Volkach und seine Ortsteile von Christa Volk und Ute Feuerbach. Special: Volkach: Wein-, Wander- und Kultur-Tourismus. Gasthöfe, Restaurants, Weinstuben und Hotels in Volkach – ein Webprojekt …

Volkach ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Volkach. Die Stadt am Main liegt im mainfränkischen Weinanbaugebiet. Die nächsten größeren Städte sind Schweinfurt, 20 Kilometer entfernt, sowie Würzburg mit einer Entfernung von 22 Kilometern.

Volkach, Rathaus am Marktplatz

Volkach, Rathaus am Marktplatz

wikipedia: Volkach liegt an der Mainschleife, der größten Flussmäanderlandschaft in Bayern. Die Region ist geprägt von steilen Prallhängen und flachen Gleithängen, die besonders gut für den Weinbau genutzt werden können. Diese Nutzung durch den Menschen hat die Landschaft stark verändert. Dennoch ist die erdgeschichtliche Vergangenheit weiterhin gut sichtbar. Die Eintiefung des Mains in sein heutiges Bett erfolgte vor allem im Pleistozän, die Flussmäander vertieften sich und ließen die beiden Hangtypen entstehen. Durch Erosion verschärft sich dieser Vorgang auch in Zukunft. Dadurch schneiden die Flussläufe immer tiefer in den Berg der Vogelsburg und lassen so einen Durchbruchsberg entstehen.

Volkach liegt in der Maingauklimazone, die zu den trockensten und wärmsten Deutschlands zählt. Dies ist auch ein Grund für den Weinanbau in der Region. Klimaerhebungen für Volkach werden in der Wetterwarte in Würzburg erhoben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke im Stadtkern

Volkach besitzt eine geschlossene Altstadt mit zwei Stadttoren. Oberes und Unteres Tor gehen auf das 13. Jahrhundert zurück; beide Türme wurden unter Julius Echter von Mespelbrunn im 16. Jahrhundert erweitert.

Das Obere Tor heißt auch Sommeracher Tor (Diebenturm), das untere auch Gaibacher Tor (Krakenturm).

Innerhalb der Stadtmauern sind folgende Bauwerke bemerkenswert

Die 1413–1512 entstandene katholische Stadtkirche St. Bartholomäus mit Renaissance-Taufstein von 1559, Barockaltären und Rokoko-Stuck geht auf einen älteren Vorgängerbau zurück, von dem wenig bekannt ist. Der bestehende Bau geht zurück auf Meister Friedrich Reuß, den Steinmetzen. Meister der barocken Innenausstattung des 18. Jahrhunderts sind Nikolaus Huber, Johann Michael Wolcker und andere Maler und Bildhauer der Region.
Das Volkacher Renaissance-Rathaus ist ein Gebäude aus dem Jahr 1544; charakteristisch für den fränkischen Stil ist über dem Sockelgeschoss, in dem die Händler ihre Waren feilboten, eine doppelläufige Außentreppe, die zum Ratssaal führte. In Volkach mündet er – ähnlich wie in der nicht weit entfernten Stadt Dettelbach – in einen mit Fachwerk verzierten Erker. Verwandt ist die Architektur mit anderen fränkischen Rathäusern, beispielsweise in Ochsenfurt und in Karlstadt.
Den Marktplatz zeichnet neben dem Rathaus ein Brunnen mit einer Maria Immaculata aus dem Jahr 1480 aus. Ein bemerkenswertes Fachwerkhaus an der Ecke zur Hauptstraße, heute ein familiengeführtes Hotel, war seit dem 16. Jahrhundert Handwerkerhaus, Schmiede und Färberei.
Der Echterhof (benannt nach Fürstbischof Valentin Echter) in der Hauptstraße war das fürstbischöfliche Amtshaus und wurde 1605 errichtet. Als dieser Zweig der Familie Echter ausstarb, wurde es 1698 Spital, worauf Spitalgasse, der Name der Seitenstraße, hinweist. Im 19. Jahrhundert wurde es königlich-bayerisches Amtsgericht. Es ist heute ein Hotel der gehobenen Klasse.
Der ehemalige Zehnthof mit seinem typischen Giebel war ursprünglich im Besitz des Würzburger Domkapitels, im 19. Jahrhundert königlich-bayerisches Rentamt.
Die alte Amtskellerei in der Hauptstraße ist ein Gebäude aus dem ausgehenden Barock und wurde im 19. Jahrhundert von der königlich-bayerischen Post genutzt.
Das Schelfenhaus (heute Stadtbibliothek) in einer Seitengasse der Hauptstraße ist ein barockes Stadtpalais des Handelsmanns und Ratsherren Johann Georg Adam Schelf von 1719/20 mit reich verzierter Straßenfront und mehreren Sälen mit prächtigem Deckenstuck und Deckengemälden.
Eine Reihe von Wirtschaftsgebäuden in Fachwerk mit Hinterhöfen ist erhalten. In ihnen befinden sich heute Weingüter und gastronomische Einrichtungen. Es gibt Schankhöfe, die bereits das Volkacher Salbuch erwähnt und in denen sich immer noch Gaststätten befinden.
Das Städtische Museum befindet sich in einer 2003 umgebauten Scheune aus dem 18. Jahrhundert (so genannte Barockscheune). Das Stadtarchiv beherbergt das Volkacher Salbuch als seinen größten Schatz. Ein Faksimile ist erhältlich und auch eine Online-Version zugänglich.
Die heute evangelische Kirche St. Michael vor den Mauern befindet sich, wie der Name sagt, außerhalb des Stadtkerns vor dem Sommeracher Tor. Über dem Portal ist ein Marienkrönungsrelief angebracht. Das ursprüngliche Kirchenpatronat St. Maria von 1420 wurde 1739 geändert.

