Christina Krüsi: Eine starke Frau – Ein dramatisches Schicksal. Das Paradies war meine Hölle – Als Kind von Missionaren missbraucht. Die Erklärung des Wycliffe-Chefs Hannes Wiesmann …

Das Paradies war meine Hölle – Als Kind von Missionaren missbraucht
„Sie sagten, ich sei eine Auserwählte,
aber ich war nur Freiwild für sie.“

Christina Krüsi: Eine starke Frau – Ein dramatisches Schicksal
Taschenbuch, Knaur TB
01.07.2013, 296 S.
ISBN: 978-3-426-78565-2
Zum Buch Christina Krüsi: Eine starke Frau – Ein dramatisches Schicksal ausführliche Infos, Leseprobe und Bestellmöglichkeiten

Das Paradies war meine Hölle

Das Paradies war meine Hölle

Das Paradies war meine Hölle

Die Erinnerungen an die ersten Kindheitsjahre gehören für Christina Krüsi zu den schönsten ihres Lebens. Fernab von der westlichen Zivilisation lebt sie mit ihren Eltern, Missionare der evangelikalen Organisation Wycliff, im Dschungel Boliviens. Wycliff hat sich der Verbreitung der Bibel in die entlegensten Regionen verschrieben.

Als Christina Krüsi sechs Jahre alt ist und im Basiscamp der Mission in die Schule kommt, nimmt ihr sorgloses Leben ein Ende. Sie wird von Lehrern und Kollegen ihres Vater „initiiert“. Sie und einige ihre Mitschüler sind die „Auserwählten“, erkennbar an jeweils einem Schnitt an der Innenseite des Knies.

Sie wird zum Freiwild für die Missionare und gezwungen, an blutigen Ritualen teilzunehmen.

Im Alter von 12 Jahren zieht Christinas Mutter mit ihren Kindern in die Schweiz zurück. Zwar endet Christinas Martyrium dort, aber die Vergangenheit hat sie fest im Griff. Erst als Erwachsene gelingt es ihr, die traumatischen Erlebnisse zu überwinden und ihre Kindheit aufzuarbeiten.

Heute lebt Christina Krüsi mit ihrer Familie als Künstlerin und Konfliktmanagerin in Winterthur und engagiert sich für den Kinderschutz.

Christina Krüsi, geboren 1968 in der Schweiz, verbrachte ihre Kindheit im bolivianischen Urwald, wo ihre Eltern für die Organisation Wycliffe als Bibelübersetzer tätig waren. Als 11-jährige kehrte sie mit ihrer Familie in die Schweiz zurück. Später studierte Krüsi Bildungsmanagement. Heute ist sie hauptberuflich als Künstlerin und Konfliktmanagerin tätig. Die Mutter von zwei erwachsenen Söhnen lebt in Zürich.

Website: www.christinakruesifoundation.org

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Kölner Treff
Moderation: Bettina Böttinger
WDR Fernsehen
Sonntag, 21.07.13 | 09:25 – 10:50 (85 Min.)
Dieser Sendetermin liegt in der Vergangenheit…
Gäste waren:
Margot Käßmann, Theologin
Bernard Hoëcker und Wigald Boning, Comedians
Rupert Neudeck, Cap Anamur-Gründer
Joachim Meyerhoff, Schauspieler
Waltraut Haas, Schauspielerin
Christina Krüsi, Künstlerin und Konfliktmanagerin

Bettina Böttinger präsentiert die Talkrunde im WDR-Fernsehen. Prominente Gäste und Menschen, die nicht tagtäglich im Rampenlicht stehen, aber eine außergewöhnliche und bewegende Lebensgeschichte haben, treffen sich hier zum Talk. Quelle: Kölner Treff

Wycliffe -Chef Hannes Wiesmann
«Wir wollten das Buch nicht verhindern»

Christina Krüsi beschreibt im Buch «Mein Paradies war die Hölle», wie sie in Bolivien auf einer Missionsstation vergewaltigt wurde. Nun erklärt Hannes Wiesmann, Leiter von Wycliffe Schweiz, dass Übergriffe in diesem Ausmass mit den heutigen Massnahmen zum Kinderschutz kaum mehr geschehen würden. Und warum sie nicht versucht haben, das Buch zu verhindern. Artikel weiterlesen

