Die ältesten, die größten und die schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Von Aachen bis Wolfratshausen… Weihnachtsgeschenke Einkauftipps

An vielen Orten wird in der Vorweihnachtszeit (Advent) ein Weihnachtsmarkt abgehalten (je nach lokaler Tradition auch Christkindlesmarkt, Christkindlemarkt, Christkindlmarkt, Advent(s)markt oder Glühweinmarkt genannt).

Die Weihnachtsmärkte gehen zurück auf spätmittelalterliche Verkaufsmessen und – häufig eintägige – Märkte, die den Bürgern zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit gaben, sich mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert kam der Brauch auf, Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern zu erlauben, Verkaufsstände für die Kleinigkeiten auf dem Markt zu errichten, die die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekamen; auch Stände mit gerösteten Kastanien, Nüssen und Mandeln gab es damals bereits.

Zuckerwatte und Zuckerwattemaschinen

geflochtene Körbe und Korbwaren

Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden die Märkte zu einem festen Element des vorweihnachtlichen Brauchtums.

Zeitraum

Kleinere Weihnachtsmärkte öffnen mancherorts nur für wenige Tage oder an einem oder zwei Wochenenden, in der Regel sind sie jedoch an allen Tagen im Advent bis zum 23. Dezember geöffnet. Zum eigentlichen Weihnachtsfest sind die meisten Weihnachtsmärkte bereits wieder geschlossen, manche öffnen auch nach Weihnachten noch einmal für einige Tage, wenige öffnen auch an Feiertagen.

Adventskalender für Erwachsene

Adventskalender für Kinder

Adventskalender zum Befüllen

Der Beginn städtischer Weihnachtsmärkte, die für die Kommunen, den Einzelhandel und die Marktbeschicker auch einen Wirtschaftsfaktor darstellen, hat sich seit einigen Jahren in den November hinein verschoben. Da der Sonntag vor dem ersten Advent jedoch als Totensonntag begangen wird, stößt diese Praxis mancherorts auf Kritik seitens der Kirchen, so in Bonn oder 2012 in Potsdam oder Halberstadt oder 2013 in Hof. Aufgrund dieser Kritik starten viele Weihnachtsmärkte erst am Montag nach dem Totensonntag oder bleiben an diesem Sonntag geschlossen. Ein Weihnachtsmarkt in Oberhausen öffnete 2012 bereits zwei Tage vor dem Volkstrauertag.

Insbesondere Märkte, in die Eislaufbahnen integriert sind, haben oft auch im neuen Jahr noch geöffnet (z.B. der Weihnachtsmarkt in Ibbenbüren, der zudem noch am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag betrieben wird).

Das herkömmliche Bild eines Weihnachtsmarktes

Ein typischer Weihnachtsmarkt besteht heute aus zahlreichen Verkaufsständen auf den Straßen und Plätzen eines Ortes, oft vor historischer und publikumswirksamer Kulisse. Es werden weihnachtliche Backwaren und regionale Spezialitäten wie Printen

Aachener Printen und Printenmischungen

Lebkuchen

Lebkuchen ab 0,35 Euro

Berliner Pfannkuchen, Spekulatius

Spekulatius, Gewürz-Spekulatius, belgische Spekulatius-Spezialitäten

Christstollen

Christstollen ab 4,95 Euro

Süße Backwaren-Spezialitäten

diverse Süßigkeiten wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Speisen angeboten. Zum Angebot werden auch warme Getränke, wie Glühwein

Glühwein

(daher auch der Name „Glühmarkt“), Feuerzangenbowle sowie Glühmost und Punsch (in Österreich) zum Durchwärmen ausgeschenkt, aber auch andere Getränke wie Weihnachtsbock.

Was zum typischen Angebot von Weihnachtsmärkten gehört, ist umstritten. So vertrat der Bürgermeister der Stadt Wolfratshausen, Helmut Forster, den Standpunkt, Cocktails und Bier hätten auf einem Weihnachtsmarkt nichts zu suchen, als sich der Stadtrat von Wolfratshausen mit Alkoholproblemen auf dem dortigen Christkindlmarkt befasste.

Regelmäßig gibt es auf einem Weihnachtsmarkt Verkaufsstände für Weihnachtsartikel oder Schmuck für den Christbaum

Christbaumschmuck

wie Glaskugeln, Adventssterne, Lametta oder kunsthandwerkliche Weihnachtsartikel, wie Krippen, erzgebirgische Schwibbögen oder Räucherfiguren. Zu den meisten Weihnachtsmärkten gehört zudem ein künstlerisches oder kulturelles Rahmenprogramm. Für die Kinder erscheint der Nikolaus mit seinen Helfern, der Weihnachtsmann oder das Christkind und teilt kleine Geschenke aus. Häufig werden auch Fahrten mit Pferdekutschen angeboten. Gelegentlich werden Weihnachtskrippen

Weihnachtskrippen und Krippenfiguren

oder andere Figurengruppen aufgestellt (z. B. Szenen aus Märchen). Auf manchen Weihnachtsmärkten werden auch lebende Krippen aufgestellt, mit echten Schafen, Eseln, Ziegen, Dromedaren oder Trampeltieren (auf denen bisweilen gegen Gebühr auch geritten werden kann). Seltener sind auch Rentiere oder exotische Tiere wie Lamas, Alpakas oder Yaks zu sehen. Auf geeigneten Bühnen, z. B. dem Balkon eines Rathauses, werden Krippenspiele oder weihnachtliche Konzerte aufgeführt.

Seinen besonderen Reiz erlangt der Weihnachtsmarkt meist durch einen großen Weihnachtsbaum und die festliche Beleuchtung

Weihnachtsbäume mit Beleuchtung

die im Kontrast zur früh einsetzenden Dunkelheit stehen.

Auf den größeren Weihnachtsmärkten, oft auch als Adventmärkte bezeichnet, werden hauptsächlich Waren als reguläres Geschäft von professionellen Marktfahrern angeboten. Es gibt aber auch Märkte, deren Erlös karitativen oder anderen gemeinnützigen Zwecken zufließt und die von Vereinen organisiert werden, die oft auch selbst hergestellte Produkte verkaufen.

Einzelne Weihnachtsmärkte finden auch außerhalb von Ortszentren statt, etwa auf Burgen, Schlössern, in Guts- oder Klosterhöfen oder Freilandmuseen, in Porta Westfalica auch in einem Besucherbergwerk oder in Saalfeld innerhalb und außerhalb der Feengrotten.

Die ältesten und die größten Weihnachtsmärkte in Deutschland

Märkte in Deutschland, deren Ursprünge vor das Jahr 1500 zurückreichen oder aus mindestens 200 Ständen bestehen bzw. von mehr als 1,5 Mio. Gästen pro Jahr besucht werden.

Aachen

Der Weihnachtsmarkt in Aachen, ursprünglich Aachener Printenmarkt genannt, findet mit über 120 Ständen rund um den Aachener Dom und das Aachener Rathaus statt. Er lockt jedes Jahr mehr als 1,5 Millionen Menschen nach Aachen.

Aachener Printen und Printenmischung in silbernen Metallkiste: Rathaus zu Aachen

Der Aachener Weihnachtsmarkt, welcher jedes Jahr in der Adventszeit stattfindet, entstand in den 1970er Jahren. Der Printenmarkt, wie er früher hieß, war nur um den Elisenbrunnen angesiedelt, wohingegen heute der Weihnachtsmarkt auf dem Aachener Markt und dem Katschhof stattfindet, da der Platz sonst nicht mehr ausreichen würde.

Mit einer jährlichen Besucherzahl von mehr als 1,5 Millionen Besuchern aus mittlerweile weiten Teilen Europas zählt der Aachener Weihnachtsmarkt zu den größeren in Deutschland, obwohl er im Jahr 2008 nur von 117 Ausstellern und Gastronomen beschickt wurde.

Als großes Ereignis findet er jedes Jahr in der Aachener Altstadt rund um den Aachener Dom und das Rathaus statt, wo die Kulisse für ein besonderes Flair sorgt. Kulinarische Besonderheiten sind vor allem die Aachener Printen, Lebkuchen, Dominosteine, Spekulatius und Marzipanbrote.

Augsburger Weihnachtsmarkt

Augsburger Weihnachtsmarkt

Augsburg

Der Augsburger Christkindlesmarkt hat seinen Ursprung im 1498 erstmals urkundlich erwähnten Lebzeltermarkt. Neben dem Christkindlesmarkt auf dem Rathausplatz gibt es in der Stadt noch weitere kleinere Märkte, z. B. vor dem Hauptbahnhof oder dem Martin-Luther-Platz. Berühmt ist der Christkindlesmarkt vor allem durch das Engelsspiel. Seit 1977 ist das Engelsspiel an der Rathaus-Fassade ein beliebtes und stimmungsvolles Ereignis in der Augsburger Innenstadt. Jedes Jahr zur Eröffnung des Christkindlesmarktes treten die nach Vorlage des Künstlers Hans Holbein verkleideten Engel für 8 Minuten auf. Rund 24 kleine und große Engel dekorieren in der Vorweihnachtszeit 4-mal pro Woche die festlich und hell erleuchtete Augsburger Rathausfassade in einen lebendigen Adventskalender.

Engelfiguren

Lebkuchen als Naschwerk zur Weihnachtszeit spielten ab dem 12./13. Jahrhundert eine große Rolle. Die Lebkuchenbäcker verzierten ihr Weihnachtsgebäck mit Motiven von schönen Frauen und stolzen Rittern und boten sie den Bürgern feil. Gemeinsam mit den ersten Weihnachtskrippen aus Italien und allerlei festlichem Wandschmuck dürften sie die Verkaufsschlager auf dem Augsburger Weihnachtsmarkt gewesen sein, der als „Lebzeltermarkt“ im Jahr 1498 in einem städtischen Protokoll erwähnt wird. Der Rat der Stadt regelte am 22. Dezember 1498 die einheitliche Gestaltung der Verkaufsstände vor dem Dom und am Perlachturm. Dieser Text erwähnt einen Verkauf „seit allter herkommen“. Im Jahr 1527 wird das Abhalten eines Lebkuchenmarktes am alten Rathaus, das dem heutigen Gebäude weichen musste, neuerlich in Akten dokumentiert.

