Alice Munro erhält den Nobelpreis für Literatur. Literaturauswahl: Zu viel Glück, Tanz der seligen Geister, Wozu wollen Sie das wissen? Tricks, Die Liebe einer Frau, Himmel und Hölle, Der Traum meiner Mutter…

Alice Munro erhält den Nobelpreis für Literatur

„Was Alice Munros Werk so besonders macht: ein kleines Paradoxon. Sie schreibt vom Kompliziertesten, vom Allerkompliziertesten: den einfachsten Dingen, den Menschen, den Beziehungen der Menschen, vom Glück und Unglück, das sie sich zufügen. Sie schreibt auf eine Weise, die zugleich universell ist, aber eben immer ganz lebendige, konkrete Figuren schafft. Ihre Werke „Erzählungen“ zu nennen, wäre zu wenig. Oft schafft sie auf 30 Seiten die weiten Welten ganzer Romane. Das alles ist eine ungeheure literarische Leistung. Wir gratulieren ihr von Herzen.“ Jörg Bong, Programmgeschäftsführer des S. Fischer Verlags

Alice Munro, geboren 1931 in Ontario, ist eine der bedeutendsten Autorinnen der Gegenwart. Sie erhielt 2013 die höchste Auszeichnung für Literatur – den Nobelpreis. Ihr umfangreiches erzählerisches Werk wurde zuvor bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet u.a. mit dem Man Booker International Prize. Alice Munro lebt in Ontario und in British Columbia.

Literaturpreise und Auszeichnungen (Auswahl)

Canada-Australia Literary Prize (1977)
Commonwealth Writers‘ Prize (1991)
Giller Prize for Fiction (1998 und 2004)
Man Booker International (2009)
Trillium Award (2013)
Nobelpreis für Literatur (2013)

Entdecken Sie hier Bücher von Alice Munro – der diesjährigen Gewinnerin des Literaturnobelpreises

Alice Munro – Zu viel Glück

Zu viel oder zu wenig: für das Glück gibt es kein Maß, nie trifft man es richtig. Alice Munros Heldinnen und Helden geht es nicht anders, aber sie haben das Zuviel und Zuwenig erlebt: Sie kennen die Namen der Bäume, die Last ungeschriebener Briefe. Sie wissen, wie es sich anfühlt, wenn man den Mann, der die gemeinsamen Kinder getötet hat, in der Anstalt besucht.

Alice Munro ist die Meisterin des Nachhalls, der einem Leben seinen besonderen Klang gibt die Spannung und Vibration, die unserer Existenz ihre Farbe verleiht. Wie wir sie nehmen und verstehen entscheidet, ob wir zuviel oder zuwenig Glück messen: Alice Munro macht ihre Leser zu Komplizen dieser schwierigen Mission. Und plötzlich verstehen wir unser Leben neu.

Pressestimmen

»Genialer als jeder Roman.« Angela Wittmann, Brigitte Heft 12, 18. Mai 2011

Alice Munro – Tanz der seligen Geister

Alice Munros großartiges Debüt

Alice Munro: Jonathan Franzen zählt sie zu den größten Erzählern der Welt und stellt sie über Tschechow, und Dorries Dörrie »schärft sie die Sinne«. Doch wie hat Alice Munro ihre Kunst entdeckt? ›Tanz der seligen Geister‹ gibt die Antwort: Das Debüt der großen Meisterin der kleinen Form, 15 Erzählungen davon, erwachsen zu werden und die eigene Stimme zu finden. Im Original 1968 erschienen, zeigt sich Alice Munro bereits hier als präzise, unsentimentale und abgründige Chronistin zeitgenössischen Alltagslebens.

Alice Munro – Wozu wollen Sie das wissen?

In »Wozu wollen Sie das wissen?» erzählt Alice Munro die Geschichte ihrer eigenen Familie – von William Laidlaw im Schottland des frühen 17. Jahrhundert, als es noch Feen und Geister gab, bis nach Kanada. Wir begegnen starrköpfigen Farmern und eigenwilligen Tanten – ein Reigen wunderlicher Käuzen mit seltsamen Lebensgeschichten. Viele von ihnen zeigen eine auffällige Liebe zum schriftlichen Wort. Ob sie nun Wetternotizen machen, Erinnerungen aufschreiben oder sich richtige Geschichten ausdenken – die Tradition des Schreibens ist tief in Munros Familie verwurzelt. Es ist das persönlichste Buch von Alice Munro.