Bauwerke außerhalb der Stadt Volkach

Die im 14. und 15. Jahrhundert erbaute Wallfahrtskirche Maria im Weingarten beherbergt mit der 1521–1524 entstandenen Maria im Rosenkranz eines der bedeutendsten Holzbildwerke Tilman Riemenschneiders. Das eigentliche Gnadenbild und Ziel der Wallfahrer ist eine Pietà aus dem späten 14. Jahrhundert.
Auf dem Vogelsberg, drei Kilometer von Volkach entfernt an der Straße Richtung Würzburg, liegt das 1282 gegründete Kloster Vogelsburg.
Im Ortsteil Astheim befindet sich die 1409 gegründete und 1803 durch die Säkularisierung aufgelöste Kartause Marienbrück, von der die 1603–1609 errichtete Kirche und das alte Priorat mit der Johanneskapelle von 1583 erhalten sind.
Auf dem Hallburger Schlossberg an der Volkacher Mainschleife ist der Bergfried der Burg Hallburg weithin zu sehen.

Regelmäßige Veranstaltungen in Volkach

Aufgrund der touristischen Attraktivität der Stadt gibt es in Volkach sehr viele Feste und Veranstaltungen. In jedem Quartal richtet die Stadt Volkach einen Markt aus, welcher entlang der Hauptstraße und im Stadtpark stattfindet. Angeboten werden regionale Produkte, aber auch Trödel. Regelmäßig finden auf dem Marktplatz auch Konzerte der Stadtkapelle Volkach statt. Eine festliche Institution ist auch das Volkacher Weinfest, welches seit 1949 immer im August ausgerichtet wird. Die Ortsteile Volkachs feiern im Sommer ebenso Weinfeste, sodass jedes Wochenende mindestens ein Fest besucht werden kann. Neben dem Weinfest hat sich in Volkach seit einigen Jahren die Volkacher Lebensart etabliert. Winzerhöfe öffnen ihre Pforten und Bands spielen in der gesamten Innenstadt.

Öffentliche Einrichtungen

Volkach ist Sitz der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e. V.. Diese literarische Gesellschaft vergibt alljährlich im November einen Großen Preis und einen Volkacher Taler sowie das Buch des Monats von jeweils drei Neuerscheinungen aus den Bereichen Bilder-, Kinder- und Jugendbuch.

Buchhinweis

Volkach und seine Ortsteile

Volkach und seine Ortsteile

Volkach und seine Ortsteile von Christa Volk und Ute Feuerbach
Broschiert: 127 Seiten
Sutton Verlag

Rezension

Der Buchtitel erweckt den Eindruck das es beim Bildmaterial vorrangig um Volkach geht, weshalb ich mir dieses Buch bei Amazon bestellt habe. Bedauerlicher Weise geht es nur einen Bruchteil um Volkach. Das ist mir zu wenig. Jeder einzelne Ortsteile nimmt in etwa den selben Platz wie Volkach ein. Das ist im Bezug auf die Wertstellung und Wertschätzung jeden Ortsteiles gut und angemessen. Aber in diesem Falle finde ich es besser für jeden Ort einen eigenen Bildband aufzulegen. Dadurch, das versucht wird, alle Ortsteile mit Bildmaterial abzudecken sind relativ wenig Bilder der einzelnen Orte zu finden. Ansonsten ist es immer wieder nett, ein „Zeitdokument“ in Bilder aus der alten Heimat in Händen zu halten. Rudi, Amazon

Das Buch Volkach und seine Ortsteile ist insgesamt gesehen zu teuer – wie übrigens auch ein Restaurantbesuch in der Stadt Volkach. Keine besonderen gastronomischen Leistungen aber eine hohe Preisgestaltung scheint in Volkach üblich zu sein. Ich empfehle, einen gastronomischen Betrieb außerhalb Volkachs zu besuchen. Dr. Stephen, München

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Volkach: Hochwasser im Juni 2013. Mainbrücke nach Astheim. Weinfestplatz in Volkach unter Wasser. Alte Obervolkacher Strasse in Volkach „Land unter“, Hochwasser Juni 2013.

Volkach: Hochwasser im Juni 2013

Volkach: Hochwasser im Juni 2013

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