Peter Maffay: Der neunte Ton. Gedanken eines Getriebenen. Der 9. Ton. Peter Maffays Appell für eine kinder-freundlichere Gesellschaft …

Peter Maffay
Der neunte Ton
Gedanken eines Getriebenen
Gebundenes Buch, Pappband, 128 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
Mit s/w Fotos
3. Aufl. 2013
ISBN: 978-3-466-37059-7
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)
Kösel Verlag
Erscheinungstermin: 3. Mai 2013
Weitere Ausgabearten: » eBook
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Der neunte Ton

Der neunte Ton

Der Rezensionist vergibt 6 von 6 Sternchen für das Buch Peter Maffay: Der neunte Ton. Gedanken eines GetriebenenMusiker, Liedermacher, Aktivist und Visionär: Peter Maffay. Das Buch macht nachdenklich …

Der 9. Ton. Peter Maffays Appell für eine kinder-freundlichere Gesellschaft.

Peter Maffay ist Sänger und Aktivist

Seit nunmehr 12 Jahren engagiert er sich mit seiner Stiftung für Kinder und Jugendliche. Getreu dieses persönlichen Anliegens ist sein erstes Buch ein Plädoyer für eine kinderfreundlichere Gesellschaft. „Die Tonleiter hat acht Töne. Wir brauchen aber einen 9. Ton. Den ‚Guten Ton‘. Dieser 9. Ton steht für respektvolles Zusammenspiel, dafür, dem anderen Raum zu geben, sich entfalten zu können, sich gegenseitig zu motivieren, Experimente zu wagen und gemeinsam zu siegen“, so der Musiker.

Maffay selbst hat Ausgrenzung von Kindesbeinen an erlebt und kämpft umso energischer gegen Diskriminierung und Rassismus, macht sich umso entschlossener stark für benachteiligte Kinder. Überall auf der Welt organisiert er Begegnungen zur interkulturellen Verständigung, und hat mit seinem solidarischen Engagement unzählige namhafte Verbündete für seine Mission gewonnen.

Der Musiker zeichnet ein intimes Bild seiner Person und seiner Passionen und schildert prägende Begegnungen und Stationen. Der Initiator von Tabaluga, von Kinderschutzhäusern, Stiftungen und internationalen Projekten ist vor allen Dingen ein tatkräftiger Visionär. Auf dem Weg vom „Ich zum Wir“ sucht er nach dem universalen Ton, der Menschen jenseits aller Unterschiede verbindet.

Peter Maffay wurde 1949 in Siebenbürgen geboren. Für sein soziales Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland und die Martin-Buber-Plakette.

Weblinks

Peter Maffay-Special (Kösel Verlag)

Interview mit Peter Maffay

1. Weshalb haben Sie das Buch geschrieben?

Seit nunmehr zwölf Jahren versuchen wir mit unserer Stiftung einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände von Kindern zu schaffen. Wer heutzutage stiften geht, hat immer auch den Anspruch, etwas zu bewegen. Ich freue mich daher, dass ich mit diesem Buch meine Gedanken zum Thema Kinderrechte und Engagement vertiefen konnte. Es klingt simpel, aber wer Maffay verstehen will, muss wissen, wo ich herkomme. Es ist schön, dass ich dem Leser einen Einblick in meine Jugend in Rumänien geben kann. Hier ist auch unser jüngstes Projekt entstanden: eine alte Kirchenburg, die einen Schutzraum für Kinder bildet. „Der neunte Ton“ ist für mich ein Plädoyer für einen kinderfreundlicheren Umgang in der Gesellschaft.

2. Was ist mit „Der neunte Ton“ gemeint?

Die Tonleiter hat acht Töne, der neunte Ton ist aus meiner Sicht der gute Ton – der, der viel zu oft in unserer Gesellschaft fehlt. Die Zeiten haben sich geändert, unsere Gesellschaft ist schnelllebiger und anonymer geworden und damit auch gleichgültiger. Für mich ist es wichtig, dass bei allem Denken immer auch das Zwischenmenschliche eine Rolle spielt. Der Mensch muss immer noch an erster Stelle stehen.