Pressestimmen

»Sowieso die Größte, wenn es um Erzählungen geht. (…) Die Frau, die ihren Geschichten nicht verfällt, ist keine echte Leserin. (…) Am besten, man liest alles, was es von Alice Munro gibt.« Eva Menasse, Welt am Sonntag, 20.6.2010

»Ich bewundere Alice Munro. Ich bewundere die Direktheit ihres Erzählens, die Nüchternheit und Einfachheit ihrer Sprache. So genau, wie Alice Munro hinschaut, schreibt sie auch. Die Schönheit ihrer Sprache und ihres Erzählens kommt aus deren Klarheit. (…) was für Geschichten, was für ein Werk!« Bernhard Schlink, Die Welt, 6.9.2008

»Dies sind fesselnde Erzählungen, weil Alice Munros Art der Literatur einen Kategorien wie Wahrheit, Beschreibung und Wirklichkeit vergessen lässt.« Sacha Verna, Weltwoche, 36/08

»Alice Munro ist eine Meisterin der kurzen Form. Sie braucht nur wenige Worte, um Figuren und Szenen lebendig werden zu lassen.« Freundin, 10.9.2008

»Die Sätze sind erdig, die Worte liegen gut und fest im Griff wie stabiles Werkzeug, man spürt die Kälte und die schmerzenden Muskeln und die Einsamkeit, nachts, wenn die Dunkelheit zudrückt.« Ingrid Mylo, Badische Zeitung, 27.9.2008

»Ich wünsche den Literaturnobelpreis dennoch der kanadischen Schriftstellerin Alice Munro, die die derzeit vielleicht ›besten‹ Erzählungen schreibt und deren Thema wieder und wieder und noch einmal die Menschen sind, diese widersprüchlichen, unvergleichlichen Wesen. Das Wagnis, mit ihnen Bekanntschaft zu machen, scheint mir in Munros Fall Idealismus genug.« Wieland Freund, Die Welt, 7.10.2008

»Sehr konkret geht es in den Geschichten Munros zu, zugleich wirken sie, Jahreszahlen hin oder her, zeitlos, genauer: zeitenthoben gegenwärtig. Sehnsüchtig nach Liebe, süchtig nach Sex sind die Stadt-und Landheldinnen all dieser Bücher, Kinder schließen sie sowenig aus wie berufliche Karrieren, nach beidem streben sie aber niemals verbissen. Dass solche Motiv-und Thementreue nicht eintönig wurde, verdankt sich dem ganz unangestrengten Stil dieser Autorin und einer Erzähltechnik, der vierzig, fünfzig Seiten genügen, um epische Fülle nicht nur zu suggerieren, sondern zu beglaubigen. So wurde aus Winghams Winkeln Weltliteratur.« Jochen Hieber, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2008

»Alice Munro, die Meisterin des Verborgenen, hat die Geschichte ihrer Vorfahren und ihre eigene Rolle darin, ins Sachliche gerettet. Dennoch erfährt man viel über sie, vielleicht mehr als sie beabsichtigte.« Verena Auffermann, Deutschlandradio Kultur, 13.10.2008

»(…) schreibt Alice Munro mit elf Erzählungen Familiengeschichte und große Literatur zugleich.« Brigitte, 5.11.2008

»Dabei gelingen ihr köstliche Vignetten – exzentrische, legendenhafte, kaustische, tragikomische Episoden. (…) In lakonischer Klarheit, Sparsamkeit und unbedingter Aufrichtigkeit mustert Alice Munro noch einmal ihre kanonischen Themen (…). Sigrid Löffler, Literaturen, Dezember 2008

»Kein überflüssiges Wort, keine schweifende Erklärung, keine kreideweiche Stimme, sondern lichte Klarsicht. Am Ende legt man das Buch widerstrebend aus der Hand und flüstert begehrlich: Mehr!« Gabriele von Arnim, Tages-Anzeiger, 1.12.2008

»Sie spricht in diesen Geschichten so offen und persönlich, wie es nur ein Mensch kann, der höchst reflektiert einen weiten Weg zurückgelegt hat.« Nicole Henneberg, Basler Zeitung, 12.12.2008

»Die kanadische Autorin versteht es wie keine andere, in wenigen Szenen Verborgenes unter dem Alltag bloßzulegen, das nur in besonderen Augenblicken spürbar wird.« Focus, 20.12.2008

»Alice Munor, mit der es auf diesem Planeten allenfalls eine Handvoll Schriftsteller aufnehmen können. Ich meine, sie hat im Bereich der KurzgeschichteTschechow übertroffen und der war nicht gerade ein Anfänger.« Jonathan Franzen, Zeit Literatur, 12.3.2009

Tricks: Acht Erzählungen

Tricks: Acht Erzählungen

Alice Munro – Tricks

Tricks, acht meisterliche Erzählungen von Alice Munro: Geschichten von Frauen und Mädchen, von Bedrohungen, geheimen Sehnsüchten und Leid, von rätselhaften Mustern in vermeintlich unscheinbaren Leben – Geschichten von bestürzender Intensität und Dramatik.

