskutiert. Dies galt zum Teil auch für viele kritische Meinungsäußerungen wie beispielsweise den Text des Göttinger Mescalero über das Buback-Attentat oder ein Fernsehinterview Daniel Cohn-Bendits in der ARD zum Tod Schleyers. Diese wurden in der öffentlichen Diskussion kaum differenziert von den Schriften der RAF behandelt und zuweilen als Positionen von „Sympathisanten“ der Terroristen diskreditiert.

Theorie und Praxis der RAF wurden von maßgeblichen linken Intellektuellen der damaligen Zeit verurteilt. In seinen Tagebüchern sprach beispielsweise Rudi Dutschke von RAF-Dummheit und sagte:

„Die negativen Auswirkungen der RAF-Scheiße sind vielerorts erkennbar, CDU/CSU im besonderen, Regierung im allgemeinen und RAF-Kacke im einzelnen scheinen verheiratet zu sein: um den politischen Klassenkampf zu hemmen!“ Rudi Dutschke

Nach dem Überfall der RAF auf die bundesdeutsche Botschaft in Stockholm sagte Herbert Marcuse, dessen Schriften die Studentenbewegung stark beeinflusst hatten, in einem Interview der ARD auf die Fragen, ob sich die RAF nicht auf ihn berufen könne, und ob die Terroristen politische Überzeugungstäter seien:

„Ich betrachte mich immer noch als Marxisten. Der Marxismus lehnt den Terror … individuellen Terror und Terror kleiner Gruppen ohne Massenbasis als revolutionäre Waffe ab … Subjektiv ist anzunehmen, dass sie ihre Aktion für eine politische Aktion halten und gehalten haben. Objektiv ist das nicht der Fall. Wenn politische Aktion willentlich zum Opfer von Unschuldigen führt, dann ist das genau der Punkt, wo politische Aktion, subjektiv politische Aktion, in Verbrechen umschlägt.“ Herbert Marcuse

Weitere Wikipedia-Informationen

Mitglieder der Rote Armee Fraktion
Zeittafel Rote Armee Fraktion
Opfer der Rote Armee Fraktion

Literatur

Bibliografien

Terrorismus und Gewalt. Auswahlbibliographie mit Annotationen. Zusammengestellt von Günther Hoherz. Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste, Bonn 1975 (Bibliographie Nr. 43).
Terrorismus – Gestern – Heute – Morgen. Eine Auswahlbibliographie von Volker Tutenberg und Christl Pollak. Bernard & Graefe Verlag für Wehrwesen, München 1978 (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte. Weltkriegsbücherei Stuttgart. Neue Folge der Bibliographien der Weltkriegsbücherei, H. 17), ISBN 3-7637-0218-0.
Terrorismus und Gewalt. 1975–77. Auswahlbibliographie. Zusammengestellt von Günther Hoherz. Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste, Bonn, 1978 (Bibliographie Nr. 49).
Uwe Backes, Eckhard Jesse: Totalitarismus – Extremismus – Terrorismus. Ein Literaturführer und Wegweiser zur Extremismusforschung in der Bundesrepublik Deutschland. Verlag Leske + Budrich, Opladen 19852. (Analysen 38), ISBN 3-8100-0437-5.
Burkhard von Schassen, Christof Kalden: Terrorismus. Eine Auswahlbibliographie. Bernard & Graefe Verlag, Koblenz 1989. (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte. Weltkriegsbücherei Stuttgart. Neue Folge der Bibliographien der Weltkriegsbücherei, Bd. 27), ISBN 3-7637-0232-6.
Peter Hein: Stadtguerilla und bewaffneter Kampf in der BRD und Westberlin. Eine Bibliographie. Edition ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte (IISG), Amsterdam 1989, ISBN 3-89408-102-3 (PDF).
Auswahlbibliographie: Diskussionsbeiträge zur Politik der RAF und der politischen Gefangenen seit April 1992. in: ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte/Amsterdam (Hrsg.): „wir haben mehr fragen als antworten“. RAF. diskussionen 1992–1994. Edition ID-Archiv, Berlin/Amsterdam 1995, S. 367–383, ISBN 3-89408-044-2.
Peter Hein: Stadtguerilla und bewaffneter Kampf in der BRD. Ergänzungsband zur Bibliographie. Edition ID-Archiv, Berlin/Amsterdam 1993, ISBN 3-89408-103-3 (formal falsche ISBN).

