Über Boxen von Joyce Carol Oates. Der Klassiker übers Boxen von einer der beliebtesten amerikanischen Autorinnen. Mike Tyson: Außer Boxen ist alles so langweilig …

Über Boxen von Joyce Carol Oates
Originaltitel: On Boxing
Aus dem Amerikanischen von Ursula Locke-Groß, Andrea Ott
Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 320 Seiten
Manesse Verlag
(20. Mai 2013)
Weitere Ausgabearten: » eBook
Zum Buch Über Boxen von Joyce Carol Oates mit weiteren Infos und Bestellmöglichkeiten

Der Rezensionist vergibt 5 von 6 Sternchen für das Buch Über Boxen von Joyce Carol Oates.

Über Boxen, 2013

Über Boxen, 2013

Der Klassiker übers Boxen von einer der beliebtesten amerikanischen Autorinnen

Joyce Carol Oates’ Box-Bibel ist seit ihrem ersten Erscheinen 1987 ein Kultbuch

Scharfsinnig geht die Autorin darin dem Faszinosum Boxen auf den Grund und widerlegt so manches Vorurteil. In der um zahlreiche Texte erweiterten Neuausgabe sind Oates’ sämtliche Essays übers Boxen in einem Band vereint.

Der Boxring ist ein Ort bewegender Dramen und unvergesslicher Momente. Die Geschichten der Champions handeln von bemerkenswertem Aufstieg und tiefem Fall, von Durchhaltevermögen und Selbstüberschätzung. Joyce Carol Oates zeichnet einfühlsame Porträts von den berühmten Boxlegenden: von Jack Johnson, der als erster Schwarzer den Weltmeistertitel im Schwergewicht errang. Von Joe Louis, dessen K.-o.-Sieg über den Deutschen Max Schmeling am Vorabend des Zweiten Weltkriegs als historisches Vorzeichen gedeutet wurde. Und von der Ikone Muhammad Ali, deren Strahlkraft bis heute weit über den Sport hinausreicht.

Nebenbei erfährt der Leser Wissenswertes und Kurioses über Ringrichter, Boxhandschuhe und Hollywoodfilme.

Ein unterhaltsames und nachdenkliches Buch, ein absolutes Muss für Kenner wie für Einsteiger!

Inhaltsverzeichnis:

Über Boxen

Mike Tyson

Der grausamste Sport

Muhammad Ali: Der Größte

Im Ring und außerhalb des Rings: Jack Johnson

Der Rächer: Joe Louis gegen Max Schmeling

„Es gibt zahlreiche Schriftsteller, Männer natürlich, die sich fachmännisch über Boxen geäußert haben. Doch der Essay von Joyce Carol Oates ist das Luzideste und vor allem das Kenntnisreichste, was je darüber geschrieben wurde.“ WDR (14.06.2013)

„Eine hohe literarische Punktwertung darf auch die erweiterte Fassung von ‚Über Boxen‘ für sich beanspruchen, da sich die Autorin dem Spektakelsport mit Kühle und Nüchternheit nähert.“ Profil (27.05.2013)

„Joyce Carol Oates ist eine kluge Box-Analystin. Ihre Bewertungen und Einordnungen sind scharfsinnig… Dass die schmächtige Joyce Carol Oates sich mit dieser groben Materie befasst, adelt das Boxen. ‚Über Boxen‘ gewinnt dieser Sportart überaus interessante Aspekte ab und ist auch sonst eine sehr lohnende Lektüre.“ rampstyle (01.06.2013)

Buchperlen Info:

Über Boxen, 1988

Über Boxen, 1988

Über Boxen von Joyce Carol Oates
Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
Manesse-Verlag
(1. März 1988)

«Außer Boxen ist alles so langweilig.» (Mike Tyson)

Dieser Essay entstand während der Arbeit an einem Roman über die McCarthy-Ära, als die großen Boxer der fünfziger Jahre gefeierte Stars waren. Der Aufstieg der Schwarzen und der Einwanderer aus den Ghettos vollzog sich im Ring, „Boxen wurde Amerikas tragisches Theater“, ein getreues Abbild seiner Gesellschaft und für Joyce Carol Oates zugleich eine Metapher der menschlichen Existenz, des Überlebenswillens im Kampf.