Imponierend bekräftigt ‚Tricks‘ Alice Munros geradezu legendären Ruf als Meisterin der subtilen Erkundung weiblicher Seelenregungen. Dabei erweist sich das besondere Gespür der Autorin für den geheimen, unerschließbaren Wesenskern ihrer Figuren, jenen rätselhaft-dunklen Bereich, wo Selbstbetrug und Lebenslügen, gefährliche Illusionen und Tricksereien ihren Ausgang nehmen und wo all jenes seinen Grund in uns hat, das stärker ist als der eigene Wille.

Pressestimmen

»Es spricht vieles dafür, daß Alice Munros Erzählungen das beste sind, was die zeitgenössische Literatur Nordamerikas zu bieten hat.«  Jonathan Franzen

»Virtuos verschränkt Munro die Zeitebenen, aber ihre literarische Meisterschaft verdrängt nicht das, was sie zu erzählen hat. Ihre Geschichten sind spannend, weise, tiefgründig, überraschend, sie sind einer der Gründe, weshalb man liest.« Claudia Voigt, KulturSpiegel, 4/2006

»Alice Munro, hellsichtig und begabt für Dialoge, in denen alles zwischen den Zeilen steht und dennoch alles gesagt wird, gehört zu den Klassikern unter den wahrhaft nicht wenigen kanadischen Schriftstellerinnen von Rang.« Der Standard, 8. 4. 2006

»In ihrem eben erschienenen vierten Erzählungsband ›Tricks‹ zeigt Alice Munro wieder ihre ganze literarische Meisterschaft. (…) mit tiefgründiger Lebensweisheit und souveräner Sprache.« Rainer Schmitz, Focus, 10.4.2006

»Erneut stellt die kanadische Autorin Alice Munro ihr Können unter Beweis: acht kluge Erzählungen…« Glamour, 11.4.2006

»Die Kunst von Munros Prosa entfaltet sich leise, über schräge Ausschnitte, die ganze Lebensläufe beleuchten, über unerwartete Wendungen und ein phänomenales Einfühlungsvermögen in ihre Protagonisten. Unbarmherzig und liebevoll nähert sich Alice Munro den dunklen Regionen von Selbstbetrug, Illusion und Verrat.« Susanne Kunckel, Welt am Sonntag, 15.4.2006

»Gerade weil die Erzählungen der 1931 geborenen Alice Munro so beharrlich um eng gesteckte Frauen- und Kinderschicksale kreisen, können sie als Prüfstein literarischer Meisterschaft gelten. Immer neue, überraschende und überzeugende Variationen müssen dem Thema abgewonnen werden; einem Thema überdies, das nach vierzig Jahren literarischer Beanspruchung im Namen der Frauenemanzipation nicht mehr von vornherein für Leserinteresse garantiert. Schwierigkeiten, die Alice Munro souverän unterläuft, indem sie – ihr jüngstes Buch demonstriert es erneut – keine Figur an ein Ideal und keinen Erzählgang an eine Ideologie verkauft.« Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung, 2.4.2006

» ›Tricks‹ ist große Literatur.« Cosmopolitan 6/06

»Alice Munro schafft mit jeder ihrer Storys ein echtes Juwel« Martina Ochs, Gala 24. 5. 2006

»Alice Munro will es so genau nicht wissen, und sie muss es auch gar nicht. Ihr Interesse richtet sich auf jene Momente, in denen ein Leben eine Wendung ins Unvorhergesehene nimmt- in der so knappen wie präzisen Skizze solcher Blitze im Banalen ist sie, auch in diesem Band wieder, einfach meisterlich.« Frauke Meyer-Gosau, Literaturen 6/06