Umfassende Darstellungen

Butz Peters: RAF – Terrorismus in Deutschland. Droemer Knaur Verlag, München 1993, ISBN 3-426-80019-5.
Gerd Koenen: Das rote Jahrzehnt. Unsere kleine deutsche Kulturrevolution 1967–1977. Kiepenheuer & Witsch Verlag, Köln 2001, ISBN 978-3-462-02985-7.
Butz Peters: Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF. Argon-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-87024-673-1.
Willi Winkler: Die Geschichte der RAF. Rowohlt Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-87134-510-5 (Rezension von N. Büchse).
Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Die RAF und der linke Terrorismus. 2 Bände. Edition Hamburg, Hamburg 2006, ISBN 3-936096-65-1 (Rezension von A. Vowinckel).
Bernd Rabehl: Linke Gewalt. Der kurze Weg zur RAF. Edition Antaios, Schnellroda 2007, ISBN 978-3-935063-72-2.
Nicole Colin, Beatrice de Graaf, Jacco Pekelder, Joachim Umlauf (Hrsg.): Der „Deutsche Herbst“ und die RAF in Politik, Medien und Kunst. Nationale und internationale Perspektiven. transcript, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89942-963-3.
Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex. Hoffmann & Campe Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-455-50029-5.
Ulf G. Stuberger: Die Akte RAF – Taten und Motive. Täter und Opfer. Herbig-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7766-2554-7.
Michael Sontheimer: Natürlich kann geschossen werden. Eine kurze Geschichte der Roten Armee Fraktion. Deutsche Verlagsanstalt, München 2010, ISBN 978-3-421-04470-9.
Sammlungen von Schriften der RAF
Internationales Komitee zur Verteidigung politischer Gefangener in Westeuropa (ivk) – Sektion BRD, Stuttgart (Hrsg.): texte: der RAF. Verlag Bo Cavefors, Lund, Dezember 1977, ISBN 91-504-0685-X.
Pieter Bakker Schut: Das Info. Briefe der Gefangenen aus der RAF 1973–1977. Dokumente (Stammheim). Neuer Malik Verlag, Kiel 1987, ISBN 3-89029-019-1.
Christiane Schneider (Hrsg.): Ausgewählte Dokumente der Zeitgeschichte: Bundesrepublik Deutschland (BRD) – Rote Armee Fraktion (RAF). Verlagsgesellschaft Politische Berichte, Köln 1987, ISBN 3-926922-00-1.
ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte/Amsterdam (Hrsg.): „wir haben mehr fragen als antworten“. RAF. diskussionen 1992–1994. Edition ID-Archiv, Berlin und Amsterdam 1995, ISBN 3-89408-044-2.
Martin Hoffmann (Hrsg.) Rote Armee Fraktion. Texte und Materialien zur Geschichte der RAF. ID-Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-89408-065-5 (als PDF; 1,5 MB) (als HTML).

