Der Walhai auf dem Kirchendach: Heitere Gedichte von Peter Winter. Leseprobe – Gedicht: Bremsen

Der Walhai auf dem Kirchendach: Heitere Gedichte von Peter Winter

Der Walhai auf dem Kirchendach

Der Walhai auf dem Kirchendach

Taschenbuch: 56 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1491064951
ISBN-13: 978-1491064955

„Wenn Wasser würde Worte wagen: Was hätte Wasser uns zu sagen?…“

Dieser und ähnlich wichtigen Fragen geht der Schriftsteller Peter Winter in dieser Sammlung heiterer Gedichte eben so nach, wie dem Schicksal eines modernen Burgfräuleins und dem Geheimnis unerfüllter Liebe.

Wir vergeben für Der Walhai auf dem Kirchendach: Heitere Gedichte von Peter Winter 5 von 6 Buchperlen. Der Band wurde wahrscheinlich extra für laue Sommerabende geschrieben – eine amüsante und kurzweilige Lektüre.

Leseprobe

Bremsen

Was ist aus wilden Affenhorden
im Zug der Zeiten nur geworden?
Blutrünstiges Raubgetier
trägt heut‘ Chanel und spielt Klavier!
Was vormals Mammuts bracht‘ zur Strecke
bremst heut‘ für jede Weinbergschnecke!
Auch wenn’s nicht ganz im Geist der Zeit:
Ich hab‘ vom Bremsdruck mich befreit!
Freimütig räume ich es ein:
Ich bremse nicht für Kuh noch Schwein!
Und auch bei Igel, Fuchs und Wale
nehm‘ ich den Fuß nicht vom Pedale.
Siamkatze, Dobermann
sie alle fahr‘ ich furchtlos an.
Grottenolme, Lurche, Kröten,
die kann ich ohne Zucken töten!
Känguru und Riesenschrat
fahr‘ ich mit viel Vergnügen platt.
Selbst Rollmops, Butt und Zander
die quetsch ich aneinander.
Ob Nilpferd, Elch, ob Lama
was soll das ganze Drama?
Das Gas gedrückt, denn das bringt Freude
auch in der Schafe plärrend‘ Meute!
Man schimpft mich Möder, schimpft mich Würger,
doch bin ich letztlich nur ein Bürger
mit großem Jeep und großem Mut,
dem freie Fahrt das höchste Gut!

Peter Winter, Jahrgang 1959, wurde in Ulmbach im rumänischen Banat geboren und ist bekennender Banater Schwabe. Er hat in Freiburg und Würzburg Philosophie, Politische Wissenschaften und Pädagogik studiert. Nach dem Magister- Abschluß durchlief er die Ausbildung für den gehobenen Verwaltungsdienst, die er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloß. Im Anschluß daran absolvierte er ein Volontariat und arbeitete mehrere Jahre als Lokaljournalist. Danach folgten eine Ausbildung zum Mediengestalter und eine zehnjährige Tätigkeit in einer Werbeagentur. Peter Winter, seit vielen Jahren mit einer Diplom-Heilpädagogin verheiratet und Vater dreier Kinder, ist heute freiberuflich als Dozent und Publizist tätig.

Publikationsliste

„Staat ohne Herrscher“ (2007)
„Staat und Utopie“ (2010)
(in: „Thomas Morus‘ Utopia und das Genre der Utopie in der Politischen Philosophie“ U. Arnswald / H-P. Schütt (Hrsg.), in „Europäische Kultur und Ideengeschichte“, Bd. 4, KIT)

„G’schichte vun die korzi Ele un vun die langi Woche“ vum Tanielpheder (2010)
(Überarbeitete Neuauflage der vergriffenen Originalausgabe von 1928, Privatdruck)

Frauenhimmel & Männerhölle“ (2013 / Glossen)

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