«Boxen hat grundsätzlich nichts Spielerisches, nichts Helles, nichts Gefälliges an sich. In seinen intensivsten Momenten ist es ein so ungebrochenes und so machtvolles Bild des Lebens – seiner Schönheit, seiner Verletzlichkeit und Verzweiflung, seines unberechenbaren und oft selbstzerstörerischen Muts – , dass es das Leben selbst ist und kaum ein bloßer Sport…»

Joyce Carol Oates wurde 1938 im US-Bundesstaat New York geboren, studierte Englische Literatur und Philosophie und unterrichtete an den Universitäten von Detroit, Windsor (Kanada) und in Princeton. Sie veröffentlichte bisher über 300 Erzählungen, etwa 40 Romane, Jugendbücher, Lyrik, Theaterstücke und eine Roman-Biographie über Marilyn Monroe und erhielt zahlreiche Preise, u.a. den National Book Award. Die Entmythisierung des «amerikanischen Traums» gehört zu den zentralen Themen ihres Werkes.

wiki: Joyce Carol Oates (* 16. Juni 1938 in Lockport, New York) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Gelegentlich publiziert Oates auch unter den Pseudonymen Rosamond Smith und Lauren Kelly.

Leben und Werk

Oates stammt aus vergleichsweise einfachen Verhältnissen. Ihr Vater war Werkzeugmacher und Farmer. Ihre Schwester Lynn war Autistin und wurde in einem Heim untergebracht.

1956 erhielt Oates ein Stipendium und studierte in Syracuse und an der University of Wisconsin Englisch und Philosophie. Sie erwarb 1960 den Bachelor of Arts und 1961 den Master of Arts. Von 1961 bis 1967 war sie Anglistik-Dozentin an der University of Detroit, von 1967 bis 1978 wirkte sie an der Universität im kanadischen Windsor. Nachdem sie von 1978 bis 1981 als Writer in Residence an der Princeton University (New Jersey) gearbeitet hatte, wurde sie dort 1987 Professorin für Kreatives Schreiben.

Ab 1961 war Joyce Carol Oates mit Raymond J. Smith (1930–2008) verheiratet, der als Professor für Literaturgeschichte in Princeton lehrte. Das Paar hatte keine Kinder. Gemeinsam gaben sie die „Ontario Review of Books“ heraus. Im März 2009 heiratete Oates den Neurowissenschaftler Charles Gross.

Oates publizierte bislang gut 300 Erzählungen und rund 60 Romane, vereinzelt auch Lyrik, Dramen, Essays und Biographisches. In ihrem Werk finden sich sowohl realistisch-sozialkritische Themen (Jene, Foxfire) als auch Fantastisches (Bellefleur, Die Schwestern von Bloodsmoor). Ihre Jugendbücher wie Unter Verdacht und Sexy handeln zumeist vom Erwachsenwerden und den Schwierigkeiten, eine eigene Identität zu finden und sie gegenüber der Umwelt zu verteidigen. Oates gilt als eine der bedeutendsten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur.