Zu Einzelaspekten

Amnesty International (Hrsg.): Amnesty Internationals Arbeit zu den Haftbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland für Personen, die politisch motivierter Verbrechen verdächtigt werden oder wegen solcher Verbrechen verurteilt sind: Isolation und Isolationshaft. amnesty international publications, Bonn 1980
Angriff auf das Herz des Staates. Soziale Entwicklung und Terrorismus. Analysen von Henner Hess, Martin Moerings, Dieter Paas, Sebastian Scheerer und Heinz Steinert. 2 Bände. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-518-11490-5 und ISBN 3-518-11491-3
Karl-Heinz Weidenhammer: Selbstmord oder Mord? Das Todesermittlungsverfahren: Baader, Ensslin, Raspe. Malik Verlag, Kiel 1988, ISBN 3-89029-033-7 (als PDF)
Uta Demes: Die Binnenstruktur der RAF. Divergenz zwischen postulierter und tatsächlicher Gruppenrealität. Waxmann Verlag, Münster/New York/München/Berlin 1994. ISBN 3-89325-248-7
Pieter Bakker Schut (Hrsg.): Todesschüsse, Isolationshaft, Eingriffe ins Verteidigungsrecht. Verlag Rote Säge, Berlin 1995, ISBN 3-931591-00-X
Pieter Bakker Schut: 20 Jahre Stammheim – Die notwendige Korrektur der herrschenden Meinung. Pahl-Rugenstein Verlag, Bonn 1997, ISBN 3-89144-247-5 [20072, ISBN 978-3-89144-247-0; Erstausgabe: Stammheim. Der Prozess gegen die Rote Armee Fraktion. Neuer Malik Verlag, Kiel 1986, ISBN 3-89029-010-8; als broschierte Sonderausgabe: Neuer Malik Verlag, Kiel 1989, ISBN 3-89029-055-8]; (Rezension von Klaus Croissant)
Tobias Wunschik: Baader-Meinhofs Kinder. Die zweite Generation der RAF. Westdeutscher Verlag, Opladen 1997 ISBN 3-531-13088-9
Alexander Straßner: Die dritte Generation der RAF. Entstehung, Struktur, Funktionslogik und Zerfall einer terroristischen Organisation. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-531-14114-7
Klaus Weinhauer/Jörg Requate/Heinz-Gerhard Haupt (Hrsg.):Terrorismus in der Bundesrepublik: Medien, Staat und Subkulturen in den 1970er Jahren. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-593-38037-7
Ulf G. Stuberger: In der Strafsache gegen Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Jan-Carl Raspe, Ulrike Meinhof wegen Mordes u. a. – Dokumente aus dem Prozess. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg, 20072, ISBN 978-3-434-50607-2 (Erstauflage: Syndikat Buchgesellschaft, Frankfurt am Main 1977)
Ulf G. Stuberger: Die Tage von Stammheim – Als Augenzeuge beim RAF-Prozess. Herbig-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-7766-2528-8
Hanno Balz: Von Terroristen, Sympathisanten und dem starken Staat: Die öffentliche Debatte über die RAF in den 70er Jahren. Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-593-38723-9
Andreas Elter: Propaganda der Tat: Die RAF und die Medien, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008. ISBN 978-3-518-12514-4
Christopher Tenfelde: Die Rote Armee Fraktion und die Strafjustiz. Anti-Terror-Gesetze und ihre Umsetzung im Stammheim-Prozess. Jonscher Verlag, Osnabrück 2009, zugl. Diss. Hannover 2009, ISBN 978-3-9811399-3-8.
Martin Kowalski: „Aber ich will etwas getan haben dagegen!“ – Die RAF als postfaschistisches Phänomen. Vergangenheitsverlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-940621-20-7.
Johannes Hürter: Rekruten für die „Stadtguerilla“. Die Suche der RAF nach einer personellen Basis, in: Rüdiger Bergien/Ralf Pröve (Hrsg.): Spießer, Patrioten, Revolutionäre. Militärische Mobilisierung und gesellschaftliche Ordnung in der Neuzeit, Göttingen 2010, S. 305-322. ISBN 978-3-89971-723-5
Julia Albrecht und Corinna Ponto: Patentöchter: Im Schatten der RAF – ein Dialog.[47] Kiepenheuer & Witsch, 2011, ISBN 978-3-462-04277-1.