3. Wenn das Buch Musik wäre, welchen Rhythmus hätte es?

Das Buch hat unterschiedliche Kapitel, und jedes Kapitel gibt einen eigenen Rhythmus vor. Von Kammermusik und ruhigen Tönen (und damit meine ich die Jahre in Rumänien, die eher nachdenklich sind) bis hin zu Rock’n’Roll, wenn ich über die zahlreichen Begegnungen schreiben darf, die im Laufe der letzten Jahre mein Team und mich begeistert haben. Es ist ein bunter Reigen, und wir haben festgestellt, dass Begegnungen immer auch Bewegung erzeugen. Ich habe das große Privileg, dass ich im Laufe meines privaten und künstlerischen Lebens vielen Menschen begegnet bin. Von diesen Begegnungen möchte ich auch berichten – von Menschen, die mich beeindruckt haben, Persönlichkeiten wie Willy Brandt oder Desmond Tutu aber auch von einem kleinen autistischen Jungen vor der Küste Mallorcas.

4. Was wünschen Sie dem Buch?

Ich würde mich freuen, wenn dieses Buch Menschen findet, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, sich einzubringen. Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Rückgrat haben und ein klares Bekenntnis abgeben – ob für den Umweltschutz, für Kinder oder für die Fülle von sonstigen wichtigen sozialen Anliegen. Unsere Gesellschaft braucht ehrenamtliches Engagement.

5. Welches ist der wichtigste Satz?

Es ist für mich als Autor schwierig, diese Entscheidung zu treffen, welches der wichtigste Satz ist. Vielleicht ist es: „Kinder haben es nicht in der Hand, in welche Lebensumstände sie hineingeboren werden“. Diesen Satz nehme ich gerne, um darauf aufmerksam zu machen, dass Kinder keinen Einfluss auf ihr Schicksal haben. Ein Kind kann nicht bestimmen, auf welcher Seite des Äquators es geboren wird. Ein Kind ist schutzlos und braucht daher unsere besondere Aufmerksamkeit. Wir müssen die Schutzräume schaffen, und wenn ich von „wir“ spreche, dann meine ich eine breite Allianz von Verbündeten. Unsere Stiftung bietet u.a. therapeutische Ferien an, Maßnahmen, in denen Kinder 10 – 14 Tage eine Auszeit von ihrem Schicksal nehmen können. Oftmals werde ich gefragt, ob es Sinn macht, die Kinder für diese Zeit nach Mallorca einzuladen, es sei doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. In der Tat ist dies nur ein Tropfen, aber wenn ein Kind nur für eine Minute das vergisst, was es erlebt hat, hat sich dies schon gelohnt. Ich habe im Laufe der letzten Jahre dreizehnjährige Mädchen kennen gelernt, die eine erschreckende Biografie mit sich bringen… Vergewaltigung, Gewalt im Elternhaus, Drogen etc. Hier muss es unsere Aufgabe sein, den Kindern die Hand zu reichen. © Verlagsgruppe Random House

www.maffay.de
www.petermaffaystiftung.de

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wikipediaPeter Maffay (* 30. August 1949 in Brașov, Siebenbürgen, Rumänien als Peter Alexander Makkay) ist ein deutscher Sänger, Komponist, Schauspieler, Gitarrist und Musikproduzent rumäniendeutscher Herkunft. Seit 1979 erreichte jedes seiner Studioalben die Top Ten der deutschen Albumcharts, 15 davon erreichten Platz eins. Zwei seiner Singles erreichten den ersten Platz, Du und So bist Du. Zwei Interpretationen seiner Titel anderer Künstler erreichten ebenfalls Platz eins der deutschen Single-Charts: So bist du gesungen von Oli.P und Scooters Version von Nessaja.

Peter Maffay: Jenseits der Rockmusik

Neben der Rockmusik kreierte Maffay mit der Tabaluga-Reihe ein Märchen, das fünf Alben umfasst. In den 1990er Jahren wurde das dazugehörige Musical als Tourneetheater und von 1999 bis 2001 auch fest in Oberhausen aufgeführt. Außerdem wurden 78 Zeichentrickfolgen dazu produziert. Das 2011 erschienene Album Tabaluga und die Zeichen der Zeit bildet den Abschluss des Rockmärchens, wie Maffay am 23. März 2012 in der WDR-Sendung Kölner Treff erklärte.

