Papst steht weiterhin hinter Bischof Tebartz-van-Elst. Wortlaut der Pressemitteilung des Heiligen Stuhls hinsichtlich der Diözese Limburg. Franz-Peter Tebartz-van Elst ? Flugkosten und Strafverfahren, Bauprojekt. Ohne Worte…

Vertrauter des Bischofs wird Päpstlicher Delegat
Wolfgang Rösch ist zum Päpstlichen Delegaten für das Bistum Limburg ernannt worden.
Tebartz-van-Elst bleibt im Amt, seine Rückkehr ist jederzeit möglich.
Papst steht weiterhin hinter Bischof Tebartz-van-Elst

Zitat: Für römische Beobachter steht damit fest, dass Papst Franziskus sich klar hinter Tebartz-van-Elst stellt, den Bischof jetzt aber etwas aus der medialen Schusslinie nehmen möchte. Offensichtlich wurde hier eine “pragmatische, kreative Lösung für ein “Problem” gesucht und die besondere “pastorale Sorge” des Papstes betont. Zitatende. Quellekatholisch-informiert.ch

Wir übernehmen im Wortlaut die Pressemitteilung des Heiligen Stuhls hinsichtlich der Diözese Limburg, die heute vom vatikanischen Presseamt veröffentlicht wurde.

Pressemitteilung des Heiligen Stuhls hinsichtlich der Diözese Limburg, Deutschland

Der Heilige Vater ist über die Lage in der Diözese Limburg zu jedem Zeitpunkt umfassend und objektiv informiert worden.

In der Diözese ist es zu einer Situation gekommen, in welcher der Bischof, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, seinen bischöflichen Dienst zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben kann.

Nach dem „brüderlichen Besuch“ von S.Em. Giovanni Kardinal Lajolo im vergangenen September hat die Deutsche Bischofskonferenz, gemäβ einer Vereinbarung zwischen dem Bischof und dem Limburger Domkapitel, eine Kommission eingesetzt, um eine eingehende Prüfung im Hinblick auf den Bau des Bischofssitzes vorzunehmen. In Erwartung der Ergebnisse besagter Prüfung und der damit verbundenen Vergewisserung über diesbezügliche Verantwortlichkeiten hält der Heilige Stuhl es für angeraten, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Zeit auβerhalb der Diözese zu gewähren.

Auf Entscheidung des Heiligen Stuhls tritt die durch den Bischof von Limburg zum 1. Januar 2014 ausgesprochene Ernennung des Hw. Herrn Stadtdekan Wolfgang Rösch zum Generalvikar bereits mit dem heutigen Tag in Kraft. Der Hw. Herrn Generalvikar Rösch wird die Diözese Limburg während der Abwesenheit des Diözesanbischofs im Rahmen der mit diesem Amt verbundenen Befugnisse verwalten.
Aus dem Vatikan, 23. Oktober 2013 [B0686]

Traduzione di Lavoro
Comunicato della Santa Sede a proposito della Diocesi di Limburg (Germania)

Il Santo Padre è stato continuamente informato ampiamente e obiettivamente sulla situazione nella Diocesi di Limburg.

Nella Diocesi si è venuta a creare una situazione nella quale il Vescovo, S.E. Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst, nel momento attuale non può esercitare il suo ministero episcopale.

Dopo la „visita fraterna“ di S.Em.za il Card. Giovanni Lajolo nello scorso mese di settembre, la Conferenza Episcopale Tedesca, conformemente a un accordo fra il Vescovo e il Capitolo del Duomo di Limburg, ha costituito una Commissione per intraprendere un esame approfondito della questione della costruzione della Sede episcopale. In attesa dei risultati di tale esame e dei connessi accertamenti sulle responsabilità in merito, la Santa Sede ritiene opportuno autorizzare per S.Ecc.za Mons. Franz-Peter Tebartz-van Elst un periodo di permanenza fuori della Diocesi.

Per decisione della Santa Sede entra fin da oggi in vigore la nomina dello Stadtdekan Wolfgang Rösch come Vicario Generale, nomina che era stata annunciata dal Vescovo di Limburg per il 1° gennaio 2014. Il Vicario Generale Rösch amministrerà la Diocesi di Limburg durante l’assenza del Vescovo diocesano nell’ambito delle competenze legate a tale ufficio.style=“text-align: justify;“
Dal Vaticano, 23 ottobre 2013

Franz-Peter Tebartz-van Elst (* 20. November 1959 in Twisteden) ist ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher und Pastoraltheologe. Er war Domvikar, Domkaplan und Weihbischof in Münster. Seit 2008 ist er Bischof von Limburg.

Familie

Tebartz-van Elst wurde als zweites von fünf Kindern einer Bauernfamilie aus Twisteden, einem heutigen Ortsteil des niederrheinischen Wallfahrtsorts Kevelaer, geboren. Sein Bruder Ludger Tebartz van Elst ist Professor für Neurologie und Psychiatrie an den Universitäten London und Freiburg und leitender Oberarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Freiburg.

Ausbildung, kirchlicher Werdegang und theologische Impulse

Tebartz-van Elst machte sein Abitur am St.-Pius-Gymnasium Coesfeld und studierte anschließend Philosophie und katholische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Am 26. Mai 1985 empfing er die Priesterweihe und wurde Kaplan der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Altenberge. 1988 wurde er für weitere theologische Studien freigestellt und studierte von 1988 bis 1990 unter anderem an der University of Notre Dame in Indiana und in Frankreich.

Von 1990 bis 1996 war er Domvikar und Domkaplan am St.-Paulus-Dom (Münster). 1993 wurde er an der Universität Münster mit einer Arbeit zum Thema: Der Erwachsenenkatechumenat in den Vereinigten Staaten von Amerika: eine Anregung für die Sakramentenpastoral in Deutschland zum Doctor Theologiae promoviert.