Der Christkindlesmarkt verfügt über mehrere historische Benennungen. Bis etwa um das Jahr 1800 existiert er auch als Nikolai-Markt, an dem an drei Tagen im Advent Krippenschnitzer aus dem vor der Stadt gelegenen Dorf Oberhausen ihrer Kundschaft mit weihnachtlicher Ware dienten. Das 1808 offiziell Weihnachts- und Christmarkt genannte Ereignis ging in den damaligen Sprachgebrauch der Bevölkerung als Christkindles Kirreweyh ein. Im Jahr 1815 gruppierten sich die Buden vom 21. bis 24. Dezember um den Platz am Merkurbrunnen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Markt immer wieder verlegt, sodass er inzwischen fast überall in der Augsburger Innenstadt schon einmal zuhause war. Im 19. Jahrhundert noch in der Maximilianstraße zog er 1898 beispielsweise in die Ludwigstraße, 1903 an den Oberen Graben, 1924 auf den Jakobsplatz und 1930 an den Obstmarkt. Am Königsplatz fand er 1933 bis 1943 und 1945/46 statt, bei St. Anna 1947, in der Fuggerstraße 1948 bis 1951 bzw. 1961/62 und auf dem Elias-Holl-Platz von 1952 bis 1960. Seit 1963 befindet sich der Christkindlesmarkt auf dem Augsburger Rathausplatz.

Der Christkindlesmarkt beginnt in der Regel am Montag vor dem 1. Advent und endet am 24. Dezember. Seit 1977 findet an den Adventswochenenden jeweils um 18 Uhr sowie zur Eröffnung und zum Abschluss des Marktes das „Engelesspiel“ statt. Dabei erscheinen zu weihnachtlicher Musik in den Fenstern sowie auf dem Balkon des prachtvollen Augsburger Rathauses 24 Engel, deren Kostüme einem Altarbild Hans Holbeins des Älteren nachempfunden sind.

Bautzen

Der Bautzener Markt ist ein kleiner Weihnachtsmarkt, dessen Geschichte bis zum Jahr 1384 zurückreicht, als König Wenzel der Stadt das Recht zur Abhaltung eines freien Fleischmarktes, jeweils samstags vom Michaelistag (29. September) bis Weihnachten verlieh. Er ist damit der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Seit 2009 heißt der Bautzener Weihnachtsmarkt offiziell Wenzelsmarkt.

Der Bautzener Weihnachtsmarkt, obersorbisch Budyske hodowne wiki, in der Oberlausitz ist vermutlich der älteste Weihnachtsmarkt in Deutschland. Seit 2009 heißt er offiziell Bautzener Wenzelsmarkt (Wjacławske wiki). Bei einer Befragung sprachen sich 62 Prozent der auf dem Markt vertretenen Händler für »Wenzelsmarkt« als Namen aus. 2012 wurde der 628. Bautzener Wenzelsmarkt eröffnet.

Die Tradition des Bautzener Weihnachtsmarktes lässt sich bis zum Jahr 1384 zurückverfolgen, als König Wenzel der Stadt das Recht zur Abhaltung eines freien Fleischmarktes in der Vorweihnachtszeit verlieh. Die Fleischer waren in Bautzen eine der mächtigsten Zünfte, deren Status nach den niedergeschlagenen Handwerkeraufständen 1400 und 1408 in Bautzen, an denen sie sich nicht beteiligten, sogar noch zunahm. 1505 wurde in Verordnungen sogar festgeschrieben, dass kein anderer Ort in der Oberlausitz einen derartigen Markt abhalten durfte. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu den Erzeugnissen der Fleischer immer mehr Produkte des täglichen Bedarfs und so findet man heute einen klassischen Weihnachtsmarkt vor.

Händler und Gastronomen präsentieren auf dem Weihnachtsmarkt ihre Waren. Kulturelle Veranstaltungen wie der Stollenanschnitt des mehrere Meter langen Stollens, Bläserkonzerte und Liedersingen finden in der Vorweihnachtszeit statt. Der Weihnachtsmarkt findet auf dem Kornmarkt am Reichenturm, der Reichenstraße und dem Hauptmarkt statt.

Berlin

Seit dem beginnenden 16. Jahrhundert gibt es in der deutschen Hauptstadt Weihnachtsmärkte. Sie haben sich im Lauf der Zeit außer in Alt-Berlin auch in den bis 1920 selbstständigen Gemeinden wie Charlottenburg, Friedrichshain oder Spandau entwickelt. Aufgrund eines fehlenden gewachsenen Stadtzentrums finden die Advents- und Weihnachtsmärkte weiterhin dezentral statt, einige gehören zu den besucherstärksten in Deutschland. Mit Unterbrechungen durch die Weltkriege des 20. Jahrhunderts und die Teilung der Stadt entwickelten sich die Weihnachtsmärkte zu einem Besuchermagnet in fast allen Berliner Bezirken. Im Jahre 2008 wurden 45 Märkte angegeben, von denen etwa ein Dutzend über mehrere Wochen in der Adventszeit abgehalten werden.

Von den inzwischen mehr als 45 Weihnachtsmärkten in den Berliner Bezirken findet sich im Folgenden eine kleine Übersicht, die nur einige langfristige, also mehrwöchige Märkte, berücksichtigt. Änderungen und Termine vorbehalten:

Dauerhafte Weihnachtsmärkte in den Bezirken

Weihnachtsmarkt in Charlottenburg-Wilmersdorf

Seit 1983 Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche: Kunsthandwerker, Händler, Schausteller. Für das Jahr 2004 wurden 2,3 Millionen Gäste ermittelt. Standort: Breitscheidplatz.

Am Schloss Charlottenburg: Internationale Angebote wie südtiroler und russische Spezialitäten, zusätzlich im Angebot Husky-Schlittenfahrten, Puppenspiel. Standort: Luisenplatz.

Wintertraum Weihnachtsmarkt Wilmersdorfer Straße: Seit 2004 werden in 30 geschmückten Holzhütten Kunsthandwerkserzeugnisse, Getränke, Mandeln und andere Süßigkeiten angeboten.

Weihnachtsmarkt in Friedrichshain-Kreuzberg

Weihnachtsmarkt am Platz der Vereinten Nationen: Seit etwa 1995 werden in Holzhütten Glühwein, weihnachtliches Gebäck und geröstete Mandeln sowie Erzeugnisse von Kunsthandwerkern angeboten, Kinderfahrgeschäfte sind aufgebaut. Ein Stück des östlichen Straßenbereichs wird dafür total für den Durchgangsverkehr gesperrt.

KiezWeihnacht an der Samariterkirche in Friedrichshain: Seit 2006 findet dieser Weihnachtsmarkt statt.

Chanukka-Markt: Jüdisch geprägte Angebote mit Begleitprogramm wie Puppenspiel, Konzerte. Standort: Jüdisches Museum, Glashof, Lindenstraße 9

Weihnachtsmarkt in Lichtenberg

Lichtermarkt am Rathaus: Seit 1992 jeweils am ersten Adventwochenende vor dem Rathaus Lichtenberg; musikalisch umrahmt.
Mittelalter-Weihnachtsmarkt im Ortsteil Berlin-Karlshorst auf dem Theaterplatz: am zweiten Adventwochenende.
Weihnachtsmarkt in der Naturschutzstation Malchow, am zweiten Adventwochenende
Wartenberger Sternenmarkt: im und um den Wartenberger Hof, erste Woche im Dezember.

Weihnachtsmarkt in Berlin Mitte

Alexanderplatz: Kunsthandwerker, Händler, Schausteller. Standort: Alexanderplatz, vor dem Alexa-Center.

Berliner Weihnachtszeit am Roten Rathaus: Seit 2008 unter der Regie von Hans-Dieter Laubinger realisiert. Alt-Berliner Marktgassen werden durch bedruckte Planen und einem Grundgerüst nachgestaltet, sie sind rund sechs Meter hoch. Unten befinden sich die Marktstände, die Fenster der ersten Etage sind beleuchtet. Außer den Verkaufshäuschen gibt es kleine historische Kinderkarussells sowie ein Riesenrad an der Spandauer Straße und eine Eisbahn rund um den Neptunbrunnen. Standort: Rathausstraße, Marienplatz, Neptunbrunnen.

WeihnachtsZauber auf dem Gendarmenmarkt: Kunsthandwerker, Händler, Schausteller in Form einer kleinen Zeltstadt, zusätzlich Kulturprogramm mit wechselnden Angeboten. Standort: Gendarmenmarkt rund um das Schauspielhaus

Nostalgischer Weihnachtsmarkt: Kunsthandwerker wie Besenbinder, Kerzenzieher, Holzschnitzer u. a. führen vor Interessenten ihre Arbeiten in kleinen Holzhäuschen vor und verkaufen die Produkte. Ein Überraschungsbasar sowie Kleinkunstdarbietungen umrahmen den Markt. Standort: zwischen Staatsoper, ehemaligem Prinzessinnenpalais und dem Boulevard Unter den Linden.

Umwelt-Weihnachtsmarkt: Kunsthandwerk- und ökologische Produkte werden angeboten. Standort: Sophienstraße, nahe der Hackeschen Höfe.

Winterwelt am Potsdamer Platz und traditioneller Weihnachtsmarkt: Ein künstlicher schneebedeckter Berg und eine Eisbahn laden seit einigen Jahren Besucher zum Rodeln, Tubing, Schlittschuhlaufen; österreichische Gerichte werden geboten; Händlerangebote. Standort: um den Potsdamer Platz.

Weihnachtsmarkt in Berlin Mitte Pankow (Prenzlauer Berg)

Lucia-Weihnachtsmarkt: Basis des umfangreichen Kulturangebotes ist das schwedische Lucia-Fest, Standort: Kulturbrauerei.

Weihnachtsmarkt in Reinickendorf

Weihnachtsmarkt im Clou: Schmuck, Kunsthandwerk, Weihnachtsgebäck. Standort: Kurt-Schumacher-Platz.

