Schab nix gemacht! Aus dem Innenleben einer Hauptschule. Ein Lehrer erzählt – saukomisch. Autor: Kai Lange

Obwohl die Schüler sein Nervenkostüm oft sehr strapazieren, gibt es für Kai Lange keinen schöneren Beruf, als Lehrer zu sein. Zwar gilt es, nicht zu verzweifeln, wenn man jede Pause erneut herausfinden soll, wer denn nun zuerst »Hurensohn« gesagt hat.

Oder wenn Schüler Akin nach vier Jahren Englischunterricht immer noch glaubt, „I would“ heiße auf Deutsch „Ich bin wötend„. Aber Kai Lange nimmt seinen Job mit Humor.

Seit Jahren notiert er sich die ebenso aberwitzigen wie lustigen Geschichten, die er tagtäglich erlebt. So schafft er es nicht nur, im Chaos des Alltags einen kühlen Kopf zu bewahren, sondern auch, seinen Schülern tatsächlich etwas beizubringen.

Schab nix gemacht!

Schab nix gemacht!

Schab nix gemacht! Aus dem Innenleben einer Hauptschule von Kai Lange
Ein Lehrer erzählt
Taschenbuch, zum Verlag: Knaur
01.08.2013, 256 S.
ISBN: 978-3-426-78621-5

Als Lehrer an einer Hauptschule kann man nur überleben, wenn man zwei Voraussetzungen erfüllt:

1. Man muss seine Schüler wirklich gern haben,
2. Man darf dem, was die Schüler den ganzen Tag treiben, nur mit Humor begegnen.

Kai Lange, Hauptschullehrer im Ruhrgebiet, erlebt seit über zehn Jahren in Englisch, Erdkunde oder Deutsch den Teeniewahnsinn in Klassen, in denen 95 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben und sich kaum auf Deutsch ausdrücken können. Geschweige denn auf Englisch. Und die eine ganz klare Vorstellung davon haben, wo denn eigentlich genau ihre Heimatstadt Bochum liegt: „In der Nähe von Deutschland.“

Die Englischkarriere seiner Hauptschüler verläuft oft so deprimierend, dass sie am Ende ihrer Schulzeit kaum einen geraden Satz sagen können. Unvergessen die Antwort auf die Frage „Are the Johnsons from Liverpool?“ in einer Klassenarbeit der 10A. Da antwortete doch tatsächlich jemand mit „Yes, she isn’t.“ Was soll man da noch korrigieren?

Aber kreativ sind sie schon, die Schüler

Göker hat eine ganz eigene Art der Mathematik entwickelt: „Addition – Subtation – Multivitamin – Division“.

Zum Wahnsinnigwerden?
Ja.
Aber Kai Lange kann sich keinen schöneren Beruf vorstellen!

Auf dem roten Teppich: Kai Lange. Der Autor im persönlichen Gespräch
Interview-Zitat: Woher kommt die Inspiration zu Ihren Büchern?
Aus der harten Schule der Realität oder umgekehrt.

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