1996 erhielt er einen Lehrauftrag der Universität Münster. 1998 wurde er dort mit der Schrift Gemeinde in mobiler Gesellschaft: Kontexte – Kriterien – Konkretionen habilitiert. Von 2002 bis 2004 hatte er an der Universität Passau die Professur für Pastoraltheologie und Liturgiewissenschaft inne.

Einige seiner Publikationen wurden in der Pastoraltheologie rezipiert. Tebartz-van Elst gehört zu den Pionieren bei der Wiedereinführung des Erwachsenen-Katechumenats in Deutschland. Dieser katechetische Weg wurde im Bistum Münster seit 1994 als eine der ersten Diözesen in Deutschland für die Vorbereitung Erwachsener auf die Taufe gestaltet. Mittlerweile haben zwei Drittel aller deutschen Bistümer diese Praxis übernommen und umgesetzt. In seiner Habilitationsschrift zur Gemeinde in mobiler Gesellschaft verwehrte sich Tebartz-van Elst einerseits gegen eine vorschnelle Auflösung des regionalen Gemeindebezugs, trat aber für innovative und auf das (erwachsene) Individuum bezogene erweiterte Formen der Gemeindebildung ein.

Bei der Entwicklung solcher Konzepte schlug Tebartz-van Elst die Methodik der vergleichenden Pastoraltheologie vor, um neue Perspektiven zu eröffnen, ausgetretene Pfade verlassen zu können und Alternativen aus der Weltkirche kennenzulernen. Seine Schriften zum Erwachsenenkatechumat gelten dabei als wichtiger Impuls für die Neuevangelisierung einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft, sein Handbuch zur Erwachsenentaufe enthält nach Peter Krämer attraktive und hilfreiche liturgische Angebote. Es sei in der Religionspädagogik viel zu wenig beachtet worden, wie mit bekehrungswilligen Erwachsenen umzugehen sei. Die in einem missionarischen Tradierungszusammenhang hochrelevante Institution des Katechumenats sei wissenschaftlich lang vernachlässigt worden. Tebartz-van Elst Arbeiten, unter anderem zum Erwachsenenkatechumenat in den Vereinigten Staaten von Amerika wie zur Erwachsenentaufe seien dabei wichtige Ausnahmen.

Weihbischof in Münster

2003 wurde Tebartz-van Elst von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Girus Tarasii und zum Weihbischof in Münster ernannt. Am 18. Januar 2004 empfing er durch Diözesanbischof Reinhard Lettmann die Bischofsweihe. Mitkonsekratoren waren Werner Thissen, Erzbischof von Hamburg, und Alfons Demming, Altweihbischof in Münster; letzterer war Regionalbischof für die Kreise Borken und Steinfurt.

2005 ernannte ihn der Kardinal-Großmeister Carlo Furno zum Großoffizier im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Am 1. Oktober 2005 wurde er durch Anton Schlembach, den Großprior der deutschen Statthalterei, investiert. Seit 2007 ist er Ehrendomkapitular im Bistum Münster.

Bischof von Limburg (Entwurf)

Amtsantritt und Ziele

Tebartz-van Elst wurde 2007 nach Erhalt des päpstlichen Terna durch das Limburger Domkapitel gewählt und am 28. November 2007 von Papst Benedikt XVI. zum neuen Bischof zu Limburg ernannt. Sein Vorgänger war Franz Kamphaus. Das Domkapitel wählte ihn nach Aussagen Beteiligter wegen seiner Publikationen als Pastoraltheologe.

Als Ziel seines neuen Amtes gab Tebartz-van Elst an, „den Glauben missionarisch zu leben“

und dazu vorrangig „die Identität derer zu stärken, die schon glauben“. Er wolle die Taufe Erwachsener akzentuieren, den Glauben in Katechese und Liturgie geistlich vertiefen, im ökumenischen Dialog zwischen den Kirchen die Unterschiede genauso wie die Gemeinsamkeiten betonen, in den Großstädten den Dialog der Kirche mit der Kultur verstärken und die Armen „wahrnehmen“. Die in Limburg traditionelle Mitsprache der Laiengremien dürfe nicht zur „Gleichmacherei“ der verschiedenen kirchlichen Ämter, Dienste und Charismen führen. Ihm sei wichtig, „gemeinsam mit allen nach Wegen für die Zukunft des Bistums zu suchen“.

Am 10. Januar 2008 wurde Tebartz-van Elst in der hessischen Staatskanzlei auf die Verfassungen und Regierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz vereidigt. Der Erzbischof und Metropolit der Kirchenprovinz Köln, Joachim Kardinal Meisner, nahm am 20. Januar 2008 seine Inthronisation im Limburger Dom vor. Damit ergriff Tebartz-van Elst kirchenrechtlich von der Diözese Limburg Besitz.

Wappen und Wahlspruch

Im Wappen des Weihbischofs symbolisieren die silberweißen Linien die drei Flüsse Rhein, Maas und Niers und das Wasser der Taufe, die drei goldenen Ähren die Eucharistie und das untere goldene Dreieck den stilisierten Schutzmantel des Gnadenbilds der Madonna von Kevelaer und Marias als „Mutter der Kirche“. Linien und Ähren sind auch Zeichen der bäuerlichen und niederrheinischen Herkunft des Bischofs. Der rote Balken auf goldenem Grund im oberen Dreieck ist das Wappen des Bistums Münster. Hinter dem Wappenschild steht das Bischofskreuz, darüber der grüne Bischofshut (Galero) mit sechs grünen Quasten (fiocchi), darunter sein Wahlspruch: In Christo baptizati, Christum induistis („Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus als Gewand angelegt“, Gal 3,27 EU).