In der Belletristik und bildenden Kunst

André Müller sen.: Am Rubikon. Die schaudervollen Vorkommnisse in der Kommune V. Weltkreis Verlag, Dortmund 1987, ISBN 3-88142-401-6; 2. veränderte Auflage: VAT Thiele, Mainz 2008, ISBN 978-3-940884-03-9
18. Oktober 1977 (Gemäldezyklus, 1988), von Gerhard Richter, Sammlung des Museum of Modern Art.
Katalog: Gerhard Richter: 18. Oktober 1977. Museum Haus Esters Krefeld. Portikus Frankfurt am Main. Mit Beiträgen von Stefan Germer und Gerhard Storck. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 1989
Thomas Hoeps: Arbeit am Widerspruch. ‚Terrorismus‘ in deutschen Romanen und Erzählungen (1837–1992). Thelem-Verlag, Dresden 2001, ISBN 3-933592-24-0 (Zugl. Dissertation, Universität Dresden 2000)
Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF. Ausstellung, kontrovers diskutierte Ausstellung mit Werken von 50 Künstlern, die von Ende Januar bis Mitte Mai 2005 in den Kunst-Werken Berlin zu sehen war (zur Diskussion siehe u. a. Wikinews-Artikel).
Katalog: Klaus Biesenbach (Hrsg.): Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung. 2 Bände. Steidl Verlag Göttingen/KW Institute for Contemporary Art, Kunst-Werke Berlin e. V., Berlin 2005, ISBN 3-86521-102-X
Alban Lefranc: Des foules, des bouches, des armes. Editions Léo Scheer, Melville 2006, ISBN 2-915341-38-9, Roman über Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Bernward Vesper und die Entstehung der RAF, (Interview über den Roman mit RFI Deutschland; MP3; 5,9 MB)
Thomas Hecken: Avantgarde und Terrorismus. transcript Verlag, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-89942-500-0
Bernhard Schlink: Das Wochenende. Diogenes, 2008, ISBN 978-3-257-06633-3
Alban Lefranc: Angriffe: Fassbinder. Vesper. Nico. Blumenbar Verlag, München 2008. ISBN 978-3-936738-43-8 ; „Angriffe“ auf der Webseite von Blumenbar

Weblinks

SWR.de zur Geschichte der RAF
WDR: Dossier: Deutscher Herbst 1977 (weiterführenden Informationen, Fotos und Filmmaterial zum Kulminationspunkt der RAF-Geschichte im Herbst 1977)
Tondokumente von den RAF-Prozessen. Von SWR2 veröffentlichte O-Töne von Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe
Bundeszentrale für Politische Bildung: Texte zur Geschichte der RAF
Informationen zu Rote Armee Fraktion im BAM-Portal
Recherchen zur RAF, DDR, Stasi und der Wehrsportgruppe Hoffmann bei SAT1
Rote Armee Fraktion – Dokumente auf labourhistory.net (Originale im Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam.) Zusätzlich: Chronologie und Bibliografie
Bundesarchiv: Die erste Generation der RAF in Stammheim
Der Spiegel, Heft 38, 2006 (18. September 2006): „Das letzte Kapitel
Das Konzept Stadtguerilla und Anmerkungen

* Das Logo der Rote Armee Fraktion (RAF) zeigt die Buchstaben vor einem roten Stern (ähnlich dem Symbol der Roten Armee der Sowjetunion) und einer Maschinenpistole Heckler & Koch MP5. Es wird manchmal gefragt, warum die Waffe in dem Logo ein gerades Magazin hat, während die meisten heutigen Bilder der MP5 ein gebogenes Magazin zeigen. Dies liegt daran, dass die MP5 bis 1976 tatsächlich ein gerades Magazin hatte, erst danach wurde es aus technischen Gründen durch ein gebogenes ersetzt. Der Logo-Zeichner, ein junger Grafikstudent, wusste vermutlich nicht, dass diese Waffe die Standard-MP der deutschen Polizei war (und bis heute ist).

Zurück zur aktuellen Top-50-Buchperlen – Auswahl