Sein 1998 erschienenes Album Begegnungen beschritt neue Wege: Maffay spielte hier mit Künstlern aller Kontinente; unter anderem mit der Aborigines-Band Yothu Yindi und Musikern aus Israel. Ziel dieser Zusammenarbeit unter Bundeskanzlerin Angela Merkel war es, Gelder einzuspielen, um gemeinsam mit World Vision Deutschland Entwicklungshilfeprojekte unter dem Titel „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder“ zu fördern. World Vision steuerte dabei eine Million Euro bei. Dies setzte er 2006 mit der Tour „Begegnungen – Eine Allianz für Kinder“ fort, an der u.A. auch Shantel teilnahm.

Maffay spielte in zwei Filmen von Peter Patzak die Hauptrolle: 1986 in Der Joker und 1999 in Gefangen im Jemen. Außerdem spielte Maffay eine Nebenrolle im Spielfilm Der Eisbär.

Im August 2009 veröffentlichte Peter Maffay seine erste offizielle Biographie Auf dem Weg zu mir, niedergeschrieben von dem freien Journalisten Edmund Hartsch, der auch die offizielle Autobiographie Danke für nichts der Böhsen Onkelz verfasste. Im Juli 2010 porträtierte die ARD den Musiker in ihrer Sendereihe Deutschland, deine Künstler.

Im November 2011 hielt Peter Maffay die Laudatio für den Rapper Bushido, der mit dem Bambi-Integrationspreis ausgezeichnet wurde. Außerdem nahm er mit ihm und Sido unter dem Titel Erwachsen Sein eine neue Version seines Titels Nessaja auf. Einen Monat nach der Preisverleihung distanzierte sich Maffay jedoch von dem Rapper, nachdem es bei der Talk-Show Markus Lanz zu heftigen Diskussionen gekommen war. Peter Maffay erklärte, Bushido habe sich zwar von diskriminierenden, Gewalt verherrlichenden Inhalten distanziert, habe aber bisher die Konsequenz vermissen lassen, die Songs und Videos vom Markt zu nehmen. Außerdem fehle eine Zusage, in Zukunft auf Veröffentlichungen dieser Art zu verzichten. Bei der Echoverleihung 2012 setzte Bushido den Disput mit der an Maffay gerichteten Bemerkung „Wir sind politisch unkorrekt“ fort. Maffay kommentierte die Angelegenheit nicht weiter.

Peter Maffay: Gesellschaftliches Engagement

Neben seiner künstlerischen Arbeit ist Peter Maffay politisch engagiert und setzt seine Ansichten zum Teil auch in Liedern um. So in Eiszeit, wo er über Kriege und die Umwelt sinniert. Er ist in der Friedensbewegung aktiv und gab 2005 ein Konzert bei den deutschen ISAF-Truppen in Afghanistan.

Maffay stellt durch seine Stiftungen Gelder und sich selbst für Projekte für traumatisierte Kinder zur Verfügung. Auf Mallorca hat er bei Pollença einen Bauernhof errichtet, auf dem traumatisierte Kinder aus aller Welt für zwei Wochen kostenlos Ferien machen können. Für sein soziales Engagement erhielt er u. a. 1996 das Bundesverdienstkreuz, 2001 die Goldene Henne, 2003 die polnische Auszeichnung Kavalier des Ordens des Lächelns, 2004 den Deutschen Canto Kulturpreis sowie 2006 den erstmals vergebenen World Vision Charity Award. 2008 sang er zusammen mit Rolf Zuckowski und Nena den Themasong zur Aktion Ein Herz für Kinder.

Er ist Schirmherr der Tabaluga-Kinderstiftung und stellte ihr eine Abbildung des Tabaluga-Drachens als Stiftungslogo zur Verfügung. Peter Maffay ist außerdem offizieller Botschafter für die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung und unterstützt World Vision Deutschland als prominenter Kinderpate. Er widmete den Song Children of the World dem Deutschen Kinderpreis von World Vision. Deshalb wurde ihm am 15. November 2011 die Martin Buber-Plakette verliehen.

Peter Maffay engagiert sich gegen Rassismus und für Toleranz. Am 2. Dezember 2011 trat Peter Maffay zusammen mit Udo Lindenberg, Julia Neigel, Clueso und Silly beim Protestfestival Rock gegen Rechts im Zuge der Neonazi-Mordserie in Jena vor 60 000 Menschen auf.

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