Weihnachtsmarkt in Spandau

Der Weihnachtsmarkt im Bezirk Spandau ist mit 1,8 Millionen Besuchern (Stand: 2004) einer der großen Weihnachtsmärkte Deutschlands. Er findet seit dem 1. Advent 1974 jährlich in der Altstadt Spandau statt. Im Jahr 1977 wurden Teile des Kulturprogramms im Fernsehen übertragen, was zu einer gesteigerten Popularität des Marktes beitrug. Seit 1983 öffnet der Markt seine Buden an allen Adventswochenenden, dabei umfasst er über 400 Stände, die einen großen Teil der Altstadt einnehmen. An Wochentagen gibt es rund 200 Stände von Markthändlern, Kunsthandwerkern und Schaustellern in den größeren Straßen der Altstadt. Auf einer Bühne am Marktplatz findet ein Kulturprogramm mit täglichen Aufführungen statt, darunter die Freitagskonzerte und der WinterZauberBerlin.

Bemerkenswert sind ferner eine Weihnachtskrippe mit lebenden Tieren vor der Nikolaikirche auf dem Reformationsplatz sowie der Basar der Spandauer Schulen auf dem alten Posthof an der Carl-Schurz-Straße. Als Teil des adventlichen Marktgeschehens findet am Gotischen Haus in der Breite Straße unter dem Slogan „Lebendiges Handwerk im Advent“ eine Verkaufsschau von Kunsthandwerkern aus Berlin und Brandenburg statt. Vor allem Korbflechter, Kerzenzieher, Glasbläser, Porzellanmaler zeigen ihr Handwerk vor Ort.

Darüber hinaus gibt es einen Kinderweihnachtsmarkt Am Juliusturm auf der Zitadelle. Eine weihnachtlich geschmückte Stadt ist nachgestaltet. Spiel-, Aktions- und Bastelzelte, Ponyreiten, Märchenstunden und andere Aktivitäten laden die Kinder zum Mitmachen ein.

Braunschweig

Der Weihnachtsmarkt in Braunschweig hat eine über 300-jährige Tradition, deren Ursprünge bis in die Zeit um 1500 zurück reichen. Er findet rund um den Braunschweiger Dom und auf dem Burgplatz statt und wird eingerahmt von einem baulichen Ensembles aus Burg Dankwarderode, dem Huneborstelschen Haus und dem Vieweghaus mit dem Braunschweiger Löwen in seiner Mitte. Die mehr als 140 Buden und Stände ziehen jedes Jahr Hunderttausende an.

Seit 2006 umfasst der Braunschweiger Weihnachtsmarkt mehr als 130 Marktstände und Fahrgeschäfte; um eine Zulassung bewerben sich rund 270 Marktbeschicker und Schausteller. Im Auswahlverfahren für die Standplätze wird insbesondere auf die Attraktivität der Stände und Geschäfte geachtet, die „sich in das traditionelle, historische Gesamtbild des Weihnachtsmarktes einfügen“ müssen. Darüber hinaus werden jährlich während des Marktes die Weihnachtsmarktstände bzw. Fahrgeschäfte ausgewählt, die eine Auswahlkommission als besonders attraktiv bzw. als unattraktiv erachtet; während die einen mit einer Urkunde prämiert werden, erhalten die anderen einen „Blauen Brief“, ehemals einen „Sauren Tannenzapfen“, und können zudem „für die Dauer von bis zu fünf Jahren von der Teilnahme am Braunschweiger Weihnachtsmarkt ausgeschlossen“ werden.

Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt an seinem jetzigen Standort jeweils am Mittwoch nach dem letzten Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, dem Totensonntag, und endet seit dem Jahr 2006 zwei oder drei Tage nach dem Zweiten Weihnachtsfeiertag; im Verlaufe des Marktes herrscht am 24. und am 25. Dezember Marktruhe.

Chemnitz

Ende November wird rund um das Rathaus mit insgesamt 200 Ständen der Chemnitzer Weihnachtsmarkt eröffnet. Sowohl auf dem Neumarkt als auch auf dem Rosenhof finden sich Stände mit erzgebirgischem Kunstgewerbe und lokalen Gerichten sowie Fahrgeschäfte. Als Höhepunkte gelten jedes Jahr der Mittelaltermarkt, die regelmäßigen Rathaus- und Turmführungen mit dem Chemnitzer Türmer, ein Bühnenprogramm und die traditionell als Auftakt stattfindende Bergparade mit etwa 900 Teilnehmern.

Dortmund

Den Dortmunder Weihnachtsmarkt mit über 300 Marktständen besuchen jedes Jahr mehr als 3,6 Millionen nationale und internationale Gäste. Seit 1997 wird auf dem Hansaplatz ein besonders großer Weihnachtsbaum errichtet. An einem 45 m hohen konisch zulaufenden Stahlgestell werden dabei rund 1700 einzelne Fichten befestigt, so dass sie gemeinsam wie ein sehr großer Baum wirken. In der Eigenwerbung wird er als größter Weihnachtsbaum bezeichnet. Es gab und gibt jedoch in anderen Ländern weit größere Weihnachtsbäume.

Dresdner Striezelmarkt

Dresdner Striezelmarkt

Dresden

Der Dresdner Striezelmarkt, der größte der sieben Weihnachtsmärkte in Dresden, geht auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurück, der einen eintägigen freien Markt auf dem Altmarkt „am Tage vor dem Heiligen Christabend“ gestattete. Er ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland und wird auch heute jährlich auf dem Altmarkt in Dresden veranstaltet. Mit knapp 250 Ständen und zweieinhalb Millionen Besuchern ist er zudem einer der meistbesuchten in Deutschland.

Ursprünglich handelte es sich dabei um einen eintägigen Fleischmarkt, auf dem sich die Bewohner nach den vorweihnachtlichen Fastentagen ihren Weihnachtsbraten auswählen konnten. Danach kamen weitere Verkaufswaren hinzu. Das Christbrot, auch Striezel oder Stollen genannt, gab dem am Montag vor Weihnachten stattfindenden Markt um 1500 den Namen Striezelmontag.

Im 16. Jahrhundert lockte die steigende Nachfrage immer mehr Handwerker und Händler aus benachbarten Ortschaften, aus dem Erzgebirge, der Oberlausitz und sogar aus Böhmen an. Nach 1700 wurde die Marktdauer verlängert. Mit der zeitlichen Verlängerung zählte der Dresdner Striezelmarkt bald neben dem Nürnberger Christkindlesmarkt oder dem Frankfurter Christkindchesmarkt zu den bedeutendsten deutschen Weihnachtsmärkten. Parallel dazu wurde das Angebot deutlich erweitert. Neben Töpferwaren bestimmten ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend Spielzeugausladen mit gedrechselten und geschnitzten „Puppenwerk“ das Bild des Marktes.

Jeden Abend wird vom „Weihnachtsmann“ für die Kinder eine Tür im Adventskalender geöffnet, wohinter sich Bilder befinden. Als Höhepunkt des Marktes wird am Samstag vor dem 2. Advent seit 1994 das Dresdner Stollenfest gefeiert, für das ein Riesenstollen gebacken wird. Dieser wird in einer Zeremonie dann auf dem Dresdner Striezelmarkt angeschnitten. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute.

In der Mitte des Platzes steht mit 14,62 Meter Höhe die weltgrößte erzgebirgische Stufenpyramide. Das Tor zum Dresdner Striezelmarkt bildet der größte begehbare erzgebirgische Schwibbogen der Welt. Er ist 13,5 Meter breit und mehr als fünf Meter hoch.

Auf dem Markt wird, neben vielem anderen, Holzschnitzerei aus dem Erzgebirge angeboten, die sogenannte Erzgebirgische Volkskunst. Ebenso kann man sogenannte Pflaumentoffel, kleine Männchen aus Backpflaumen, sowie Pulsnitzer Pfefferkuchen und Dresdner Stollen kaufen.

Seit 2004 wird der Striezelmarkt durch einen ökumenischen Gottesdienst in der benachbarten Kreuzkirche eröffnet, welcher musikalisch durch den Dresdner Kreuzchor und die Dresdner Kapellknaben gestaltet wird.

Erfurt

Schauplatz des Erfurter Weihnachtsmarkts ist der Domplatz mit dem Erfurter Dom und der Severikirche im Hintergrund. Ableger des Weihnachtsmarktes finden sich auch in der restlichen Innenstadt von Erfurt und erstrecken sich über den Fischmarkt, die Schlösserbrücke, den Anger bis hin zum Willy-Brandt-Platz. Insgesamt werden in über 200 Holzhäusern kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und Weihnachtsaccessoires angeboten. Der Erfurter Weihnachtsmarkt wird jedes Jahr von ca. 2 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland besucht.

In der Mitte des Weihnachtsmarktes wird jährlich eine 25 Meter hohe Tanne errichtet. Seit 2005 befindet sich am Eingang des Weihnachtsmarktes eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide, die auf fünf Etagen Personen der Erfurter Geschichte sowie weihnachtliche Szenen darstellt. Eine weitere Attraktion ist die Weihnachtskrippe mit 14, nahezu lebensgroßen, handgeschnitzten Figuren.

Der Erfurter Weihnachtsmarkt findet jährlich zur Adventszeit in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt statt und gilt als einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Im Jahr 2010 fand der Weihnachtsmarkt in der Zeit vom 23. November bis zum 22. Dezember zum 160. Mal statt. Der Erfurter Weihnachtsmarkt wird jedes Jahr von ca. 2 Millionen Menschen besucht.

Schauplatz des Weihnachtsmarktes ist der Domplatz mit dem beleuchteten Ensemble von Erfurter Dom und Severikirche im Hintergrund. Ableger des Weihnachtsmarktes finden sich auch in der restlichen Innenstadt von Erfurt und erstrecken sich über den Fischmarkt, die Schlösserbrücke, den Anger bis hin zum Willy-Brandt-Platz. Insgesamt werden in über 200 Holzhäusern kulinarische Spezialitäten, Kunsthandwerk und Weihnachtsaccessoires angeboten. Besonders beliebt sind Thüringer Spezialitäten, wie die Thüringer Bratwurst und das Erfurter Schittchen. Das Erfurter Schittchen wurde 1329 erstmals erwähnt und zählt damit zu den ältesten Christstollen in Deutschland.

In der Mitte des Weihnachtsmarktes ragt eine 25 Meter hohe Tanne empor. Seit 2005 befindet sich am Eingang des Weihnachtsmarktes eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide, welche auf fünf Etagen Personen der Erfurter Geschichte, sowie weihnachtliche Szenen darstellt. Eine weitere Attraktion ist die Weihnachtskrippe mit 14 nahezu lebensgroßen, handgeschnitzten Figuren, sowie der Märchenwald.

