Meine Waffe ist das Wort von Nelson Mandela. Mit einem Vorwort von Desmond Tutu. 18. Juli 2013: 95. Geburtstag von Nelson Mandela …

„Diese Sammlung beeindruckender Zitate ist dazu gedacht, das Gefängnis des Todes zu überwinden. Sie soll künftigen Generationen ermöglichen, sich von Nelson Mandelas mutigen Beispiel inspirieren zu lassen, und so ist dies Mandelas Testament für die Zukunft.“ Desmond Tutu

Meine Waffe ist das Wort von Nelson Mandela
Mit einem Vorwort von Desmond Tutu
Originaltitel: Nelson Mandela: Notes to the Future
Originalverlag: Curtis Brown ltd., London
Aus dem Englischen von Elisabeth Liebl
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
Kösel Verlag
Weitere Ausgabearten: » eBook
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Meine Waffe ist das Wort

Meine Waffe ist das Wort

Der Rezensionist vergibt 6 von 6 Sternchen für das Buch Meine Waffe ist das Wort: Mit einem Vorwort von Desmond Tutu von Nelson Mandela. Immer wieder Lesenswert sind seine Zitate und bislang unveröffentlichte Texte.

Das Buch ist eine Sammlung der beeindruckendsten und historisch bedeutsamsten Zitate von Nelson Mandela. Die über 300 Zitate stammen exklusiv aus dem persönlichen Mandela-Archiv und wurden über 60 Jahre lang gesammelt. Ein inspirierendes, bewegendes Buch, das zum Nachdenken anregt.

In den universellen und zutiefst persönlichen Zitaten erkennt man Mandelas Sinn für Humor, seine Einsamkeit und Verzweiflung, seine Gedanken und den zögernden Menschen, der keine andere Wahl hatte, als sich der Geschichte zu stellen. Ergänzt wird diese einzigartige Sammlung mit der großen Dankesrede Mandelas zur Verleihung des Friedensnobelpreises aus dem Jahr 1993.

Nelson Mandela wurde am 18. Juli 1918 in der Nähe von Umtata (ehemalige Haupstadt des Homeland Transkei) in Südafrikas geboren und starb am 5. Dezember 2013 in Johannesburg. Er besuchte die Universität von Fort-Hare, von der er wegen Beteiligung an einer Studentendemonstration verwiesen wurde. Danach immatrikulierte er sich an der Witwatersrand-Universität, wo er 1942 sein Jurastudium abschloss. 1944 trat er dem ANC (African National Congress) bei. Als die Nationale Partei 1948 an die Macht kam, sprachen sich Mandela und der ANC gegen ihre rassistische Apartheidpolitik aus. 1956 wurde Mandela verhaftet und des Hochverrats angeklagt, fünf Jahre später jedoch freigesprochen. Danach engagierte er sich in einer militärischen Widerstandsorganisation.

1962 wurde er abermals zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt. 1963 wurde Anklage wegen Sabotage, Verrat und Verschwörung gegen ihn und andere politische Führer erhoben. Die Anklage endete für Mandela im Jahr 1964 mit der Verurteilung zu lebenslanger Haft. Erst 1990, nach 27 Jahren im Gefängnis, wurde Nelson Mandela aus der Haft entlassen. Ein Jahr später wurder bereits zum Präsidenten des ANC gewählt. In dieser Zeit leitete er einen Prozess zur Beendigung der Apartheid ein, wofür er 1993 (zusammen mit Frederik De Klerk) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. 1994 erlebte Südafrika seine ersten demokratischen Wahlen und Nelson Mandela wurde am 9. Mai der erste schwarze Präsident der neuen „Rainbow Nation“. Er blieb bis 1999 im Amt.

() Als Staatschef und Präsident des ANC (bis Dezember 1997) leitete Mandela die Umgestaltung des Staates und der Gesellschaft weg von der Apartheid und der Minderheitenherrschaft. Er gewann internationalen Respekt für sein Eintreten für nationale und internationale Versöhnung. Dennoch waren radikalere Gruppen über das Ausmaß der in seiner Amtszeit erreichten sozialen Verbesserungen enttäuscht, vor allem über das Unvermögen der Regierung, die AIDS-Krise in den Griff zu bekommen.