Der vierfach geteilte Schild des Limburger Bischofwappens zeigt im ersten Feld das Bistumswappen von Limburg: ein rotes Kreuz auf silberweißem Grund und ein goldenes Schwert auf rotem Grund, das einen blaugoldenen Drachen (St. Georg) tötet. Das zweite Feld enthält wieder die Symbole der Schutzmantelmadonna von Kevelaer, das dritte die goldenen Ähren und silberweißen Flüsse, das vierte einen roten Balken, das Bistumswappen von Münster.

Haltung zu Ehe und Familie

Seit 2011 ist Tebartz-van Elst Vorsitzender der Kommission Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Er verteidigt das katholische Verständnis der Ehe als „Bund zwischen Mann und Frau in gegenseitiger Verantwortung, der für die Weitergabe des Lebens offen ist“. Deshalb sei der im Grundgesetz verankerte rechtliche, besondere Schutz von Ehe und Familie gerechtfertigt. Er bedeute keine ungerechtfertigte Benachteiligung anderer Lebensentwürfe.

Im August 2008 berief er den Wetzlarer Priester Peter Kollas vom Amt des Bezirksdekans ab,

weil Kollas zusammen mit einem evangelischen Pfarrer ein gleichgeschlechtliches Paar im Wetzlarer Dom gesegnet hatte. Er begründete die Abberufung mit einem Verstoß gegen die Lehre der römisch-katholischen Kirche, nach der

ausgeübte Homosexualität „in sich nicht in Ordnung“

sei, und einem zerrütteten Vertrauensverhältnis zu Kollas. Es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, dass die katholische Kirche homosexuelle Lebensgemeinschaften der Ehe gleichstelle. Kollas war seit 1996 Bezirksdekan in Wetzlar. Seine Abberufung stieß auf Proteste bei homosexuellen Christen und ihren Interessenverbänden.

Das Bistum verwies demgegenüber auf die Erklärung des Heiligen Stuhls vom Mai 2010: Danach gebe es kein Fundament für eine Analogie zwischen homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem „Plan Gottes über Ehe und Familie“, so dass alle Katholiken der Gleichstellung beider Lebensformen widerstehen und „angemessene Formen der Seelsorge“ für homosexuelle Paare suchen müssten. Kollas bleibe Priester. Seine Abberufung solle wegen vieler Beschwerden von Katholiken „weiteren Schaden“ vom Bistum abwenden … Kollas bekräftigte dagegen seine Haltung zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren.

Haltung zum Islam

Tebartz-van Elst widersprach der Aussage des Bundespräsidenten Christian Wulff vom 3. Oktober 2010, „der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“. Wulff habe die bleibende Bedeutung des „christlichen Menschenbildes“ für Rechtsstaatlichkeit, Ehe und Familie, soziales Engagement und Lebensschutz zu wenig beachtet. Der Begriff „christliche Leitkultur“ beschreibe eine gesellschaftliche Realität in Deutschland. Der Islam dagegen habe sein Verhältnis zu den universalen Menschenrechten und zum Rechtsstaat nicht geklärt. Zwangsehen und Gewalt gegen Andersgläubige würden dort noch immer mit Aussagen des Korans gerechtfertigt. Ohne Klärung dieser Fragen komme eine Gleichstellung des Islam mit Judentum und Christentum nicht in Frage. Nur aus seinen christlichen Wurzeln könne Europa einen sinnvollen Dialog mit dem Islam führen, der laut Benedikt XVI. dringend notwendig sei.

Der Journalist Patrick Bahners hielt Tebartz-van Elst daraufhin vor, die katholische Kirche habe „ihr eigenes Verhalten zu den universalen Menschenrechten vor genau fünfundvierzig Jahren“ durch die „Verabschiedung der Pastoralkonstitution ‚Gaudium et Spes‘ am letzten Sitzungstag des Zweiten Vatikanischen Konzils“ geklärt.

Für Gerhard Besier ist Tebartz-van Elsts Behauptung, deutsche Rechtsstaatlichkeit verdanke sich dem „christlichen Menschenbild“, eine Geschichtsklitterung.

Die Rede von einer jüdisch-christlichen Leitkultur sei „gefährlicher Unsinn“

Sie widerspreche dem deutschen Grundgesetz, das von Bundesbürgern Gesetzestreue, nicht Gesinnungstreue verlange und dem Staat verbiete, für die Gewährung von Grundrechten ein Wertebekenntnis zu fordern. Besier erinnerte an vatikanische Dekrete gegen Glaubens-, Rede-, Lehr- und Pressefreiheit und den bis 1967 gültigen Antimodernisteneid. Die römisch-katholische Kirche habe sich nur aufgrund äußerer Nötigung der Demokratie angenähert. Islamkritik von dieser Seite sei daher eine „ins Kulturkämpferische überschießende Wertegemeinschaftsrhetorik“, mit der Kirchenvertreter irrationale Ängste vor dem „bösen Anderen“ schürten, ihren demografisch immer weniger plausiblen Sonderstatus und Anspruch, die Gesellschaft zu vertreten, aufrechtzuerhalten suchten. Damit betrieben sie auch eine Ablenkung von realen sozialen Gegensätzen zwischen Arm und Reich und verlagerten eine innere Krise der römisch-katholischen Kirche auf angebliche externe Ursachen.

Personalpolitik und Führungsstil

Tebartz-van Elst gilt als Vertreter eines konservativen Flügels im deutschen Episkopat, der traditionelle katholische Werte und liturgische Formen betont. Er tauschte den Leiter der Pressestelle und des Diözesangerichts seines Bistums bald nach seinem Amtsantritt gegen von Kardinal Meisner vermittelte Personen aus und ließ

Ehrentitel für enge Mitarbeiter

wieder einführen. Dies bewirkte zunehmende Proteste unter den 245 katholischen Limburger Priestern. Ein Brief vom Juni 2009, der als „Aufschrei von Seelsorgern im Bistum“ kursierte, kritisierte „Hochglanzkitsch“, „selbstverliebte Rituale“, „leere Worthülsen“, „klerikalen Dünkel“ und warnte vor einer Gemeinschaft der „Nachbeter und Kopfnicker“ als Folge des Bischofskurses. Für Priester wie Hubertus Janssen und Albert Drexelmann verfolgt Tebartz-van Elst den „autoritäre[n] Stil einer auf Rom fixierten Klerikerkirche“, die sich vom Zweiten Vatikanischen Konzil entferne und wieder in die Zeit des Kulturkampfes und Antimodernismus um 1860 zurückgehe.