Moosmännel

Moosmännel

Erzgebirge

Die Weihnachtsmärkte im Erzgebirge sind über die Grenze Deutschlands hinaus bekannt. Sie sind sehr durch den Bergbau geprägt. Natürlich wird auch auf ihnen die typische erzgebirgische Volkskunst verkauft. Dazu gehören Räuchermänner

Räuchermännchen, verschiedene Figuren

Weihnachtspyramiden

Weihnachtspyramiden

Schwibbögen

Schwibbögen aus dem Erzgebirge

Bergmanns- und Engelsfiguren

Engelfiguren

Auf den meisten Weihnachtsmärkten im Erzgebirge gibt es auch Bergparaden, die in den traditionell geschmückten mittelalterlichen Bergstädten eine ganz besondere Atmosphäre schaffen. Im Erzgebirge gibt es sehr viele Weihnachtsmärkte, wobei sich die bekanntesten und größten u.a.in Annaberg-Buchholz, Aue, Freiberg, Marienberg, Olbernhau, Schwarzenberg und Schneeberg befinden.

Der Räuchermann, auch Räuchermännchen, erzgebirgisch Raachermannel, dient zum Abbrennen von Räucherkerzchen und ist eine Erfindung der Spielzeugmacher aus dem Erzgebirge.

Der Räuchermann wurde um 1830 erstmals erwähnt, seine Herstellung und sein Gebrauch sind heute ein fester Bestandteil der erzgebirgischen Volkskunst und des erzgebirgischen Brauchtums der Weihnachtszeit. Dazu wird ein angezündetes Räucherkerzchen auf den unteren Teil der zweigeteilten Holzfigur gestellt. Der obere Teil ist ausgehöhlt und wird auf den ersten Teil gesteckt. Das Räucherkerzchen brennt im Inneren des meist gedrechselten Räuchermannes ab, der Rauch steigt dabei nach oben und tritt aus dem Mundloch aus. Vor der Erfindung des Räuchermanns stellten die Erzgebirger die Räucherkerzchen offen hin.

Räuchermännchen werden zur Weihnachtszeit, zusammen mit Schwibbogen, Bergmann, Engel und Pyramide aufgestellt.

Erzgebirgischer Schwibbogen

Erzgebirgischer Schwibbogen

Räuchermännchen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, die meist die Handwerksberufe der Region zum Thema haben. So finden sich neben Förstern, Hausierern und anderen Berufsgruppen traditionell vor allem Rastelbinder, Bergleute, Soldaten und Kloßfrauen. Neben stehenden Figuren gibt es Kantenhocker, die auf Tisch- oder Möbelkanten gesetzt werden, oder kleine Szenarien mit mehreren Räuchermännchen auf einer Grundplatte, wie die Drei Skatspieler. Moderne Fertigungsmethoden ermöglichen darüber hinaus Räuchermännchen, bei denen der Rauch beispielsweise über eine Kaffeekanne oder einen Topf mit Klößen austritt.

Seit einigen Jahre bieten verschiedene Hersteller als Alternative zu den traditionellen Räuchermännchen sogenannte Räucherhäuschen an. Als Material finden hierfür Holz oder Blech Verwendung. Meistens kann zur Einbringung der Räucherkerze das Dach abgehoben werden. Gestalterisch zeigen sich vorwiegend winterliche, weihnachtliche, aber auch märchenorientierte Motive. Eine Besonderheit stellen jene Räucherhäuschen dar, bei denen die brennenden Räucherkerzen „kopfüber“ eingebracht werden. Die Kegel brennen bei dieser Methode vollständig ab und hinterlassen nicht den üblichen schwärzlichen Schmierfilm auf der Brennunterlage.

Als Pendant zum erzgebirgischen Räuchermann gewinnt im benachbarten oberen Vogtland das Moosmännel an Boden. Es verkörpert einen kleinwüchsigen Waldgeist, der armen Familien mit Naturalien aus dem Wald hilft, Laub in Gold verwandeln kann und nach der Sage besonders zur Weihnachtszeit auftritt. Als Figur wird er mit Werkstoffen aus dem Wald (Holz, Wurzeln, Flechten, Gräsern) hergestellt und als Lichterträger zur Volkskunst weiterentwickelt.

Das kleinste und größte Räuchermännchen der Welt im Miniaturenpark Kleinwelka in Bautzen haben einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

Weihnachtspyramiden sind Lichtergestelle, die als vorweihnachtliche Raumdekoration und zum Schmuck von Plätzen im Freien verwendet werden. Herstellung und Gebrauch von Weihnachtspyramiden sind ein Bestandteil der Volkskunst und des Brauchtums im Erzgebirge. Die karussellartig aufgebauten Gestelle werden sowohl mit christlichen Motiven (wie z. B. Engelfiguren und Christi Geburt) als auch mit weltlichen Motiven (z. B. Bergleute und Waldmotive) angefertigt und werden traditionell mit Hilfe der aufsteigenden Wärme von den Kerzen angetrieben, die ein Flügelrad und den damit über einen Stab verbundenen Teller in Bewegung setzt.

Die Entstehung der Weihnachtspyramide

elektrische Weihnachtspyramiden

geht bis ins Mittelalter zurück. In dieser Zeit war es in Süd- und Westeuropa üblich, in der Wohnung immergrüne Zweige (z. B. Buchsbaum) aufzuhängen, um Unheil in der dunklen Zeit abzuwenden. In Nord- und Osteuropa versuchte man dies mit Hilfe der Kraft des Lichtes. Die Weihnachtspyramide vereinte beide Bräuche und wurde vor allem im Erzgebirge zu einem Symbol für das Weihnachtsfest. Die in Deutschland im 18. Jahrhundert bekannten Lichtergestelle waren der Ursprung der heutigen Pyramiden.

Als Schwibbogen bezeichnet man einen Lichterbogen

Lichterbogen – Schwibbogen

aus dem Erzgebirge. Hier sind Schwibbögen ein fester Bestandteil der Erzgebirgischen Volkskunst. Der Name leitet sich von seiner Form, der eines Schwebe- oder Strebebogens, ab, die sich in ähnlicher Form in der Architektur wiederfindet.

Vornehmlich zur Advents- und Weihnachtszeit werden die heute in der Regel elektrisch beleuchteten Bögen seit Mitte des letzten Jahrhunderts in die Fenster vieler Häuser, auch weit außerhalb der Erzgebirgsregion gestellt und finden als Großbögen auch im Außenbereich Verwendung. Der derzeit weltweit größte Außenschwibbogen ist 2009 in Gahlenz für den Dresdner Striezelmarkt geschaffen worden. Mit dem beleuchteten Schwibbogen im Fenster war eine weitere Symbolik verbunden: das Licht des Schwibbogens sollte den Bergleuten den sicheren Weg zurück ins Heim weisen.

Seit den 1990er Jahren bildeten sich Abweichungen von der traditionellen, halbrunden Form heraus. Die als Dreieck ausgeführte Bauart trägt die Bezeichnung Lichterspitze und zeigt häufig als Motiv Waldszenen, Forsthaus, Christkrippe, Nikolaus oder Sakralbauten wie die Dresdner Frauenkirche. Als Neuheit seit 2010 finden sich Gotische Bögen. Diese Form versieht den Bogen mit einer ausgeprägten, mittigen Spitze im Stile eines gotischen Kirchenfensters und wird von den üblichen winterlich-weihnachtlichen Motiven geschmückt.

Weihnachtsmarkt Essen

Weihnachtsmarkt Essen

Essen

Der Weihnachtsmarkt Essen ist sehr weitläufig und erstreckt sich durch die gesamte Essener Innenstadt. Der Markt reicht vom Willy-Brandt-Platz über die Theaterpassage und dem Kennedy-Platz bis hin zur Viehofer Straße. Der Weihnachtsmarkt mit seinen 250 Ständen eröffnet Ende November. Seine deutschlandweite Einzigartigkeit erhält der Weihnachtsmarkt durch die leuchtenden Motive der Essener Lichtwochen.

Die Essener Lichtwochen begannen ihre heutige Tradition am 3. Dezember 1950 in der Innenstadt von Essen. Doch schon seit 1928 wurde die Innenstadt regelmäßig mit Lichterketten geschmückt. Nach dem Krieg begann man jedes Jahr zu einem festgelegten Motto mit beleuchteten Sternen, Lichtgirlanden und leuchtenden Tafeln die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit zu beleuchten. Als Initiatoren richten der Einzelhandel und die Werbegemeinschaft die Lichterschau aus. Traditionell werden sie mit einem Rundgang des Stadtoberhauptes und Gästen eröffnet. Die Lichtwochen gelten als bedeutender Teil der Stadtwerbung.

Frankfurter Weihnachtsmarkt

Frankfurter Weihnachtsmarkt

Frankfurt am Main

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt wurde erstmals 1393 urkundlich erwähnt. Er findet auf dem Römerberg und den umliegenden Gassen und Plätzen statt und besteht aus über 200 Ständen. Mit rund drei Millionen Besuchern ist er einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland.

Seit einigen Jahren finden „Frankfurter Weihnachtsmärkte“ auch in Großbritannien statt und ziehen viele Leute an. Der größte Weihnachtsmarkt-Ableger ist in Birmingham, der Partnerstadt Frankfurts.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt besteht aus über 200 Ständen, die sich von der Zeil über den Liebfrauenberg, die Neue Kräme, den Paulsplatz, den Römerberg und das Fahrtor bis zum Mainkai erstrecken. Die Stände bieten eine bunte Mischung aus 56 Gastronomieständen und beheizten Gaststuben, 29 Süßwarenständen und 6 Kinderkarussells. Den Schwerpunkt bilden nach wie vor die 98 Verkaufsstände für Weihnachtsartikel: vom erzgebirgischen Kunsthandwerk über Kerzen, Marionetten

Marionetten

Blechspielzeug

Nostalgisches Blechspielzeug

bis hin zu modernem oder traditionellem Christbaumschmuck

Nostalgischer Christbaumschmuck

wird ein breites Spektrum geboten.

Einen festen Platz im Programm des Weihnachtsmarktes hat die Ausstellung Frankfurter Künstler in der Paulskirche und in den Römerhallen. Für szenische Aufführungen wird eine Bühne auf dem Römerberg errichtet.