Während seiner Regierungszeit wurden zahlreiche Gesetze der Apartheidszeit widerrufen. Armee und Polizei wurden als South African National Defence Force und South African Police Service neugegründet. Kinder unter sechs Jahren, schwangere und stillende Mütter erhielten eine kostenlose Gesundheitsfürsorge; 1996 wurde die „Primäre Gesundheitsfürsorge“ für alle Südafrikaner kostenfrei. Im Februar 1996 begann die Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) unter Desmond Tutu mit der Aufarbeitung der Geschehnisse zur Zeit der Apartheid. Im selben Jahr wurde eine neue Verfassung verabschiedet. Die Haushalte von rund zwei Millionen Menschen wurden an das Stromnetz angeschlossen, drei Millionen erhielten einen Wasseranschluss, 750.000 Häuser wurden neu gebaut.[20] Mit dem Land Restitution Act of 1994 und dem Land Reform Act 3 of 1996 wurden Schritte zu einer Landreform unternommen.

Mandela bezeichnete Politiker wie Fidel Castro und Muammar al-Gaddafi als „Kampfgenossen“ (comrades in arms). Castro hatte sich für Freiheitsbewegungen in Angola und Namibia engagiert und damit das Apartheidregime in Südafrika geschwächt. Am internationalen Tag der Solidarität mit dem Palästinensischen Volk am 4. Dezember 1997 in Pretoria sprach Mandela sich mit einem Grußwort für die Rechte der Palästinenser aus: „Wir wissen nur zu gut, dass unsere Freiheit unvollständig ohne die Freiheit der Palästinenser ist“. 1998 entsandte Mandela Soldaten nach Lesotho, um einen Putschversuch gegen die demokratisch gewählte Regierung von Pakalitha Mosisili niederzuschlagen. 1998 bis 1999 war Mandela Präsident der Bewegung der blockfreien Staaten.

Aktivitäten im Ruhestand

Nach dem Ende seiner Präsidentschaft im Juni 1999 betätigte sich Mandela als Anwalt für eine Reihe von sozialen und Menschenrechtsorganisationen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Großkreuz des Bailli, die höchste Auszeichnung des Order of St. John – dem englischen Johanniter-Orden – sowie den Order of Merit durch Königin Elisabeth II. und die Presidential Medal of Freedom durch den damaligen US-Präsident George W. Bush. Am 19. August 1999 wurde die Nelson-Mandela-Stiftung gegründet, die sich der ideellen Fortsetzung seines Lebenswerkes und der Geschichte der Antiapartheitsbewegung widmet.

Anfang 2003 hielt Mandela einige Reden, in denen er George W. Bush und den britischen Premierminister Tony Blair heftig wegen ihrer Irak-Politik kritisierte.

Im Jahr 2003 wurde die Mandela Rhodes Foundation mit dem Sitz in Kapstadt gegründet. Sie dient der Förderung junger afrikanischer Führungskräfte im südlichen Afrika. Die Gründungsinitiative wurde mit einem Festakt unter seiner Beteiligung und in Anwesenheit von Bill Clinton, selbst Rhodes-Stipendiat, und Tony Blair in der Westminster Hall vollzogen.

2007 gründete er zusammen mit Desmond Tutu die Gruppe The Elders, in der rund zehn ältere, angesehene Personen aus verschiedenen Kontinenten vertreten sind, darunter auch Mandelas Frau Graça Machel. Mandela ist das einzige Ehrenmitglied der Elders.

Nachdem Mandela auch nach seinem Rückzug aus der Politik überwiegend in Johannesburg gewohnt hatte, zog er am 14. Juli 2011 dauerhaft in sein Heimatdorf Qunu. Seither wurde er mehrfach in ein Krankenhaus in Pretoria eingeliefert, zuletzt im März sowie Juni 2013 wegen einer Lungenentzündung.

Werke
Als Autor

um 1970: I am Prepared to Die. International Defence and Aid Fund for Southern Africa, London, ohne ISBN
Wofür ich bereit bin zu leben und zu sterben. Mainzer Arbeitskreis Südliches Afrika, Mainz 1973, ohne ISBN
1973: No Easy Walk to Freedom. Heinemann, London, ISBN 0-435-90782-4
Mein Kampf gegen die Apartheid. Goldmann, München 1991, ISBN 3-442-12324-0
1986: The Struggle is my Life. Pathfinder Press, London, ISBN 0-87348-593-9
1994: Long Walk to Freedom. Little, Brown & Company, London, ISBN 0-316-54585-6
Der lange Weg zur Freiheit. S. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-10-047404-X
1996: Nelson Mandela: An Illustrated Biography. Little, Brown & Company, ISBN 0-316-55038-8
2003: From Freedom to the Future. Tributes and Speeches. Jonathan Ball, Johannesburg, ISBN 978-1-86842-157-2
2011: Conversations with Myself. Farrow, Strauss and Giroux, New York City, ISBN 978-1-4299-8839-1
Bekenntnisse. Piper, München 2010, ISBN 978-3-492-05416-4[31] Piper Verlag, München 2010, ISBN 978-3-492-05416-4