Der Brief wurde zunächst von elf Priestern und der Initiative Wir sind Kirche unterstützt und kritisierte auch die Strukturreform. Laut Bistum wollte der Bischof nicht darauf antworten, da es sich um keinen direkten, sondern um einen offenen Brief handele.

Bei der Limburger Kreuzesfeier 2009, als die Priester des Domkapitels vor einer Reliquie des Kreuzes Christi knieten, gab Tebartz-van Elst überraschend bekannt, er werde den bisherigen Generalvikar Günther Geis durch Franz Josef Kaspar ablösen lassen. Dem Journalisten Volker Zastrow zufolge empfanden die Beteiligten den Vorgang so, dass der Bischof „eine Ergebenheitsgeste vor Gott in einen Akt persönlicher Unterwerfung verwandelt“ habe. Das Domkapitel wählte Geis wenig später zum neuen Domdekan in Limburg; Tebartz-van Elst bestätigte die Wahl.

Am 25. März 2012 verfassten einige Limburger Priester um den Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz und den Sprecher des Priesterrats Reinhold Kalteier, später als „Hofheimer Kreis“ bezeichnet, einen Brief an Tebartz-van Elst zum Thema „Dialog im Bistum Limburg“. Er wurde von 21 Priestern unterzeichnet und weiteren acht unterstützt. Im September 2012 wurde der Brief öffentlich bekannt. Die Autoren beobachteten unter kirchlichen Mitarbeitern „zunehmend Furcht vor Bischof und Bistumsleitung“. Ihrem Eindruck nach habe Orthodoxie Vorrang vor dem seelsorgerlichen Bemühen um moderne, der Kirche oft ferne, aber für den christlichen Glauben offene Menschen.

Der Bischof behindere das vom Vatikan betonte Priestertum aller Gläubigen und ehrenamtliche Engagement durch undurchsichtige Entscheidungsprozesse, die für Unmut gesorgt hätten. Die Strukturreform habe viele Seelsorger des Bistums, die den raschen Wandel ihres Berufsbildes nicht mitverantworten könnten, in eine Krise gestürzt. Pfarrer würden zunehmend Verwaltungsbeamte und hätten kaum noch Zeit für direkte Seelsorge; zugleich würden weniger Pastoral- und Gemeindereferenten als Bezugspersonen oder Pfarrbeauftragte eingesetzt und fühlten ihre Kompetenzen nicht geachtet. Dies habe „wachsende Resignation, Ermüdungserscheinungen, zunehmende Krankheitsfälle, sowie Rückzugstendenzen“ erzeugt. Bei rein eucharistischen Liturgien und Sakramentalien bestehe Gefahr, dass der Priester nur noch als Liturg, kaum noch als Person erlebt werde und so Menschen mit persönlicher Spiritualität nicht mehr erreiche. Die Limburger Mitarbeiter der Caritas hätten den Eindruck, man begegne ihnen mit Skepsis und Argwohn statt Anerkennung. Hier seien ein klares Signal des Bischofs, sein hörendes Interesse und seine Wertschätzung notwendig. Für den angestrebten nachhaltigen Dialog baten die Unterzeichner um einen Gesprächstermin mit ihm. Bischofssprecher Martin Wind widersprach diesen Vorwürfen und bezeichnete die Forderungen des Briefes als längst umgesetzt.

Am 11. Juni 2012 besuchten Tilmann Staudt, der leitende Architekt (Diözesanbaumeister) des Bistums Limburg, und Martina Lucas-Klein, Immobilienmaklerin, das „Haus der Begegnung“ in Frankfurt, das der neuen Kirchenmusik dient. Das Bistum entließ dessen Leiter Patrick Dehm am 29. Juni fristlos wegen einer angeblichen „feindseligen“ Aussage über den Bischof: Er habe, so Lucas-Klein, dem Bischof vorgeworfen, das „Tafelsilber verscherbeln“ zu wollen, und den etwaigen Verkauf des Hauses der Presse zu melden angedroht. Als eigentlicher Kündigungsgrund wurde Dehms liberale Haltung vermutet, der mit jungen, kirchenfernen und konfessionslosen Menschen arbeitete. Er hatte das Haus der Begegnung bis dahin 11 Jahre geleitet und seit 23 Jahren im Bistum mitgearbeitet. Am 14. August kündigte ihm dieses nochmals fristlos, diesmal wegen angeblicher Zweckentfremdung eines für interne Angebote vorgesehenen Geldbetrags. Beide Male wurde er nicht zu den Vorwürfen angehört.

Das Arbeitsgericht Frankfurt am Main, bei dem er klagte, wies den ersten Kündigungsgrund als haltlos zurück. Angebote des Bistums, ihn bei halb so hohen Bezügen als Berater oder Religionslehrer weiterzubeschäftigen, und ein Abfindungsangebot lehnte Dehm ab. Die Initiative Kirche von Unten kritisierte die Vergleichsangebote als „skandalöses Beispiel dafür, wie die Leitung dieses Bistums auch vor unsauberen Methoden nicht zurückschreckt, um eine Trendwende in Richtung eines römischen Traditionalismus zu forcieren, unter Missachtung gewachsener pastoraler Traditionen und Strukturen.“ Der Bischof folge einem autoritären Muster, bei dem profilierte und bundesweit geachtete Mitarbeiter mit „arbeitsrechtlichen Tricksereien“ aus politischen Motiven auf eine minderbezahlte Stelle abgeschoben und dann abgefunden würden, um sie loszuwerden. Dies erfordere synodalen Widerstand. Im Prozess wurde bekannt, dass Martina Lucas-Klein mit Theodor Michael Lucas, dem Geschäftsführer der Josefs-Gesellschaft in Köln, verheiratet ist, Generalvikar Franz Josef Kaspar in deren Aufsichtsrat saß und mit Lucas die Finanzen des Bischöflichen Stuhls Limburg beaufsichtigte.