Seit 1995 wird alljährlich zum Weihnachtsmarkt eine Keramiktasse in wechselnden Farben für den Ausschank von Glühwein oder heißem Apfelwein produziert. Die Tassen sind mit wechselnden Frankfurter Motiven geschmückt: Von 1996 bis 2000 waren es der Römer, die Alte Oper, die Paulskirche, der Dom und ein Profilbild von Johann Wolfgang Goethe (zum Goethejahr 1999). Von 2001 bis 2003 wurde eine Serie mit weihnachtlichen Motiven (Weihnachtsbaum, Weihnachtsmann und Schneemann) vor einem stilisierten Bild der Frankfurter Skyline und des Römers produziert. 2004 wurde wiederum der Römer als Motiv für die nunmehr zweifarbigen Tassen verwendet, 2005 die Alte Oper und 2006 die Paulskirche, umrahmt von weihnachtlichen Motiven. 2007 gab es neben der bereits traditionellen Tasse auch einen kleinen Bembel, die beide mit der Silhouette der historischen Römerberg-Ostzeile und des Domes geschmückt sind.

Zu den klassischen Frankfurter Weihnachtsartikeln gehören die Quetschemännsche, kleine Figuren aus Nüssen, Backpflaumen und Rosinen, die Frankfurter Brenten (aus Marzipanteig in Modeln geformte Plätzchen) und vor allem die Bethmännchen.

Das abendliche Turmblasen ist ein Konzert eines Bläserchores, der von der Dachgalerie der Alten Nikolaikirche aus Weihnachtslieder und Choräle spielt.

Die große Weihnachtskrippe auf dem Weihnachtsmarkt mit lebensgroßen Figuren ist eine Stiftung der Aussteller.

Am Samstag vor dem Ersten Advent um 16:30 Uhr, am Vorabend des ersten Sonntags im Kirchenjahr, findet traditionell ein halbstündiges Großes Stadtgeläut aller Innenstadtkirchen statt.

Seit einigen Jahren findet auch in mehreren Städten Großbritanniens ein Frankfurter Weihnachtsmarkt statt, der größte von ihnen in Birmingham, einer Partnerstadt von Frankfurt. Mit über 80 Marktständen, im Wesentlichen von deutschen Schaustellern, und etwa 3,5 Millionen Besuchern ist es nach eigener Aussage der weltweit größte deutsche Weihnachtsmarkt außerhalb des deutschsprachigen Raums. Seit 2002 gibt es darüber hinaus Frankfurter Weihnachtsmärkte in weiteren Städten, 2011 in Manchester, Edinburgh und Leeds.

Hannover

Der Weihnachtsmarkt Hannover an der Marktkirche, 1813 erstmals erwähnt, besteht heute aus rund 180 Ständen und wird jährlich von bis zu 1,5 Millionen Menschen besucht. Als Besonderheiten gelten das Finnische Weihnachtsdorf und das historische Weihnachtsdorf mit Mittelalter-Flair. Daneben gibt es während der gesamten Adventszeit auf der Lister Meile den Lister-Meile-Weihnachtsmarkt und vor dem Hauptbahnhof den Weihnachtsmarkt Ernst-August-Platz. Die Weihnachtsmärkte sind von Ende November bis zum 22. Dezember zwischen 11 und 21 Uhr geöffnet. Zum Weihnachtsmarkt gehört eine übergroße Weihnachtspyramide am Kröpcke.

Der traditionelle Altstadt-Weihnachtsmarkt im historischen Stadtkern findet mit etwa 170 Ständen rund um die Marktkirche statt. Wegen des stimmungsvollen Ambientes in einigen Straßenzügen mit Fachwerkhäusern gilt er als touristische Attraktion, der über eine große Anziehungskraft verfügt. 2009 verzeichnete er rund 1,7 Millionen Besucher.

Das heutige Angebot des Marktes ist weit gestreut und umfasst neben Gastronomie unter anderem Christbaumschmuck, Holzspielsachen, kunstgewerbliche Dinge. Auf dem Markt sind traditionelle Herstellerregionen für Weihnachtsbedarf, wie das Erzgebirge und der Thüringer Wald, vertreten. Auf einer Bühne findet ein Musikprogramm statt. Auch präsentieren Glasbläser, Töpfer und Kerzenmacher ihr Handwerk.

Der Weihnachtsmarkt dehnt sich bis zum Ballhofplatz aus, wo das Finnische Weihnachtsdorf aufgebaut ist. Dort werden kulinarische Spezialitäten aus Finnland und landestypische Handwerksarbeiten angeboten.

Am Historischen Museum wurde ein mittelalterliches Weihnachtsdorf eingerichtet. An zeitgemäßen Marktständen bietet entsprechend gekleidetes Verkaufspersonal Waren und Gastronomie im Stil des Mittelalters an. Es finden auch Handwerksvorführungen statt, wie Schmieden und Filzen.

Auf dem Holzmarkt am Leibnizhaus wurde 2009 erstmals mit 50 Fichten aus dem Harz ein 500 m² großer Wald (Wunschbrunnenwald) aufgebaut, in dem sich Buden befanden.

Der mehrere hundert Meter lange Weihnachtsmarkt auf der Lister Meile findet seit 1989 statt. 2008 waren auf ihm rund 75 Stände vertreten. Organisator des Marktes ist eine Werbegemeinschaft von Geschäftsinhabern, deren Läden sich entlang der Fußgängerzone befinden. Traditionell dominiert bei den Ständen auf der Lister Meile das Kunstgewerbe, die übliche Würstchen- und Glühwein-Gastronomie von Weihnachtsmärkten ist stark unterrepräsentiert. Eine Besonderheit ist das dreimal täglich stattfindende Kaspertheater.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Ernst-August-Platz, dem Vorplatz des Hauptbahnhof, ist um das Jahr 2002 eingeführt worden. Er richtet sich vor allem an Bahnreisende. 2009 war er erstmals bis zum 30. Dezember geöffnet.

Köln

Die Kölner Weihnachtsmärkte führen die Besucherzahlen deutschlandweit an. Von den sechs Kölner Weihnachtsmärkten ist der Weihnachtsmarkt am Kölner Dom mit seinen circa 5 Millionen Besuchern in 5 Wochen der größte. Er erstreckt sich über die Domplatte auf den Roncalliplatz und beherbergt 160 Pavillons mit Angeboten aus Ware, Handwerk und internationaler Gastronomie. Besonders für die Vielfalt des gastronomischen Angebots ist dieser Weihnachtsmarkt bekannt. Insbesondere ausländische Touristen aus Großbritannien und den Benelux-Ländern reisen hierhin mit Bussen an.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Alter Markt beschäftigt sich ganz mit dem Thema der Heinzelmännchen, die mit vielen kleinen Figuren die knapp 100 hölzernen Stände bevölkern. Es gibt unterschiedliche Themengassen, die das Angebot beschreiben; so gibt es beispielsweise eine Handwerkergasse, in der vor Ort produziert und von den Besuchern mitgewirkt wird. Auf dem Neumarkt fand 1970 der erste Kölner Weihnachtsmarkt statt. Heute ist dort der Weihnachtsmarkt der Engel. Den Eingang bildet das Engelstor, durch das man eine Stadt aus großen weißen und naturfarbenen Häusern betritt. Sie sind dekoriert mit Licht- und Kunstobjekten, Kränze schmücken die Fensterbögen. Das Ende des Marktes bildet eine Waldillusion. Weitere Weihnachtsmärkte in Köln sind: Rudolfplatz, Hafen-Weihnachtsmarkt am Imhoff-Schokoladenmuseum (bis 2010: Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt), Schiffsweihnachtsmarkt am Rheinufer und Stadtgarten. Seit 2012 findet in Köln erstmalig ein schwul-lesbischer Weihnachtsmarkt in der sogenannten Christmas Avenue in der Kölner Innenstadt statt.

Leipzig

Der Leipziger Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und den Augustplatz sowie den angrenzenden Straßen gehört mit etwa 250 Ständen zu den größten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Seine Geschichte reicht – nach einer Quelle aus dem Jahr 1714 – bis ins Jahr 1458 zurück. Er ist damit einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Besondere Attraktionen sind ein 857 m² großer freistehender Adventskalender sowie ein historisches Etagenkarussel.

Karussell-Spieluhren, auch nostalgisch

Eröffnet wird der Markt durch den Thomanerchor. Täglich 18 Uhr spielen traditionell Turmbläser vom Balkon des Alten Rathauses. Auf der Marktbühne finden weitere Konzerte statt. Alle zwei Jahre findet die erzgebirgische Bergparade statt, ein Zug einer Blaskapelle mit 700 Bergleuten.

Der Markt bietet mehrere Bereiche, unter anderem ein Märchenland für Kinder auf der Thomaswiese, einen historischen Markt auf dem Naschmarkt, eine Weihnachtskrippe mit echten Schafen, eine acht Meter hohe erzgebirgische Weihnachtspyramide auf dem Nikolaikirchhof und ein finnisches Dorf auf dem Augustusplatz. Auf dem Marktplatz befindet sich die etwa 20 Meter hohe Weihnachtstanne, meist eine Fichte aus der Region. Besondere Attraktion des Weihnachtsmarktes ist ein historisches Etagenkarussell am Salzgässchen. Das in teilen über 100 Jahre alte Karussell fiel vor der Eröffnung des Marktes im November 2009 einem Brand durch Kurzschluss zum Opfer. 2010 wurde das Etagenkarussel originalgetreu wieder aufgebaut. Seit 2010 existiert die ‚Wichtelwerkstatt‘, in der Kinder basteln können. Eine weitere Attraktion ist der seit 1997 aufgestellte, mit 857 Quadratmetern laut Guinness-Buch der Rekorde, größte freistehende Adventskalender der Welt an der Fassade eines Hauses im Böttchergässchen mit drei mal zwei Meter großen Fenstern. Er wird von Schülern Leipziger Schulen und der Musikschule Johann Sebastian Bach bespielt.

Rund ein Drittel der Stände bietet Back- und Süßwaren wie etwa gebrannte Mandeln, Pulsnitzer Pfefferkuchen oder Dresdner Stollen, andere Speisen und Getränke an. Den größten Anteil bilden qualitativ hochwertige Händler, Schausteller und Handwerker. Angeboten werden unter anderem Holzschnitzereien der Erzgebirgische Volkskunst und anderes Kunsthandwerk.

