Das wortreiche deutsche Schweigen von Peter Ambros. In „Das wortreiche deutsche Schweigen“ demontiert Peter Ambros die Gedenkkultur in unserer Gesellschaft

Das wortreiche deutsche Schweigen von Peter Ambros
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Literaturbibliothek
Argument Verlag
ISBN 978-3-88619-492-6
Gebunden, 192 Seiten, 18 Euro
Ab 26. Juni im Handel
Argument Verlag
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In „Das wortreiche deutsche Schweigen“ demontiert Peter Ambros die Gedenkkultur in unserer Gesellschaft.

Das wortreiche deutsche Schweigen

Das wortreiche deutsche Schweigen

Forsch und leidenschaftlich konfrontiert er mit kritisch-wachem Blick die Widersprüche und die teils absurden Antisemitismusdiskurse in der politischen Kultur Deutschlands. Peter Ambros, jahrelang Pressesprecher der Jüdischen Gemeinde in Berlin, nimmt die Gedenkkultur in Deutschland unter die Lupe. Dabei seziert er Widersprüche in der politischen Kultur, der intellektuellen Kultur und den Antisemitismusdiskursen unserer Gesellschaft und fordert energisch zum Quer- und Selberdenken auf. Die auf dem politischen Parkett gern eingeforderte Kollektivscham geißelt er als so sinn- wie folgenlos: „Gerade in den berechtigten Fällen kommt die Scham anstelle der Taten.“

Peter Ambros arbeitet sich mit Weitblick und Humor aus einer betont persönlichen Perspektive an verschiedenen solchen Fällen ab, z.B. Der Fall Walser, Der Kniefall von Warschau, Der Fall der Mauer und Der Fall Lea Rosh. Ein aktuelles Opfer des „wortreichen deutschen Schweigens“ ist auch Günter Grass, dem das Nachwort gewidmet ist.

Peter Ambros lehnt sich vehement gegen allgemeine und pauschale Schuldbekenntnisse auf und belegt an zahlreichen Beispielen, zu welch absurden Konsequenzen der in Deutschland vorherrschende oberflächliche und ritualisierte Umgang mit dem Thema führt. „Ich glaube, dass wir anfangen sollten zu reden. Laut und kompromisslos. Zu reden über den Nationalsozialistischen Untergrund und den Schuldanteil an dessen Morden, den der Verfassungsschutz trägt. Über die Prozentzahlen der NPD-Wähler in kleinen sächsischen oder thüringischen Städten. Über das Verhältnis zwischen diesen Prozentzahlen und dem Werk der Treuhand bei der Vernichtung der Wirtschaftsinfrastrukturen in den neuen Bundesländern. Und ich glaube, dass wir anfangen sollten zu denken. Mit dem Gedenken sollten wir besser aufhören.“

Demontage der deutschen Gedenkkultur
Letzten Monat hatten wir bundesweites Gedenken an die Bücherverbrennung.

Vor 2 Wochen wurde der Opfer des Brandanschlags von Solingen gedacht.

Gestern eröffnete der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die neue Ausstellung in Auschwitz (deutsche Regierungsvertreter waren laut Presseberichten übrigens mal nicht anwesend). Wir haben Gedenkstätten, Gedenkfeiern, Gedenkgottesdienste.

Und was folgt daraus?

DENKEN STATT GEDENKEN fordert Peter Ambros, ehemaliger Pressesprecher der Jüdischen Gemeinde Berlin. In seinem am 26. Juni erscheinenden Buch DAS WORTREICHE DEUTSCHE SCHWEIGEN nimmt der Publizist die deutsche Gedenkkultur unter die Lupe. Die auf dem politischen Parkett gern geforderte Kollektivscham geißelt er als so sinn- wie folgenlos: „Gerade in den berechtigten Fällen kommt die Scham anstelle der Taten.“

Essayistisch beleuchtet er Widersprüche in der politischen Kultur, in intellektuellen Debatten und Antisemitismusdiskursen unserer Gesellschaft. Ambros plädiert gegen pauschale Schuldbekenntnisse, er belegt an Beispielen, wie oberflächliche, ritualisierte „Vergangenheitsbewältigung“ oft zu absurden Konsequenzen führt, und fordert energisch zum Quer- und Selberdenken auf.

Peter Ambros
Das wortreiche deutsche Schweigen

Inhalt

Ich rechne ab
Der Fall Walser
Die Stunde Null
Der Fall Lea Rosh
Der Kniefall von Warschau
Der Fall Nachmann
Der Fall der Mauer
Der Fall Mahnmal
Der Fall Historikerstreit
Der Fall Staat Israel
Der Fall Herzog
Der Fall Adorno

Lehren aus der Vergangenheit?
Ein Guckloch in meinen Hinterhof oder Anleitung zur Therapie

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