Das Arbeitsgericht beurteilte Dehms fristlose Kündigung als rechtswidrig und sprach ihm eine hohe Abfindung zu. Dehm blieb bis zum Fristablauf (31. März 2013) beurlaubt. Seine Stelle blieb unbesetzt, obwohl das Bistum die große Bedeutung des Hauses der Begegnung als Kultur-, Beratungs- und Bildungseinrichtung für junge Erwachsene betonte. Die zweifache briefliche Bitte von über 600 Katholiken an Tebartz-van Elst, Dehm wieder einzustellen, blieb unbeantwortet. Auch mit Dehm nahm der Bischof keinen Kontakt auf.

Im August 2012 stellte er auf Rat Kaspars den Kommunikationsberater Dirk Metz, einen Protestanten, befristet für Fragen zum Bauprojekt ein. Dies wurde als politische Maßnahme gegen häufige kritische Medienberichte gedeutet, da Metz bis 2010 Sprecher von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU), danach Berater für den damaligen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Stefan Mappus (CDU) und für Großunternehmen gewesen war. Im September 2012 stellte Tebartz-van Elst Eva Demmerle als neue Pressesprecherin ein. Sie war 16 Jahre lang die engste Beraterin und Pressesprecherin von Otto von Habsburg gewesen, bis dieser 2011 starb. Sie kündigte in Limburg nach drei Monaten aus privaten Gründen. Im Mai 2013 wurde Kaspar 75 Jahre alt und reichte seinen Rücktritt ein; Tebartz bestätigte ihn bis 2014 im Amt.

Im Juli 2013 riet Johannes zu Eltz dem Bischof persönlich, er solle sieben Jahre lang die

„armseligste Großpfarrei im Bistum ohne bischöfliche Privilegien

als einer von uns, als Pfarrer“, leiten. Wenn er danach sein Bischofsamt wieder aufnehme, werde er alle je von ihm gewünschte Zustimmung und allen Gehorsam erhalten. Dieser Rat wurde durch die Klage des Bischofs darüber gegenüber Dritten bekannt. Eltz erklärte zudem im Heute-Journal, der Bischof könne der Vertrauenskrise im Bistum nur mit der Bereitschaft, Rechenschaft abzulegen, und „einer ganz starken Bemühung, Vertrauen zurückzugewinnen“, begegnen. Er hob den freiwilligen Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als „vorbildliches Handeln in einer Krise“ hervor.

Der Hofheimer Kreis schlug Tebartz-van Elst vor, eine Kommission einzusetzen, die wieder für mehr Vertrauen in der Diözese sorgen solle. Daraufhin wies Tebartz-van Elst die Aussagen des Stadtdekans und „falsche Tatsachenbehauptungen in der FAZ“ bei einer Plenarkonferenz aller Bezirksdekane Limburgs zurück und forderte, diese „Richtigstellung“ in den Gemeinden bekannt zu machen. Eltz fasste die Erklärung des Bischofs als scharfe Rüge und Rücktrittsforderung auf und bat, sie den Gemeinden schriftlich zuzuleiten. Dies lehnte Kaspar ab.

Tebartz-van Elst erklärte, er habe keinen Rücktritt vom Stadtdekan verlangt, sondern nur allgemein gefragt, ob jemand, der die Loyalität zum Bischof öffentlich verletze, sein ihm anvertrautes Amt weiter ausüben könne. Daraufhin solidarisierten sich Frankfurter Synodale mit Eltz. In Predigten wurde der Bischof unter Beifall der Hörer kritisiert. Der Limburger Priesterrat forderte „dringend eine umfassende Informations- und Transparenzoffensive“, die Übernahme der Verantwortung für Fehler und genaue Aufklärung über Flug-, Bau- und Anschaffungskosten seiner Vorhaben von ihm.

Am 25. August 2013 verlas Christoph Hefter, der Vorsitzende der „Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken“, nach einem Hochamt im Frankfurter Dom einen offenen Brief an Tebartz-van Elst. Der Hofheimer Kreis habe zu Recht gewarnt, dass die Zukunft des Bistums „in hohem Maß gefährdet“ sei. Die Leitung müsse „umgehend einen anderen Weg einschlagen“, wenn sie die katholische Kirche „glaubhaft und glaubwürdig vertreten“ wolle. Bis zur Übergabe am 6. September 2013 unterzeichneten 4400 Limburger Katholiken diesen Brief. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Limburg schloss sich dessen Forderungen mit einem eigenen offenen Brief an.

Am 27. August 2013 diskutierte das vollzählige Limburger Domkapitel nach eigener Aussage „gut und konstruktiv“ über die aktuelle Lage im Bistum. Laut Barbara Wieland, Präsidiumsmitglied der Limburger Diözesanversammlung, hätten auch andere etwa durch die Weitergabe vertraulicher Informationen zur Vertrauenskrise im Bistum beigetragen. Tebartz-van Elst werde „vieles unterstellt, was nicht stimmt“. Das Forum Deutscher Katholiken rief dazu auf, ihn gegen eine „verschärfte Kampagne“, die sich eigentlich gegen seine „kirchentreue theologische Einstellung“ richte, zu unterstützen.

Am 28. August 2013 sprach Tebartz-van Elst im Vatikan mit Kardinal Marc Ouellet, dem Präfekten der Kongregation für die Bischöfe. Von diesem erhielt er laut Bistum „größte Unterstützung und Solidarität in der aktuellen Situation“. Am 30. August bat er den Heiligen Stuhl um eine Apostolische Visitation. Am 31. August räumte er in einem Hirtenbrief Fehler ein und warb um Vertrauen bei seinen Kritikern und den Gläubigen.

