Stadtlust: Vom Glück, in der Großstadt zu leben von Barbara Schaefer und Katja Trippel. In diesem Roman wird die Landlust-Illusion brutal enttarnt. Neun Gründe für das Leben in der Großstadt …

Cities make us richer, smarter, greener,
healthier, and happier.
Städte machen uns reicher, klüger, grüner,
gesünder und glücklicher.
Edward Glaeser

Stadtlust: Vom Glück, in der Großstadt zu leben von Barbara Schaefer und Katja Trippel
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Blanvalet Verlag
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Die Landlust-Illusion enttarnt

Stadtlust:Vom Glück, in der Großstadt zu leben

Stadtlust: Vom Glück, in der Großstadt zu leben

Draußen auf dem Land, zwischen Rüben und Rhododendren, ist die Welt eine bessere? Von wegen! Nur die Stadt bietet angesagte Kneipen und Kinderkrippen, Jobs und Junkfood ebenso wie Biogemüse, Bus und Bahn und Bibliotheken. Mögen uns noch so bunte Hochglanzmagazine in Millionenauflage ein Landidyll vorgaukeln – die Realität sieht anders aus: von Vielfalt und Flexibilität keine Spur.

Barbara Schaefer und Katja Trippel lieben das urbane Gewusel so sehr wie die stille Parkbank. Sie wohnen mittendrin – und sie singen das Hohelied auf ein Leben in der Stadt.

Buch-Intro

Stadtlust statt Landlust!
Stadtlust!
Neun Gründe für das Leben in der Großstadt

Kapitel 1
Urban Gardening: Die neue Lust an dreckigen Fingernägeln
Urban Gardening weltweit
Meine Stadt und ich, Freiburg

Kapitel 2
Nestflüchter, Nestbauer: Wohn- und Lebensformen für Alt und Jung
Nicht nur quadratisch, praktisch, gut: wohnen …
Alternatives Wohnen für Senioren
Meine Stadt und ich, Nürnberg

Kapitel 3
Lust und Liebe: Urbane Partnersuche statt Bauer sucht Frau
Flirten urban: Romantische Plätze in der Stadt
Meine Stadt und ich, Hamburg

Kapitel 4
Kindheit, Schule, Karriere: App-Designer statt Kfz-Mechaniker
Lange Wege: Das wahre Leben der Landkinder
Unsere Stadt und wir, Hamburg

Kapitel 5
Großstadt-Safari: Die echten Hotspots der Artenvielfalt
Tipps des Naturfotografen Florian Möllers
Meine Stadt und ich, Frankfurt a. M.

Kapitel 6
Stadtluft macht frei – und schafft Kultur
Es werde Stadt
Meine Stadt und ich, Leipzig

Kapitel 7
Von Ärzte wahl bis Schwimmhalle: Gesundheit in der Stadt
Ärztliche Versorgung in Deutschland
Meine Stadt und ich, Dresden

Kapitel 8
Multikulti contra Einheitsgesellschaft: Städte lehren Toleranz
Die echte deutsche Küche 199
Einwanderung 215
Fußball 221
Meine Stadt und ich, Berlin

Kapitel 9
Klimaretter: Das Ökopotenzial der Metropolen
Die wichtigsten Fakten über den Klimawandel
Klimaschutz Best Practice
Meine Stadt und ich, Köln

Extro
Wir bleiben in der Stadt!

Leseprobe

Landlust, Landliebe, Land hin oder her – wir lieben die Stadt. Sollen doch die anderen rausziehen und glücklich werden mit ihren Gummistiefeln, ihren Karotten und den neuen Nachbarn mit dem schönen Carport. Wir sind Großstädterinnen aus Überzeugung – und wir werden es bleiben. Denn wer rauszieht, ist raus.

Wir sind reingezogen. Kaum erwachsen, haben wir die Provinz verlassen. Bei der ersten Großstadt blieb es nicht. Die eine (Katja Trippel) zog über Paris und Hamburg nach Berlin, die andere (Barbara Schaefer) über München und Stuttgart an die Spree. Das Hohelied der Landlust – singt es ohne uns. Die Landliebe ist uns als Joghurt genug.

Eine Million Leser folgen alle zwei Monate der Landlust zu weltbewegenden Themen wie »Schnittlauch«, »Sommersalate«, »Starke Pferde«. Und Landlust-TV – »Die schönsten Seiten des Landlebens« – beackert Themen wie »Blütenpotpourri«, »Ernte anno dazumal« und »Idyllische Hofgeschichten«. Da ist es, das verräterische Wort: Idylle.

Was soll dieser Rückzug in Fluchtoasen? Die Landromantik, die biedermeierliche Gemütlichkeit? Diese Verrüschung und Verniedlichung, diese Stickdeckchenverspießerung? Diese Sucht, einfaches Leben nachzuspielen?

Die Idee dahinter ist noch nicht mal neu, auch wenn gerade jetzt, im 21. Jahrhundert, sich dazu Bücher stapeln…

Journalistin Barbara Schaefer hat Theaterwissenschaften studiert und liebt das Reisen. Ihre Reisebücher und Reportagen für BRIGITTE, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Süddeutsche Zeitung u. a. führten sie nach New York und Shanghai, nach Kuba und Kärnten, Süditalien und Nordnorwegen. Nach Stationen in München und in Stuttgart lebt sie inzwischen in Berlin.

Katja Trippel studierte Geografie und besuchte die Hamburger Journalistenschule. Als GEO-Redakteurin schreibt sie über Wälder oder Perlenzucht, für einen Report zur Überfischung der Weltmeere erhielt sie 2008 den Henri-Nannen-Preis. Für ihre Reportagen reiste sie ins Allgäu und nach Kamerun, nach Paris, Marseille und Mayotte. Sie lebt in Berlin und Hamburg.

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