Preise

1959: Mademoiselle college fiction award für In the Old World
1967: O.-Henry-Preis für In the Region of Ice
1968: Rosenthal Award, National Institute of Arts and Letters für A Garden of Earthly Delights
1970: National Book Award für them
1973: O.-Henry-Preis für The Dead
1990: Heidemann Award for one-act plays für Tone Clusters (geteilter Preis)
1996: Bram Stoker Award for Superior Achievement in a novel für Zombie
1996: Boston Book Review’s Fisk Fiction Prize für Zombie
2001: Oprah’s Book Club für We Were the Mulvaneys
2005: Prix Femina Etranger für The Falls
2006: Chicago Tribune Literary Prize
2010: National Humanities Medal
2011: World Fantasy Award für Fossil-Figures

Nominierungen

1993: Pulitzer-Preis für Black Water
1995: Pulitzer-Preis für What I Lived For
2001: Pulitzer-Preis für Blonde
2009: Man Booker International Prize
2011: Bram Stoker Award for Superior Achievement in a Fiction Collection für The Corn Maiden and Other Nightmares

Werke
Romane

With Shuddering Fall (1964)
A Garden of Earthly Delights (1967) (dt. Ein Garten irdischer Freuden, 1967)
Expensive People (1968)
them (1969) (dt. Jene, 1975)
Wonderland (1971)
Do with Me What You Will (1973)
The Assassins: A Book of Hours (1975)
Childwold (1976) (dt. Im Dickicht der Kindheit, 1983)
Son of the Morning (1978)
Cybele (1979)
Unholy Loves. The Vanguard Press, New York City 1979 (dt. von Helga Huisgen: Unheilige Liebe. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1979, ISBN 3-421-06173-4).
Bellefleur (1980) (dt. Bellefleur, Deutsche Verlags-Anstalt, München 1982, ISBN 3-421-06106-8).
Angel of Light (1981) (dt. Engel des Lichts, 1984)
A Bloodsmoor Romance (1982) (dt. Die Schwestern von Bloodsmoor, 1982)
Mysteries of Winterthurn (1984)
Solstice (1985) (dt. Im Zeichen der Sonnenwende, 1985)
Marya: A Life (1986) (dt: Marya: Ein Leben, 1986)
You Must Remember This (1987) (dt. Die unsichtbaren Narben, 1992)
American Appetites (1989) (dt. Amerikanische Begierden, 1993)
Because It Is Bitter, and Because It Is My Heart (1990) (dt. Bitterkeit des Herzens, 1990)
Foxfire: Confessions of a Girl Gang (1993) (dt. Foxfire, 1993)
What I Lived For (1994) (dt. Wofür ich gelebt habe, 1997)
Zombie (1995) (dt. Zombie, 1997)
We Were the Mulvaneys (1996) (dt. Wir waren die Mulvaneys, 2003)
Man Crazy (1997)
My Heart Laid Bare (1998)
Broke Heart Blues (1999)
Blonde (2000) (dt. Blond, 2000)
Middle Age: A Romance (2001) (dt. Hudson River, 2003)
I’ll Take You There (2002) (dt. Ausgesetzt, 2007)
The Tattooed Girl (2003)
The Falls (2004) (dt. Niagara, 2007)
Missing Mom (2005) (dt. Du fehlst, 2008)
Black Girl/White Girl (2006)
The Gravedigger’s Daughter (2007) (dt. Geheimnisse, 2010)
The Fair Maiden (2010)
The Accursed (2013)

Romane als „Rosamond Smith“

Lives of the Twins (1987) (dt. Der Andere, 1987)
Soul/Mate (1989) (dt. Dein Tod, mein Leben, 1993)
Nemesis (1990) (dt. Frühlingsopfer, 1990)
Snake Eyes (1992) (dt. Schlangenhaut, 1997)
You Can’t Catch Me (1995) (dt. Komm wenn es dunkel wird, 1996)
Double Delight (1997) (dt. Lockender Engel, 1998)
Starr Bright Will Be With you Soon (1999)
The Barrens (2001) (dt. Die Tote im Moor, 2002)

Romane als „Lauren Kelly“

Take Me, Take Me With You (2003)
The Stolen Heart (2005)
Blood Mask (2006)