Am 3. September lehnte die Bischofskongregation die beantragte Visitation ab, kündigte aber an, wegen der unübersehbaren Belastungen der Einheit zwischen Bischof und Volk und drohenden Beschädigung der Integrität des Bischofs werde Papst Franziskus Kardinal Giovanni Lajolo nach Limburg senden.

Anfang September 2013 schrieb der Theologe Hermann Häring an Limburger Pfarrer: Er erwarte „in der Amtsführung von Bischof Tebartz-van Elst keine Korrektur“. Ihm seien „Ablenkungen und Verschleierungen, Ausflüchte, Vertröstungen und halbrichtige Behauptungen zur Routine geworden“. Er sei „offensichtlich […] überhaupt nicht fähig, sich selbst zu beobachten und in eine selbstkritische Beziehung einzutreten, seine Schwächen zu erkennen und etwas zuzugeben, vielleicht Reue zu zeigen, geschweige denn darüber zu reden und sein Verhalten konkret zu ändern.“ Kardinal Meisner dagegen verteidigte Tebartz-van Elst am 13. September: Die Medien hätten sich „gegen ihn verschworen“ und verschwiegen die Unterstützung für ihn. Das richte sich eigentlich gegen seine (für ihn vorbildliche) theologische Haltung und seinen Verkündigungsstil. Der Besuch Lajolos sei keine apostolische Visitation: Das zeige, dass der Bischof keine Verfehlungen begangen habe.

Lajolo besuchte das Bistum vom 9. bis 15. September 2013. Am 14. September gaben Lajolo, Tebartz-van Elst, Domkapitel und Domdekan eine gemeinsame Erklärung heraus: Lajolo werde den Papst umfassend von seinen vielfältigen Gesprächen mit dem Bischof, den Priestern, den Ordensleuten und verschiedenen anderen Gruppen des Bistums informieren. Der Bischof werde „alle Kosten für die Baumaßnahme auf dem Domberg umgehend im Bischöflichen Ordinariat feststellen lassen und der Sonderprüfung einer Kommission zugänglich machen […], die er beim Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz erbeten hat.“ Der Abschlussbericht dieser Kommission werde veröffentlicht. Der Bischof werde die kirchenrechtlich vorgesehenen Beratungsorgane regelmäßig und verlässlich zur Leitung des Bistums heranziehen. Das Domkapitel werde „diesen Weg des Bischofs aufmerksam und loyal begleiten“. Lajolo rief bei einem Abschlussgottesdienst zu einem Neuanfang im Bistum Limburg auf. Tebartz-van Elst bat zuvor um Verzeihung und Nachsicht dort, „wo ich Sie enttäuscht und verletzt habe“.

Die Selbstverpflichtung des Bischofs wurde als Bestätigung dafür gedeutet, dass Lajolo hier Versäumnisse festgestellt hatte und der Vatikan das Bistum daher weiter beobachten werde.

Flugkosten und Strafverfahren

Im Januar 2012 reisten Tebartz-van Elst und Generalvikar Kaspar zu einem Besuch sozialer Projekte nach Bangalore (Indien). Im April erkundigte sich das Nachrichtenmagazin Der Spiegel beim Bistum, ob die Flüge dorthin erster Klasse erfolgten, wie teuer sie waren und wer sie bezahlte. Darauf antwortete das Bistum am 5. April, die Reise sei wie üblich in der Business Class gebucht worden. Nur diesmal hätten beide Reisende ihre Flugtickets mit privat gesammelten Bonusmeilen hochgestuft.

Am 11. August 2012 antwortete der Bischof auf eine Rückfrage des Spiegeljournalisten Peter Wensierski („Aber erster Klasse sind Sie geflogen?“):

„Business Class sind wir geflogen.

Am 15. August verlangten die Anwälte des Bistums von Wensierski und dem „Spiegel“ eine Unterlassungserklärung für die Aussage, der Bischof sei „erste Klasse mit dem Flugzeug nach Indien geflogen“. Dass dies unwahr sei, sei Wensierski schon aus dem Bistumsschreiben vom 5. April bekannt. Auf dessen weitere Nachfrage bestätigte das Bistum jedoch am 16. August die Hochstufung der Flüge auf die erste Klasse.

Am 22. August 2012 berichtete Peter Wensierski über sein Gespräch mit dem Bischof vom 11. August, dessen Hin- und Rückflug erster Klasse und die Schlafmöglichkeit in der Business Class. Am 1. September erklärte Tebartz-van Elst, er habe nur dieses Mal ein Upgrade des Flugtickets angenommen,

um während des Fluges schlafen und dann ausgeschlafen seine Termine wahrnehmen zu können.

Er brauche keinen Luxus. Er werde „es so nicht mehr machen“. Am 7. September gab er eine Versicherung an Eides statt ab, dass es weder Wensierskis Rückfrage mit dem Vorhalt „Aber Sie sind doch erster Klasse geflogen?“ noch seine Antwort „Business-Klasse sind wir geflogen“ gegeben habe. Er forderte vom „Spiegel“ eine entsprechende Unterlassungserklärung. Nachdem der „Spiegel“ eine Filmaufnahme des Dialogs veröffentlichte, zog das Bistum den Unterlassungsantrag zurück.

Am 25. September 2013 beantragte die Staatsanwaltschaft Hamburg einen Strafbefehl gegen Tebartz-van Elst wegen falscher Versicherung an Eides statt in zwei Fällen.