Weihnachtsmarkt in München

Weihnachtsmarkt in München

München

Christkindlmärkte lassen sich in der Vorweihnachtszeit in vielen Stadtteilen und Landkreisgemeinden finden. Der größte und älteste Christkindlmarkt in München ist der am Münchner Marienplatz, der 1310 als Nikolausmarkt erstmals urkundlich erwähnt wurde und damit zu den ältesten Weihnachtsmärkten im deutschen Sprachraum gehört. Mit seinen etwa 140 Marktständen lockt er heute jährlich rund 3 Millionen Besucher aus aller Welt an. Neben dem umfangreichen musikalisch-kulturellen Begleitprogramm gehört zu seinen Attraktionen der fast 30 Meter hohe Christbaum vor dem Rathaus mit rund 2.500 Lichtern, der jedes Jahr von einer anderen Ortschaft aus dem In- oder Ausland (Österreich, Italien) den Münchner Bürgern gespendet wird. Als Entgelt für das Geschenk darf sich die Gemeinde im Innenhof des Rathauses touristisch präsentieren und einen Glühweinausschank betreiben. Das hohe Interesse außerstädtischer Gemeinden an dieser Selbstdarstellungsmöglichkeit zwang die Organisatoren zur Führung einer mehrjährigen Warteliste.[20] Der Markt hat üblicherweise vom Freitag vor dem 1. Adventssonntag bis zum Heiligen Abend täglich geöffnet.

Eine Besonderheit stellt der Kripperlmarkt dar. Er befand sich bis 2011 wenige Meter abseits von der Fußgängerzone am Rindermarkt. Seit 2012 liegt er wieder am historischen Ursprungsort in der direkten räumlichen Nachbarschaft zum Christkindlmarkt in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz um den Richard-Strauss-Brunnen. Dort werden handgeschnitzte und industriell gefertigte Krippenfiguren in verschiedenen Größen, Materialien und Formen, fertige Weihnachtskrippen, vielfältiges Zubehör für Bastler sowie die obligatorischen weihnachtlichen Leckereien wie Glühwein, Bratwürste, Obst sowie allerlei Naschwerk den Besuchern angeboten. Die Verkaufsstände sind um den Richard-Strauss-Brunnen und vor der St. Michael Kirche angeordnet.

Seit 1972 im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen die Münchner Fußgängerzone gestaltet wurde, findet ein Christkindlmarkt am heutigen Standort vor dem Neuen Rathaus und entlang der Neuhauser Straße statt.

Ebenfalls erwähnenswert sind die alljährlich stattfindenden größeren Weihnachtsmärkte am Chinesischen Turm im Englischen Garten, am Sendlinger Tor sowie an der Münchner Freiheit. Auf letzterem wird neben Gastronomieständen ausschließlich modernes Kunsthandwerk von Bildhauerei in Holz, Keramik und Stein, Buchbinderkunst, Druckgrafik, Metallbearbeitung bis Goldschmiedewerke angeboten.

Christkindlesmarkt Nürnberg

Christkindlesmarkt Nürnberg

Nürnberg

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der bekanntesten der Welt. Er findet in der Altstadt von Nürnberg auf dem Hauptmarkt und den angrenzenden Straßen und Plätzen statt. Er entwickelte sich aus einem Wochenmarkt. Erste Nachweise finden sich aus dem Jahre 1628. Der Name „Christkendleinsmarck“ ist spätestens durch eine Stadtgeschichte aus dem Jahr 1697 dokumentiert.

Auf dem Markt befinden sich alljährlich über 180 Verkaufsbuden. Mit rund zwei Millionen Besuchern jährlich zählt er zu den größten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Eröffnet wird der Markt jeweils am Freitag vor dem ersten Advent. Der letzte Tag ist der 24. Dezember, sofern der Heilige Abend nicht auf einen Sonntag fällt.

Zunächst stellten zum einen die Schauspielerin Sofie Keeser das Christkind von 1948 bis Anfang der 60er, Irene Brunner, ebenfalls eine Schauspielerin übte dieses Amt bis 1968 aus. Seitdem wird alle zwei Jahre eine Nürnbergerin zwischen 16 und 19 Jahren zum Christkind gewählt.

Der Markt wurde ursprünglich am Barbaratag, dem 4. Dezember, eröffnet. Aufgrund zu großer Besuchermassen wurde der Eröffnungstag dann aber 1973 auf den Freitag vor dem ersten Advent verlegt, an dem nun auch der Prolog von Bläsern der Stadt Nürnberg und dem jungenChor nürnberg zusammen mit Schulchören der Stadt musikalisch begleitet wird.

Heute ist der Nürnberger Christkindlesmarkt mit knapp 2 Millionen Besuchern jährlich einer der beliebtesten und größten Weihnachtsmärkte in Deutschland. Japaner stellen mit fast 7000 Übernachtungen die größte Gruppe ausländischer Touristen in der Vorweihnachtszeit.

Der gegenwärtige Christkindlesmarkt umfasst etwa 180 Holzbuden, die traditionsgemäß mit rot-weiß gestreiftem Stoff dekoriert sind. Daher leitet sich der Beiname des Marktes als „Städtlein aus Holz und Tuch“ ab. Ungefähr 200 Händler bieten Waren an, die schwerpunktmäßig in der Tradition von Nürnberg stehen. Beispiele hierfür sind die Nürnberger Lebkuchen, Früchtebrot und typischer Christbaumschmuck, wie Rauschgoldengel. Die „Nürnberger Zwetschgenmännla“, Figuren aus getrockneten Pflaumen werden traditionsgemäß mit dem Spruch: „Suchst an Moh, der dich nicht ärgern ko, kaufst der hald an Zwetschgermoh“ beworben.

Zur Stärkung während des Marktbummels werden unter anderem Nürnberger Rostbratwürste und Glühwein angeboten. Mitarbeiter des Marktamtes kontrollieren die Gestaltung der Buden und das Warenangebot. So ist beispielsweise die Verwendung von Tannengirlanden aus Plastik untersagt. Seit 1981 verleiht die Stadt Nürnberg jedes Jahr für die in Design und Angebot ansprechendsten Buden den „Zwetschgermoh“ in Gold, Silber und Bronze.

Im Zentrum des Marktes steht ein offen einsehbares, fünfeckiges pavillonähnlich gebautes Krippengebäude, in dessen Inneren die Weihnachtsgeschichte nachgezeichnet wird. Das Krippengebäude ist aus handbehauenen Holzbalken gefertigt und mit einem Strohdach abgedeckt. Auf dem Dach prangt ein leuchtender Stern. Ungefähr 30 Figuren aus gedrechseltem Holz und beweglichen Gliedern von ca. 50 Zentimeter Größe und – bis auf wenige Figuren – in fränkischer Tracht, bilden die Weihnachtsgeschichte naturalistisch nach. Etwa 15 Tiere, darunter Schafe, Kamele, Ochs und Esel runden das Krippengeschehen ab. Der Bau der Krippe geht auf die Anregung des Stadtbaudirektors Paul Seegy, 1934, zurück. Bildhauer Max Renner und die Grafikerin, Malerin und Keramikerin Bertl Kuch wurden mit der künstlerischen Umsetzung betraut. 1935 wurde die Krippe erstmals auf dem Markt aufgestellt. Die Figuren überstanden den Krieg relativ unbeschadet und wurden 1948 von Renner und Kuch einer Restaurierung unterzogen.

Am Rathausplatz findet seit 1998 auch ein Markt der Partnerstädte statt. Dort sind Stände aufgebaut, die jeweilige Spezialitäten aus den jeweiligen Ländern der Partnerstädte Nürnbergs verkaufen. Die Stände kommen aus den folgenden Städten: Antalya in der Türkei, Atlanta in den USA, Charkiw in der Ukraine, Gera in Thüringen, Glasgow in Schottland, Kavala in Griechenland, Krakau in Polen, Nizza in Frankreich, Prag in Tschechien, San Carlos in Nicaragua, Shenzhen in China, Skopje in Mazedonien, Venedig in Italien und der französischen Region Limousin. Weiterhin sind auch Stände der befreundeten Kommunen Bar in Montenegro, Verona in Italien, die Patengemeinde Kalkudah auf Sri Lanka beteiligt. Seit 2007 sind auch Brașov/Kronstadt in Rumänien, Klausen und Montan in Südtirol auf dem Markt dabei.

Nicht weit entfernt vom Hauptmarkt, auf dem Hans-Sachs-Platz, wird seit 1999 die Nürnberger Kinderweihnacht, eine kindgerechte Ergänzung zum Christkindlesmarkt, ausgerichtet. Ein Krippenweg, der Krippen aus verschiedenen Epochen präsentiert, verbindet den Christkindlesmarkt am Hauptmarkt mit dem Markt für Kinder. Kinder können hier – darunter auch mehrere kostenlose – Mitmachangebote wie Kerzenziehen, Bastelbude, Glaswerkstatt oder Plätzchenbacken nutzen. Ein Karussell ist ebenso vorhanden, wie der Weihnachtsmann, der für Fotos und Kinderwünsche zur Verfügung steht. Im nahe gelegenen Sternenhaus wird für Kinder ab 4 Jahren Theater, Musik und Zauberei angeboten.

Rostock

Der Rostocker Weihnachtsmarkt zieht alljährlich zehntausende Touristen aus Schweden und Dänemark an, die mittels spezieller Tages- und Wochenendausflüge der Reiseveranstalter mit den Fähren über die Ostsee nach Rostock kommen. Mit rund 250 Ständen erstreckt sich der Rostocker Weihnachtsmarkt über 3,2 km vom Neuen Markt über den Universitätsplatz zum Kröpeliner Tor bis hinunter zur Fischerbastion, nahe dem Stadthafen. Findet man im Areal der Fischerbastion eher einen Rummel mit seinen vielen Fahrgeschäften vor, geht es auf der restlichen Strecke beschaulicher und traditionell zu. Es befinden sich fast jedes Jahr zwei Bühnen auf dem Uniplatz beziehungsweise dem Neuen Markt. Etwas versteckt neben der Universitätskirche (Kloster zum heiligen Kreuz) befindet sich seit einigen Jahren der historische Weihnachtsmarkt mit seinem mittelalterlichen Flair.

Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Stuttgart

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt gehört zu den größten und ältesten Weihnachtsmärkten in Europa. Neben dem Ulmer Weihnachtsmarkt ist er einer der bekanntesten in Baden-Württemberg. Er findet jährlich in der Adventszeit vom letzten Mittwoch im November bis zum 23. Dezember rund um das Alte Schloss, auf dem Schlossplatz (u. a. Märchenland für Kinder und Schlittschuhbahn) und den angrenzenden historischen Plätzen und Straßen im Stadtzentrum statt, darunter die Kirchstraße und die Hirschstraße, der Schillerplatz, der Karlsplatz (u.a. finnisches Weihnachtsdorf und Weihnachts-Sammler-Antikmarkt) und der Marktplatz. Er wird alljährlich am letzten Donnerstag im November im Renaissance-Innenhof des Stuttgarter Alten Schlosses eröffnet.

1692 wurde der Stuttgarter Weihnachtsmarkt erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1780 wurde der Beginn des Weihnachtsmarktes auf den Dienstag nach dem 3. Adventssonntag festgelegt. Zu dieser Zeit hatte er noch eher den Charakter eines Jahrmarktes mit Seiltänzern, Zauberern, Gauklern und Spaßmachern. Auch Tiervorführungen gab es in Menagerien. Der Umsatz des Marktes stieg in großem Maße an und zog viele Händler und Besucher von weit her an. 1850 boten um die 1200 Händler ihre Ware feil. Neben Haushaltsartikeln wurden Anfang des 20. Jahrhunderts für die damalige Zeit sensationelle Dinge wie Rasierapparate, Modelleisenbahnen und Grammofone angeboten.

Weitere Weihnachtsmärkte in Deutschland

Weihnachtsmarkt in Altötting: Der Markt befindet sich auf dem Kapellplatz rund um die Altöttinger Gnadenkapelle und umfasst ca. 70 Stände.

Weihnachtsmarkt in Amberg/Oberpfalz: Auf dem Marktplatz direkt vor dem Amberger Rathaus und direkt neben der Martinskirche befindet sich in den vier Wochen vor dem Heiligen Abend der Weihnachtsmarkt der Stadt Amberg.

Weihnachtsmarkt in Bad Reichenhall: Der Reichenhaller Christkindlmarkt findet immer ab dem ersten Advent bis Heiligabend vor dem Rathaus am sogenannten Rathausplatz statt.

Weihnachtsmarkt in Bad Tölz: Hier findet der Tölzer Christkindlmarkt statt. Dieser fast vierwöchige Christkindlmarkt hat seinen Platz in der historischen Marktstraße.

Weihnachtsmarkt in Bamberg: Auf dem „Maxplatz“ findet ca. vier Wochen bis zum 23. Dezember der Bamberger Weihnachtsmarkt statt, der auch eine Station des Bamberger Krippenwegs ist. Weitere Märkte, vor allem kunsthandwerklicher Art, werden an anderen Stellen abgehalten.

Weihnachtsmarkt in Barmstedt/Schleswig-Holstein: Die ganze Innenstadt von Barmstedt ist am ersten Adventswochenende Freitag bis Sonntag ein großes Fest für Jung und Alt. Besonders empfehlenswert ist der Handwerkermarkt um die Heiligen-Geist-Kirche.

Weihnachtsmarkt in Biberach an der Riß: Der Biberacher Christkindles-Markt findet vom 1. bis zum 3. Adventswochenende auf dem Marktplatz mit über 70 Hütten, einer lebendigen Krippe und einem vielfältigen Bühnenprogramm statt.

Weihnachtsmarkt in Bonn: Ort für den Bonner Weihnachtsmarkt ist der Münsterplatz vor der Kulisse des Bonner Münsters. Seit mehreren Jahren erweiterte er sich in die Vivatsgasse und zum Mülheimer Platz bis zum Friedensplatz und umschließt den Gebäudekomplex des alten Bonner Postamtes. Auf dem Friedensplatz wird seit mehreren Jahren eine Schlittschubahn eingerichtet. Seit dem Jahr 2000 gibt die von der katholischen und der evangelischen Kirche organisierte „Kirchenmeile“ direkt am Bonner Münster dem Weihnachtsmarkt adventliche Impulse.

Weihnachtsmarkt in Bremen: Der Bremer Weihnachtsmarkt bietet eine reich geschmückte Innenstadt und einen mittelalterlich anmutenden Teil am Weserufer.

Weihnachtsmarkt in Bremerhaven: Die Bremerhavener Weihnachtswelt am Meer bietet einen Märchenwald und viele kleine Märchenbuden für Kinder. Außerdem gibt es regelmäßig eine Rodelbahn.

Weihnachtsmarkt in Coburg: Der Coburger Weihnachtsmarkt wird auf dem malerischen Marktplatz abgehalten.

Weihnachtsmarkt in Dinkelsbühl: Der Weihnachtsmarkt findet in der Spitalanlage statt.

Weihnachtsmarkt in Duisburg: Der Weihnachtsmarkt befindet sich in der Innenstadt. Es gibt unter anderem ein Riesenrad, eine Eislaufbahn und über einhundert Verkaufsstände. Eine Besonderheit sind blaue Lichtkegel als Weihnachtsbeleuchtung.

Weihnachtsmarkt in Düsseldorf: Die Düsseldorfer Innenstadt beherbergt drei größere Weihnachtsmärkte. In der Altstadt vor dem Rathaus und rund ums Jan-Wellem-Reiterstandbild das sogenannte Nikolausdorf, den Engelchen-Markt an der Heinrich-Heine-Allee und den Weihnachtsmarkt auf Schadow- und Jan-Wellem-Platz im Bereich der Fußgängerzone Schadowstraße. Weitere kleinere Märkte gibt es am Stadtbrückchen, in diversen Fußgängerzonen der Altstadt sowie in den Stadtteilen.

Weihnachtsmarkt in Esslingen am Neckar: Mittelaltermarkt und Weihnachtsmarkt in der Altstadt, mit ca. elf Meter hoher Weihnachtspyramide.

Weihnachtsmarkt in Freiburg im Breisgau: Von der letzten Novemberwoche bis zum 23. Dezember findet der Weihnachtsmarkt auf dem historischen Rathausplatz, an der Martinskirche, auf dem Kartoffelmarkt und dem Platz Unterlinden statt.

Weihnachtsmarkt in Freising: Inmitten der Freisinger Altstadt findet der „Freisinger Advent“ statt.

Weihnachtsmarkt in Fulda: In der Innenstadt rund um die historische Stadtpfarrkirche sowie auf dem Universitätsplatz, Jesuitenplatz, Borgiasplatz und im Museumshof findet der Weihnachtsmarkt mit ca. 80 Ständen statt.

Weihnachtsmarkt in Fürth: Auf der Fürther Freiheit stehen jährlich etwa 50 Buden, auf dem Südteil der Fürther Freiheit findet der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt zur Fürther Freiheit mit eigenem Bühnenprogramm, Gauklern und Walkacts statt. Zudem gibt es vom 2. bis zum 3. Adventswochenende auf dem Waagplatz einen Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt.

Weihnachtsmarkt in Gera: Der Weihnachtsmarkt befindet sich auf dem Platz vor dem historischen Rathaus sowie in der Johannisstraße, Bachgasse, dem Museumsplatz und der Schloßstraße. Dort stehen verschiedene Märchengestalten und 115 Stände. Ein Weihnachtsbaum wird mit 10.000 LED-Leuchten geschmückt.

Weihnachtsmarkt in Goslar: Auf dem historischen Marktplatz und den umliegenden Gassen findet der Goslarer Weihnachtsmarkt statt. Besonderheit ist der für den Markt errichtete Tannenwald.

Weihnachtsmarkt in Göttingen: Der Göttinger Weihnachtsmarkt findet traditionell auf dem Platz vor dem Alten Rathaus sowie rund um die Johanniskirche statt.

Weihnachtsmarkt in Heilbronn: Der Heilbronner Weihnachtsmarkt findet vier Wochen in der Adventszeit auf dem Marktplatz zwischen Rathaus und Kilianskirche, rund um den Kiliansplatz, in der Sülmer City und der Fleiner Straße statt. Es gibt etwa 100 Holzhäuschen und für Kinder unter anderem ein Kinderland mit Karussell, Eisenbahn und Krippe.

Weihnachtsmarkt in Hildesheim: Auf dem historischen Marktplatz der Stadt und dem Platz hinter dem Rathaus (die sogenannte Lilie) findet der Hildesheimer Weihnachtsmarkt statt.

Weihnachtsmarkt in Jena: Der Jenaer Weihnachtsmarkt, der als der älteste Weihnachtsmarkt in Thüringen gilt, wurde erstmals 1803 veranstaltet. Eine Besonderheit ist das täglich um 17 Uhr stattfindende weihnachtliche Turmblasen.

Weihnachtsmarkt in Karlsruhe: Der Karlsruher Christkindlesmarkt mit seinen über 120 Buden findet auf dem zentralen Marktplatz und in den angrenzenden Straßen statt. Besonderheiten sind die Eiszeit, eine Freiluft-Kunsteisbahn sowie eine 17 Meter hohe Glühweinpyramide.

Weihnachtsmarkt in Konstanz: Einen Teil des Konstanzer Weihnachtsmarktes bildet der Weihnachtsmarkt am See.

Weihnachtsmarkt in Landsberg am Lech: Kleiner Weihnachtsmarkt direkt an der Hauptkirche gelegen. Mit etwa 40 Holzbuden und -ständen und einem bunten Rahmenprogramm, wie Nikolausbesuch, Christkindl-Audienz, Nachwächterführung und Adventsbacken für Kinder. Geöffnet täglich bis 23. Dezember.

Weihnachtsmarkt in Lauscha: Der Lauschaer Kugelmarkt hat sich zu einem Spezialmarkt für Christbaumschmuck aus Glas in Deutschland entwickelt. An den ersten zwei Adventswochenenden verwandelt sich die ganze Innenstadt in eine Fußgängerzone.

Weihnachtsmarkt in Lübeck: Der Lübecker Weihnachtsmarkt findet jedes Jahr in der Hansestadt Lübeck statt. Neben dem traditionellen Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Verkaufsständen auf dem Markt schließen sich in den Nebenstraßen der Lübecker Altstadt weitere Märkte an. Der Kunsthandwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital am Koberg zählt jedes Jahr über 50.000 Besucher.

Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg: Barock-Weihnachtsmarkt mit über 170 Ständen auf dem Marktplatz.