Novellen

The Triumph of the Spider Monkey (1976)
I Lock My Door Upon Myself (1990) (dt. Ich schließe mich selbst ein, 2002)
The Rise of Life on Earth (1991) (dt. Zorn des Engels, 1997)
Black Water (1992) (dt. Schwarzes Wasser, 1993)
First Love: A Gothic Tale (1996)
Beasts (2002)
Rape: A Love Story (2003), dt.: Vergewaltigt. Eine Liebesgeschichte

Kurzgeschichtensammlungen

By the North Gate (1963)
Upon the Sweeping Flood And Other Stories (1966)
The Wheel of Love And Other Stories (1970) (dt. Das Rad der Liebe, 1970)
Marriages and Infidelities (1972)
The Goddess and Other Women (1974)
The Hungry Ghosts: Seven Allusive Comedies (1974)
Where Are You Going, Where Have You Been?: Stories of Young America (1974)
The Poisoned Kiss And Other Stories from the Portuguese (1975)
The Seduction & Other Stories (1975)
Crossing the Border: Fifteen Tales (1976) (dt. Grenzüberschreitungen, 1976)
Night-Side (1977)
All the Good People I’ve Left Behind (1979)
A Sentimental Education: Stories (1980)
Last Days: Stories. E. P. Dutton, New York 1984
deutsch: Letzte Tage. Erzählungen. Übersetzt von Eva Bornemann. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1986, ISBN 3-421-06215-3.
Wild Saturday (1984)
Raven’s Wing: Stories (1986)
The Assignation: Stories (1989)
Oates In Exile (1990)
Heat And Other Stories (1991)
Where Is Here? (1992)
Where Are You Going, Where Have You Been?: Selected Early Stories (1993)
Haunted: Tales of the Grotesque (1994) (dt. Das Spukhaus, 1996)
Demon and other tales (1996)
Will You Always Love Me? And Other Stories (1996)
The Collector of Hearts: New Tales of the Grotesque (1998)
Faithless: Tales of Transgression (2001)
I Am No One You Know: Stories (2004)
The Female of the Species: Tales of Mystery and Suspense (2006)
High Lonesome: New & Selected Stories, 1966–2006 (2006)
The Corn Maiden (2011)

Dramen

Miracle Play (1974)
Three Plays (1980)
In Darkest America (1991)
I Stand Before You Naked (1991)
Twelve Plays (1991)
The Perfectionist and Other Plays (1995)
New Plays (1998)
Dr. Magic: Six One Act Plays (2004)

Essays und Memoiren

The Edge of Impossibility: Tragic Forms in Literature (1972)
The Hostile Sun: The Poetry of D.H. Lawrence (1974)
New Heaven, New Earth: The Visionary Experience in Literature (1974)
Contraries: Essays (1981)
The Profane Art: Essays & Reviews (1983)
On Boxing (1987) (dt. Über Boxen, 1987)
(Woman) Writer: Occasions and Opportunities (1988)
George Bellows: American Artist (1995)
Where I’ve Been, And Where I’m Going: Essays, Reviews, and Prose (1999)
The Faith of A Writer: Life, Craft, Art (2003) (dt. Beim Schreiben allein – Handwerk und Kunst, 2006)
Uncensored: Views & (Re)views (2005)
A Widow’s Story. A Memoir (2011)

Gedichtsammlungen

Anonymous Sins & Other Poems (1969)
Love and Its Derangements (1970)
Angel Fire (1973)
The Fabulous Beasts (1975)
Women Whose Lives Are Food, Men Whose Lives Are Money (1978)
Invisible Woman: New and Selected Poems, 1970–1982 (1982)
The Time Traveler (1989)
Tenderness (1996)

Verfilmungen

1985: Bedrohliches Geflüster (Smooth Talk)
1991: Man liebt nur zweimal (Lies of the Twins)
1996: Foxfire
1999: Als wir uns kennen lernten (Getting to know you)
2001: Blond (Blonde)

Literatur

Greg Johnson: Invisible Writer. Dutton Verlag, New York 1998

Zurück zur aktuellen Top-50-Buchperlen – Auswahl

Advertisements