Über Wycliff bei wikipedia: Wycliff e. V. ist der deutsche Zweig einer nicht-kommerziellen interkonfessionellen evangelikalen Organisation (Wycliffe Bible Translators International), die sich für die weltweite Verbreitung der Bibel einsetzt. Sie ist benannt nach dem englischen Theologen John Wycliff, der als erster die lateinische Bibel ins Englische übersetzte. Die Heilige Schrift soll möglichst viele Menschen erreichen und wird deshalb in viele Sprachen übersetzt. Die Arbeit wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Derzeit sind nach eigenen Angaben über 5.000 Menschen für Wycliff bzw. die Schwesterorganisation SIL International aktiv, davon etwa 150 in Deutschland.

Linguistik und Ethnologie

Die Arbeit von Wycliff konzentriert sich vor allem auf Sprachen, die bisher noch nicht schriftlich fixiert sind. Jede Sprache wird dabei als gleichwertig behandelt, unabhängig von der Zahl der Sprecher und der weltweiten Bedeutung. Linguisten entwickeln für die bislang nur mündlich tradierten Sprachen eigene Schriftsysteme. Auf dieser Grundlage wird dann eine Bibelübersetzung angefertigt. Neben den linguistischen Problemen müssen dabei auch ethnologische Faktoren berücksichtigt werden, da das Verständnis der Texte von den kulturellen Bedingungen und den individuellen Vorkenntnissen beeinflusst wird.

Geschichte

Die Organisation wurde 1934 von William Cameron Townsend gegründet, der liebevoll auch „Onkel Cam“ genannt wurde. Der US-Amerikaner war 1918 bei einer missionarischen Reise nach Guatemala mit dem Problem konfrontiert, dass den einheimischen Cakchiquel-Indianern die Bibel nicht zugänglich war, weil sie keine europäische Sprache kannten. Townsend erforschte daraufhin ihre Muttersprache und übersetzte die Bibel. 1936 gründeten einige von ihm ausgebildete Missionare das Summer Institute of Linguistics (SIL), das heute eine der größten und bekanntesten Einrichtungen der linguistischen Feldforschung ist. Die Arbeit der Bibelübersetzung wurde mit der Gründung der Organisation „Wycliffe Bible Translators“ im Jahre 1942 ausgeweitet und professionalisiert. Der Name ist abgeleitet von dem englischen Theologen und Professor John Wyclif, der als erster die Bibel in die englische Sprache übersetzte. Ein weiteres historisches Vorbild für die Wycliff-Organisation ist Martin Luther, der mit seiner Bibelübersetzung einen entscheidenden Beitrag zur Etablierung der deutschen Volkssprache leistete und in seinem Sendbrief vom Dolmetschen einige Regeln aufstellte.

Leben wo der Pfeffer wächst

Leben wo der Pfeffer wächst

 

Hildegard Berg: Leben wo der Pfeffer wächst. Erinnerungen aus Südsumatra, OM Books, 2009, 276 S., ISBN 978-3-902669-09-4 (Die Autorin erzählt von ihrem Leben und ihrer Arbeit als Bibelübersetzerin in einem kleinen Dorf auf Südsumatra, wo sie während ihres zehnjährigen Aufenthalts das Neue Testament in die lokale Sprache der Serawai übersetzt hat. Dazu ein Beitrag von Calando-TV im ERF.)

Sonstiges

Wycliff unterstützt die jährliche Aktion 30 Tage Gebet für die islamische Welt, bei der unter anderem darum gebetet wird, schwer zu erreichenden Volksgruppen in islamisch geprägten Staaten der Welt die Bibel in ihrer jeweiligen Muttersprache zugänglich zu machen.

Kritik

Die Winterthurer Künstlerin Christina Krüsi wurde als Kind von Wycliff-Missionaren missbraucht. Ihre traumatischen Erlebnisse im bolivianischen Dschungel hat sie in einem Buch verarbeitet.

Weblinks

Wycliff Deutschland
Wycliffe Schweiz
Wycliffe International
SIL international

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