Bauprojekt

→ Hauptartikel: Diözesanes Zentrum Sankt Nikolaus

2002 verordnete die Diözese ihren Mitarbeitern einen strengen Sparplan. Unter dem Motto „Sparen und Erneuern“ wurden Gehälter, Zulagen und andere Ausgaben gekürzt. Das Projekt „Neubau des Bischofshauses auf dem Gelände der alten Vikarie gegenüber dem Limburger Dom“ wurde vom Domkapitel 2004 angestoßen. Nach Aussagen von Mitgliedern des Domkapitels begann die konkrete Planung nach den Wünschen von Tebartz-van Elst im Dezember 2007. Das Protokollbuch dazu legte das Bistum jedoch nicht offen. In der Sedisvakanz konnte es vor Januar 2008 keine rechtmäßigen Beschlüsse über den Fortgang des Projekts treffen.

Vor dem Hintergrund des Sparkurses kam es zu heftigen Protesten im Bistum gegen die anfangs geplanten Baukosten.

Daraufhin reduzierte das Domkapitel die Kostenobergrenze von 7 auf 3,5 und dann auf 1,65 Mio. Euro.

Das gesamte Bauprojekt umfasste die Restaurierung der alten Vikarie, der Küsterwohnung und Stadtmauer sowie den Neubau einer Bischofswohnung, einer Bischofskapelle, eines Schwesternhauses, außerdem Empfangs- und Sitzungsräumen, Außenanlagen und weitere Gebäude. Nach dem Amtsantritt von Tebartz-van Elst begrenzte das Domkapitel die Gesamtkosten dafür am 7. Februar 2008 auf zwei Mio. Euro.

Danach wurden jedoch 5,5 Mio. Euro für das Bauprojekt veranschlagt. Davon waren 200.000 Euro für die Wohnung des Bischofs, 300.000 Euro für seine Privatkapelle, 500.000 Euro für den Verwaltungs- und Gästebereich, zwei Mio. Euro für die Sanierung der historischen Mauern und Darstellung der archäologischen Funde sowie 2,5 Mio. Euro für die Sanierung der Alten Vikarie und des Küsterhauses vorgesehen. 2,5 Mio. Euro stammen aus Kirchensteuern und wurden 2004 in den Haushalt der Diözese Limburg eingestellt. Den übrigen Teil trug der „Bischöfliche Stuhl“, eine 1827 gegründete Stiftung (Rechtsform: Körperschaft öffentlichen Rechts) für den Unterhalt der Limburger Bischöfe. Die Höhe seines Vermögens und sein Führungspersonal hält das Bistum geheim. Rechenschaft schuldet der Stuhl seit 2008 nicht mehr dem Domkapitel, sondern nur noch dem Bischof und dessen Generalvikar.

2010 berief Tebartz-van Elst einen „Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls“, bestehend aus Jochen Riebel (CDU), Theodor Michael Lucas (Josefs-Gesellschaft) und Carl-Friedrich Leuschner (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Honorarprofessor an der Universität Osnabrück), der dessen Vermögenswerte, Erträge und Ausgaben zur Finanzierung des Diözesanen Zentrums intern kontrollieren, aber nicht veröffentlichen sollte. Der Rat traf sich erstmals im Frühjahr 2011. Das Bistum verwies Kritiker nun darauf, dass „externe und unabhängige Wirtschaftsfachleute und Juristen“ den Bischöflichen Stuhl kontrollierten und der Bischof nicht frei über dessen Vermögen verfügen könne. Im Oktober 2013 wurden die Namen der Ratsmitglieder bekannt.

Die Bauherren rechneten im August 2012 mit einer Kostensteigerung auf

über neun Mio. Euro

und gaben an, wegen möglicher weiterer „Überraschungen“ keine endgültige Gesamtsumme nennen zu können. Das Bistum nannte das Bauprojekt nun Diözesanes Zentrum St. Nikolaus, da es nicht nur als Bischofsresidenz dient. Peter Wensierski kritisierte, hier werde ein „monströser Luxuskomplex nach den Wünschen von Franz-Peter Tebartz-van Elst“ gebaut.

Am 25. Juni 2013 äußerte Daniel Deckers (FAZ) Zweifel am Finanzgebaren des Bischofs und seines Generalvikars. Am 28. Juni 2013 erklärte Staudt die Kostensteigerung mit der notwendigen handwerklichen Sanierung der Altbauten und der Mauern. Der Umfang dieser Sanierungen sei erst im Verlauf der Bauarbeiten erkannt worden. Die Maßnahmen entsprächen dem Denkmalschutz und seien in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen (LfDH) erfolgt.

Am 29. Juni 2013 wurde das Diözesanzentrum eröffnet. Dabei gab das Bistum bekannt,

die endgültigen Gesamtkosten betrügen 9,85 Mio. Euro.

Diese Kostensteigerung von über vier Mio. Euro war in keinem Ausgabenbericht dokumentiert und wurde nicht erklärt. Nachdem der Vermögensverwaltungsrat am selben Tag eine Korrektur der Angaben verlangte, erklärte das Bistum am 1. Juli, dass die zuerst genannten Kosten nur die Sanierung der Altbauten umfassten, nicht die Neubauten. Die Gesamtkosten könnten „wesentlich höher“ ausfallen. Im Juli verpflichtete sich Tebartz-van Elst schriftlich gegenüber dem Domkapitel, das Finanzgebaren seines Bistums beim Bau des Bischofshauses von einer eigens bestellten Kommission der DBK prüfen zu lassen. Er erklärte in einem Hirtenbrief vom 31. August 2013, es werde „alles dafür getan“, die Kostenfrage „klipp und klar zu beantworten“. Er sehe „einige Entscheidungen heute mitunter in einem anderen Licht“.

Am 23. September 2013 äußerte der Vorsitzende der DBK, Erzbischof Robert Zollitsch, dass die ganze Kirche in Deutschland unter den Berichten über die Kostenexplosion des Bischofsbaus in Limburg leide.