»Wer in Alice Munro lediglich eine Verfasserin von Short Stories sieht, wird ihr auch nicht annähernd gerecht. Ihr literarisches Talent entfaltet sich eher in der Tiefe als in der Breite.(…) Vielleicht trägt ja die von Heidi Zerning zuverlässig übersetzte deutsche Fassung dazu bei, das Werk der 75-jährigen endlich als das zu begreifen, was es ist: Weltliteratur.« Kurt Darsow, WDR 3, Mosaik

»Wir hoffen, blätternd, gierig, auf die nächste Geschichte.« Britta Heidemann, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 27. 5. 2006

»Es sind solche Episoden, Geschichten innerhalb von Geschichten, die einen schwindlig machen vor Herzweh und Begeisterung. Die Klugheit, mit der die kanadische Schriftstellerin zu Werke geht, das Verständnis und die Ironie.« Ingrid Mylo, HR, Mikado, 6.6.2006

»Wer diese Kurzgeschichten liest, wird sie nie mehr vergessen: Die große amerikanische Erzählerin Alice Munro.« Roland Mischke, Saarbrücker Zeitung, 9. 6. 2006

»Literatur wird hier zur erzählten Philosophie.« Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 29. 6. 2006

»Kein Wort zu viel, keines zu wenig. Einfach genau richtig. Dabei spannend und sprachlich vollendet.« Brigitte Young Miss, 7/2006

»Wenn Alice Munro, die Meisterin der kanadischen Shortstory, auch nur ein Stück vom Kinofilm zeigt, leuchten die Bilder so deutlich, dass man den Rest des Films mühelos hineinfantasieren kann. Acht unaufgeregte, still-verzweifelte, melancholischzarte Geschichten vom Unterwegs-Sein im eigenen Leben.« Christiane Peitz, Tagesspiegel, 3. 7. 2006

»Denn diese Autorin sagt alles, was zu sagen ist, punktgenau auf engstem Raum. Was man möchte, sind noch mehr Erzählungen von ihr.« Sabine Rohlf, Berliner Zeitung, 10.7.2006

»Das ist der Munro-Effekt: Man meint dem wirklichen Leben begegnet zu sein. Seiner Unauflösbarkeit, seiner Unwiderruflichkeit, seinem Schauer, der uns streift.« Harald Hartung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.7.2006

»Was ihre Erzählungen vor allem auszeichnet, ist die Genauigkeit des Blicks in das Seelenleben ihrer Figuren.« Fridtjof Küchemann, Kölner Stadtanzeiger, 29.7.2006

»So großartig, dass der graue Alltag keine Chance hat.« Für Sie, 16/2006

»Die wunderbare Alice Munro erzählt nicht irgendwelche ›Geschichten‹, sondern unsere Geschichte.« Verena Auffermann, Süddeutsche Zeitung, 5.8.2006

»Wenn man sie liest, passiert mehr als bei manchem guten Roman: Wir begreifen im tiefsten Herzen etwas über die Welt und über die Menschen.« BRIGITTE , 16.8.2006

»Munro schreibt wie eine russische Puppe: Man denkt, darum geht’s – und dann macht sie die Puppe auf und es kommt noch eine Geschichte und noch eine.« Doris Dörrie im ZDF Lesen!,19.9.2006

»Ihr Schreiben speist sich aus dem grauen, blassfarbenen Stoff des Alltags und webt genau daraus literarische Wunderwerke.« Julia Kospach, Österreich, 13.1.2007

Alice Munro – Die Liebe einer Frau

Alice Munro ist eine der größten Autorinnen der kanadischen Literatur und in einem Atemzug mit Margaret Atwood zu nennen. Kaum jemand vermag es, so viel Realität, so viel Verstrickung auf so wenigen Seiten unterzubringen; kaum jemand weiß die Charaktere seiner Figuren auf so knappem Raum so präzise auszuloten, den Leser so geschickt über das scheinbar Alltägliche, Harmlose, Banale hinzuführen – mitten ins Dunkle, Geheimnisvolle der menschlichen Psyche.

Munros Storys sind so komplex wie Romane, Kammerspiele des Gefühls, spektakulär im scheinbar Unspektakulären – sprachliche Meisterstücke. So wenig sich die Figuren ihrer Geschichten auf sicherem Boden befinden, so wenig erlöst uns Alice Munro aus unseren Unsicherheiten, sie hält alles bewusst in der Schwebe – und webt uns ein in ihr erzählerisches Netz

Alice Munro – Himmel und Hölle

In neun Geschichten, die vordergründig alltäglich-harmlos wirken wie ein Kinderspiel, lässt Alice Munro rätselvolle Beziehungen und verdrängte Schuld aufblitzen, die heimlich weiterwirken. Sie erzählt von bestürzend kühnen Momenten des Ausbrechens aus dem eigenen Leben: das ist der Stoff, aus dem ihre Erzählungen sind.