Weihnachtsmarkt in Magdeburg: Der Magdeburger Weihnachtsmarkt findet alljährlich vom Montag nach Totensonntag bis zum 30. Dezember auf dem Alten Markt statt. Direkt neben dem Rathaus befindet sich der „Historische Weihnachtsmarkt“. Jedes Jahr wird unter den Schaustellern der „Magdeburger Glühweinkönig“ gewählt.

Weihnachtsmarkt in Mainz: Der Mainzer Weihnachtsmarkt fand erstmals 1788 als „Nikolose Markt“ statt. Heutzutage findet der Weihnachtsmarkt rund um den Mainzer Dom statt.

Weihnachtsmarkt in Mannheim: Der Weihnachtsmarkt in Mannheim findet mit über 200 Ständen direkt am Mannheimer Wasserturm statt.

Weihnachtsmarkt in Maulbronn: Jeweils am zweiten Wochenende im Dezember findet vor der Kulisse des Klosters Maulbronn der Weihnachtsmarkt statt. Über 120 Verkaufsstände bieten Kunsthandwerk und Selbstgemachtes an.

Weihnachtsmarkt in Münster: In Münsters Innenstadt gibt es insgesamt sechs Weihnachtsmärkte mit weit über 300 Ständen. Der größte und älteste von ihnen ist der Markt im Rathausinnenhof mit über 140 Buden. Der Lichtermarkt vor der St. Lambertikirche am Prinzipalmarkt (30 Stände), an dem eine rund 20 Meter hohe Tanne aufgestellt ist, sowie der Aegidiimarkt (70 Stände) zählen zu den größeren Märkten. Dazu gibt es noch die Märkte am Kiepenkerl (25 Stände) und an der Pferdegasse (9 Stände). Seit 2009 gibt es auch den Giebelhüüskesmarkt an der Überwasserkirche, an ihm gibt es 40 Stände.

Weihnachtsmarkt in Neuss: Weihnachtsmarkt in einer der ältesten Städte Deutschlands, vor dem St. Quirinus-Münster und dem historischen Vogthaus. Am Heiligabend wird die Krippe vom Weihnachtsmarkt in die Basilika übertragen.

Weihnachtsmarkt in Nördlingen: Der Weihnachtsmarkt in der historischen Altstadt von Nördlingen mit mehr als 60 Ständen und einer lebenden Krippe findet von Ende November bis zu den Weihnachtsfeiertagen täglich statt.

Weihnachtsmarkt in Oldenburg: Der Oldenburger Lambertimarkt wird in der Woche vor dem Ersten Advent geöffnet und dauert in der Regel bis zum 22. Dezember. Inmitten der Fußgängerzone präsentieren rund um die Lambertikirche und vor dem Oldenburger Schloss über 125 Holzhütten Kunsthandwerk, Spielzeug, Christbaumschmuck und vieles mehr. Jeden Samstag um 17 Uhr ertönt festliche Posaunenmusik am Rathaus. Das Schloss ist in einen überdimensionalen Adventskalender verwandelt; täglich um 16 Uhr ab dem 1. Dezember öffnet sich am Schloss ein Türchen des Schloss-Kalenders. An der Lambertikirche ist eine große Weihnachtskrippe aufgebaut.

Weihnachtsmarkt in Osnabrück: Die Buden des Osnabrücker Weihnachtsmarktes stehen zwischen dem Rathaus und dem Dom. Auf dem Weihnachtsmarktgelände befinden sich die größte Weihnachtsspieldose der Welt, die sich zu den Klängen von 25 verschiedenen Weihnachtsliedern dreht, und ein über sechs Meter großer, voll funktionstüchtiger Nussknacker. Der Markt wird in der Woche vor dem Ersten Advent geöffnet und dauert in der Regel bis zum 22. Dezember. Der Weihnachtsmarkt Osnabrück wurde 2008 von ca. 600.000 Menschen besucht.

Weihnachtsmarkt in Ophoven: Jeweils am ersten Adventswochenende findet rund um die Ophovener Wallfahrtskirche der Adventsmarkt der Kinderkrebshilfe Ophoven zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Geboten werden ausschließlich Kunsthandwerk und selbstgemachte Spezialitäten.

Weihnachtsmarkt in Pforzheim: Der Goldene Pforzheimer Weihnachtsmarkt findet auf dem Pforzheimer Marktplatz statt.

Weihnachtsmarkt in Paderborn: Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz.

Weihnachtsmarkt in Quedlinburg: Der Quedlinburger Weihnachtsmarkt findet auf dem großen Marktplatz statt.

Weihnachtsmarkt in Regensburg: Auf dem Neupfarrplatz rund um die Neupfarrkirche sind die Buden des Christkindlmarktes aufgebaut. Außerdem gibt es zwischenzeitlich den Romantischen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Schlosses derer von Thurn und Taxis, einen Handwerkermarkt auf dem Haidplatz und einen kleinen Markt auf der Donauinsel im Stadtteil Stadtamhof.

Weihnachtsmarkt in Rothenbuch: Jeweils am ersten Adventswochenende findet vor dem Schloss Rothenbuch der Weihnachtsmarkt statt.

Weihnachtsmarkt in Rothenburg ob der Tauber: Schon seit dem 15. Jahrhundert wird in Rothenburg ob der Tauber die festliche Adventszeit durch einen Weihnachtsmarkt, den „Rothenburger Reiterlesmarkt“, begleitet. Rund 60 Stände rund um das Rathaus und auf dem Grünen Markt bieten Kunsthandwerk, Weihnachts-Gebäck und den weißen Glühwein.

Weihnachtsmarkt in Rüdesheim: Der Weihnachtsmarkt der Nationen hat jährlich mehrere Hunderttausend Besucher und Stände aus zwei Dutzend Ländern aus aller Welt.

Weihnachtsmarkt in Schwetzingen: Vor der Kulisse des Schloss Schwetzingen findet jedes Jahr an den drei Advents-Wochenenden im Dezember der Weihnachtsmarkt statt. Neben diversen Weihnachtshütten, u.a. mit kulinarischen Spezialitäten, werden auch ein Bühnenprogramm und eine Eisbahn geboten.

Weihnachtsmarkt in Soest: Der Weihnachtsmarkt wird auf dem Petrikirchplatz in der Soester Altstadt abgehalten.

Weihnachtsmarkt in Trier: Der Trierer Weihnachtsmarkt fand 1978 erstmals auf dem Trierer Hauptmarkt statt. Seit 1999 wird auch der Domfreihof für Verkaufsstände genutzt.

Weihnachtsmarkt in Tübingen: Weihnachtsmarkt in der gesamten Innenstadt, immer an einem verlängerten Wochenende im Dezember. Die Stände werden großenteils von Privatleuten oder von Vereinen aus der Region betrieben.

Weihnachtsmarkt in Ulm: Der Ulmer Weihnachtsmarkt findet jedes Jahr ab Montag nach dem Totensonntag bis einschließlich 22. Dezember auf dem Münsterplatz vor dem gotischen Münster statt und hat alljährlich mehr als eine Million Besucher aus dem In- und Ausland.

Weihnachtsmarkt in Waldkraiburg: Der Christkindlmarkt Waldkraiburg findet am ersten Dezemberwochenende statt. Besonderheit sind die kulinarischen und oft auch musikalischen Angebote aus aller Welt, die mit der kulturellen Vielfalt der Waldkraiburger Bevölkerung zusammenhängen.

Weihnachtsmarkt in Weiden: Vor der Kulisse des Alten Rathauses wird der Weihnachtsmarkt abgehalten, der seit 1600 urkundlich nachweisbar und (nach Ingolstadt) der zweitälteste Weihnachtsmarkt in Bayern ist. Jeden Tag im Dezember bis Heiligabend wird von zwei als Engel verkleideten Schulkindern wie bei einem Adventskalender ein Fenster des Alten Rathauses mit dahinter liegendem Motiv geöffnet.

Weihnachtsmarkt in Wiesbaden: Der im Jahre 2002 völlig neu konzipierte Wiesbadener Sternschnuppenmarkt findet von Dienstag nach Totensonntag bis zum 23. Dezember auf dem zentral gelegenen Schloßplatz und den angrenzenden Straßen rund um Schloss (Hessischer Landtag), Rathaus und Marktkirche statt. Die Marktgestaltung orientiert sich am Wiesbadener Stadtwappen: Die Farben Blau und Gold sowie die drei Lilien sind kennzeichnend. Vier Tore und ein beleuchtetes Blütendach, bestehend 12 über 10 Meter hohen und 12 Meter breiten leuchtenden Lilien, prägen das Bild des Sternschnuppenmarktes. Über 110 im orientalischen Stil und in den Farben Blau und Gold dekorierte Stände mit weihnachtlichem Warenangebot und Kunsthandwerk sind auf dem Markt zu finden. Nostalgische Karussells sowie eine Kindereisenbahn sind Bestandteil des Sternschnuppenmarkts. Der rund 28 Meter hohe Weihnachtsbaum ist mit 1000 blauen und goldenen Schleifen und rund 2500 LED-Birnen sowie 30 Blitzbirnen geschmückt. Die Krippe, die den Stall von Bethlehem mit lebensgroßen Krippenfiguren zeigt, wurde vom Herrgottschnitzer vom Bremthal, Hans-Albert Herrmann angefertigt. An rund 28 Veranstaltungstagen besuchen den Markt viele hunderttausend Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland.

Weihnachtsmarkt in Wolfenbüttel: Auf dem Weihnachtsmarkt vor dem historischen Rathaus von Wolfenbüttel ist es Tradition, dass jährlich am 1. Dezember eine norwegische Friedenstanne aufgestellt wird. 2012 wurde zum 50. Mal eine Tanne feierlich der Öffentlichkeit übergeben.

Weihnachtsmarkt in Wolfratshausen: Der Christkindlmarkt findet immer am ersten Adventwochenende mit rund 30 Ständen auf der dafür gesperrten Hauptstraße statt. Wegen angeblicher Saufgelage Jugendlicher beschloss der Stadtrat im Dezember 2011 ein Verbot von alkoholischen Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 15 Prozent auf dem Markt ab 2012. Quelle: wikipedia (Übersicht: Weihnachtsmärkte in Deutschland). Bildrechte: Creative Commons.

Nussknacker auf dem Weihnachtsmarkt Osnabrück

Nussknacker auf dem Weihnachtsmarkt Osnabrück

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