Als Herausgeber

2004: Nelson Mandela’s Favorite African Folktales. W. W. Norton & Group, ISBN 978-0-393-32624-6
Meine afrikanischen Lieblingsmärchen. C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-51862-1

Literatur

Anthony Sampson: Nelson Mandela. Die Biographie. DVA, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-05193-3 (Rezension)
Albrecht Hagemann: Nelson Mandela. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2000, ISBN 3-499-50580-0
Maren Gottschalk: Die Morgenröte unserer Freiheit – Die Lebensgeschichte des Nelson Mandela. Beltz & Gelberg, Weinheim 2002, ISBN 978-3-407-74025-0
Jack Lang: Nelson Mandela, Biographie., Patmos Verlag, 2006, ISBN 978-3-538-07222-0
Joel Joffe: Der Staat gegen Mandela. Karl Dietz, Berlin 2007, ISBN 978-3-320-02076-7
M. Nicol: Mandela. Das autorisierte Porträt. Knesebeck, München 2008, ISBN 389-6-60551-8.
Richard Stengel: Mandelas Weg. Liebe, Mut, Verantwortung. Die Weisheit eines Lebens. C. Bertelsmann, München 2010, ISBN 978-3-570-10048-6

Literaturrecherche

Nelson Mandela Biografien

Der lange Weg zur Freiheit – Nelson Mandela

Nelson Mandela Hörbücher und DVDs

Buchperlen-Buchtipp:

Bekenntnisse

Bekenntnisse

Bekenntnisse: Mit einem Vorwort von Barack Obama
Autor: Nelson Mandela
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Nelson Mandela, die Ikone der Freiheitsbewegung Südafrikas, öffnet zum ersten Mal sein privates Archiv: Er zeigt uns die Tagebücher, die ihm während der schwersten Stunden seines Lebens Trost spendeten, die ergreifenden Briefe, die er in der Gefangenschaft an seine Frau Winnie und seine Kinder schrieb; aber auch die Notizen, die er sich später als erster demokratisch gewählter Präsident von Südafrika machte. In diesen bewegenden Zeugnissen wird der Mensch Mandela hinter dem großen Staatsmann und Freiheitskämpfer sichtbar.

Filme über Mandela
Dokumentationen

Freiheit für Nelson Mandela. Dokumentation, Deutschland, Südafrika, 1986, 43 Minuten, Buch und Regie: Ebbo Demant
Angeklagt: Nelson Mandela. Der Rivonia-Prozess. Dokumentation, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Südafrika, 2004, 52 Minuten, Buch und Regie: Pascale Lamche, Produktion: ZDF, Inhaltsangabe von arte
Nelson Mandela. Eine Legende wird 90. Dokumentation, Deutschland, Südafrika, 2008, Buch und Regie: Richard Klug, Produktion: Phoenix, Erstausstrahlung: 13. Juli 2008, Inhaltsangabe von der Frankfurter Rundschau

Spielfilme

Goodbye Bafana. Spielfilm, Belgien, 2007, 140 Minuten, Regie: Bille August, das Drehbuch basiert auf den Memoiren von Mandelas Gefängniswärter
Invictus – Unbezwungen. Spielfilm, USA, 2009, 134 Minuten, Regie: Clint Eastwood, mit Morgan Freeman und Matt Damon
Endgame. Spielfilm, Vereinigtes Königreich, 2009, 101 Minuten, Regie: Pete Travis, mit William Hurt und Chiwetel Ejiofor, über die realen Ereignisse, die zum Ende des Apartheidsystems führten.

Weblinks

Nelson Mandela Foundation (englisch)
Mandela Rhodes Foundation (englisch)
Nelson Mandela Childrens Fund (englisch)
Nelson Mandela Archiv des Google Cultural Institutes (englisch)

Abschied von „Tata Madiba“

Zehntausende Südafrikaner und Staatsgäste aus aller Welt sind in Johannesburg zum Abschied von Nelson Mandela zusammengekommen. Nach Informationen der südafrikanischer Regierung nahmen knapp 100 amtierende und ehemalige Staats- und Regierungschefs an der etwa vierstündigen Zeremonie teil.

Geste am Rand der Trauerfeier:  Barack Obama und der kubanische Präsident Raúl Castro gaben sich in einer historisch noch nie dagewesenen Geste die Hand. Nicht anwesend waren u.a. Angela Merkel (dafür allerdings Joachim Gauck – der elfte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland) und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

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