Die Geschichten entführen den Leser an jenen besonderen Ort, der als Alice Munros ureigenes Territorium gilt – den Ort, wo eine unerwartete Wendung des Geschehens den Bogen eines ganzen Lebens zum Aufleuchten bringen kann.

Pressestimmen

»Einmal mehr erweist sich die Kanadierin Alice Munro mit ihren neuen Erzählungen in ›Himmel und Hölle‹ als Meisterin der kleinen Form. […] Ihre eigenen Erzählungen sind Häuser, in denen es unendlich viel zu entdecken gibt… Es sind Wunderhäuser voller Geheimnisse, und wenn man sie wieder verlässt, sieht man die Welt noch lange durch ihre Fenster.« Susanne Weingarten, SPIEGEL special 10/04

»Die hohe Kunst von Alice Munro besteht darin, daß sie dem wenig aufregenden Leben ihrer Helden ein hohes Maß an Intensität, an innerer Dramatik abgewinnt.« Renate Schostack, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6.10.2004

»Sie mögen eigentlich keine Kurzgeschichten? Dann werden Sie Munro lieben. Nach jeder Erzählung glaubt man, einen ganzen Roman gelesen zu haben.« Der Stern, 30.9.2004

»Es spricht vieles dafür, daß Alice Munros Erzählungen das beste sind, was die zeitgenössische Literatur Nordamerikas zu bieten hat.« Jonathan Frantzen, Die Welt, 20.11.2004

»Wie kommt es, dass Alice Munros Erzählungen, die von Krankheit und Tod handeln, vom Verlust und Verlassen, doch etwas so Wohltuendes, etwas Tröstliches haben?… Vielleicht liegt es auch einfach an der genauen, feinfühligen, aber niemals mitleidigen Sprache, mit der die Munro ihre Heldinnen genauso wie ihre Leserinnen berührt.« Brigitte, 5. 1. 2005

»Alice Munro, das sollte den deutschen Lesern endlich einmal klar werden, ist eine der bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Bessere Geschichten als sie schreibt weit und breit keiner.« Anton Thuswaldner, Stuttgarter Zeitung, 7.1.2005

»Alice Munro ist eine der größten Meisterinnen in der Kunstform der Short Story. Sie ist Tschechow, Maupassant, Kipling und dem Flaubert der »Trois Contes« ebenbürtig. […] Alice Munro kann in eine ihrer ausschwingenden, enggeführten und sich verschlingenden Erzählungen so viel hineinpacken wie andere Autoren in einen ganzen Roman.« Antonia S. Byatt, Literaturen, 3/2005

»Insgesamt ist aber die Kunst der Schattierung zu bewundern, die es ihr erlaubt, mit sowenigen Grundtönen eine große literarische Wirkung zu erzielen.« Christoph Haas, Süddeutsche Zeitung, 27.4.2005

Alice Munro – Der Traum meiner Mutter

Alice Munro ist die Meisterin der Ambivalenz. Komik und Tragik, scheinbar Alltägliches und Schicksalhaftes oszilliert in ihren Geschichten in immer neuer Intensität, die den Leser nie unberührt lässt. Wie alle Geschichten der Autorin haben auch die vier Erzählungen dieses Bandes eine unheimliche Unterströmung und locken den Leser mit Andeutungen und Aussparungen in das Reich dunkler Ahnungen.

Ein ›literarisches Wunder‹ nannte die New York Times die Erzählungen der kanadischen Autorin – Geschichten, so komplex wie Romane, Kammerspiele des Gefühls, Geschichten, die wie Idyllen beginnen und sich auf den Abgrund zu bewegen.

Pressestimmen

„…so exzellent, dass sie Kritiker und Kollegen zu Lobeshymnen inspiriert.“ Marie Claire 7/02

„Die Kurzgeschichten der kanadischen Autorin Alice Munro sind hervorragend – wie die Erzählungen in dem jüngsten Band »Der Traum meiner Mutter«. Die Frauen hier werden ihrer Mutterrolle nicht gerecht. Geschichten, die wie Idyllen beginnen und sich auf den Abgrund zu bewegen…“ Doris Dörrie, TIP Berlin, 11.9.02

Literatur-Recherche: Alice Munro

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