Am 7. Oktober 2013 gab der Vermögensverwaltungsrat bekannt, man habe bei einer „verwaltungsinternen Kostenrechnung“ bisherige Gesamtkosten des Gebäudekomplexes von

mindestens 31 Mio. Euro

festgestellt. Hinzu kämen Baunebenkosten in Millionenhöhe, über die die Stadt Limburg ein Gutachten erstellen lasse. Ratsmitglied Jochen Riebel erklärte am Folgetag in der FAZ, Tebartz-van Elst habe die Bekanntgabe dieser Gesamtkosten verbieten wollen und dem Rat trotz mehrerer Mahnungen weder Haushaltspläne für 2012 und 2013 noch entsprechende Einzelpläne vorgelegt und ihn so „hinter das Licht geführt“. Außer einer Anfinanzierung von 600.000 bis 800.000 Euro seien die einzelnen Bauvorhaben entgegen den Statuten des Bischöflichen Stuhls in keinem Haushaltsplan genehmigt worden.

Tebartz-van Elst sei „entweder ein raffinierter Betrüger oder krank“.

Auf die Frage, ob der Bischof zurücktreten solle, antwortete er: „Wenn der Bischof ein Ehrenmann wäre, wäre die Entscheidung klar.“ Am 11. Oktober 2013 ergänzte er, der Vermögensverwaltungsrat habe fast 16 Mio. Euro als „Zwischenfinanzierung“ vorläufig gebilligt und folglich eine grobe Kenntnis von den Kostensteigerungen gehabt. Die Limburger Stadtverwaltung rechnet wegen der durch die Bauarbeiten entstandenen Schäden an Nachbarbauten mit hohen Folgekosten. Daher wird ein Anstieg der Gesamtkosten auf bis zu 40 Mio. Euro erwartet.

Der Priesterrat des Bistums Limburg, der „Hofheimer Kreis“, die Initiative „Wir sind Kirche“ und weitere Limburger Katholiken forderten Tebartz-van Elst zum

Rücktritt

auf. Das Bistum erklärte, der Bischof sei für die geistliche Leitung, aber nicht für die Verwaltung der Baufinanzierung zuständig. Am 8. Oktober hielten das Präsidium der Limburger Diözesanversammlung und der Vorstand des Diözesansynodalrats dem Bischof gemeinsam einen „beängstigenden Umgang mit der Wahrheit“ und „bewusste Fälschung“ in Bezug auf seine Angaben zum Bischofsbau vor. Der Bischof stehe dem kirchlichen Verkündigungsauftrag „gewaltig im Weg“. Vom Papst werde eine hilfreiche Entscheidung erbeten. Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller forderte am 9. Oktober eine Amtsenthebung des Bischofs durch den Papst. Er riet auch den Mitgliedern des Vermögensverwaltungsrates zurückzutreten, da sie sich jahrelang Haushaltspläne hätten vorenthalten lassen und somit ihre Kontrollfunktion nicht erfüllt hätten.

Tebartz-van Elst verteidigte die Baukosten am 10. Oktober 2013 in der Bildzeitung: Man habe das Zentrum „auf nachhaltige Weise“ auch für kommende Generationen gebaut. Denkmalschutzauflagen hätten die Kosten mitverursacht. Das LfDH hatte dies am 8. Oktober bestritten. Der beratende Architekt Stephan Dreier nannte die Rechtfertigung des Bischofs eine „dreiste Lüge“. Nur die Fachwerkkonstruktion der Alten Vikarie sei nach „denkmalpflegerischen Gesichtspunkten“ saniert worden. Das habe nicht über 400.000 Euro gekostet. Weit teurer seien der gegen seine Empfehlung erfolgte Ausbau des Dachgeschosses, das Tieferlegen des Erdgeschosses und Arbeiten unterhalb der Grundmauern gewesen.

Laut Riebel verursachten bauliche Änderungs- und Zusatzwünsche des Bischofs die Kostensteigerung. Als Beispiele nannte er

Schreinerarbeiten für die Bischofswohnung (350.000 Euro),

eine freistehende Badewanne (15.000 Euro),

Kunstwerke (450.000 Euro),

Kapellenfenster (100.000 Euro),

einen nachträglich eingebauten Seilzug für einen Adventskranz (50.000 Euro)

und einen

Tisch im Konferenzraum (25.000 Euro).

Änderungen und Extras hätten sich schon bei der Bischofswohnung auf drei Mio. Euro summiert. Zudem sei eine zweite, ebenfalls 130 m² große Wohnung darunter in den Fels gefräst worden. Diese habe die Stadt zuerst als fensterlose Technik- und Kellerräume, später teilweise als Wohnraum, nun mit Fenstern, genehmigt. Das Bauergebnis habe so niemand beschlossen und genehmigt.

20 Mio. Euro hätten die Neubauten insgesamt gekostet,

das entspreche 10.000 Euro pro Quadratmeter. Einige Medien berichteten darüber mit abweichenden Einzelausgaben. Nach am 12. Oktober 2013 veröffentlichten internen Dokumenten zu Bauplanungen und Kosten einzelner Baumaßnahmen ließ Tebartz-van Elst fertiggestellte Bauabschnitte wieder abreißen und baulich verändern. Dies habe „exorbitante“ Kostensteigerungen verursacht. Das gesamte Bauprojekt soll den Bischöflichen Stuhl fast ein Drittel seines Vermögens gekostet haben.

Laut Medienberichten wurde dem neu gegründeten Vermögensverwaltungsrat im Sommer 2011 ein

Gesamtkostenvolumen von 17 Mio. Euro

vorgelegt. Die Summe sei in zehn Einzelprojekte von jeweils unter fünf Mio. Euro gestückelt worden, so dass keins davon dem Vatikan angezeigt werden musste. Ein Jahr später habe der Vermögensverwaltungsrat eine Zwischenfinanzierung in Höhe von 15,7 Mio. Euro genehmigt. Der Kredit sei bei der Deutschen Bank aufgenommen worden; dies habe erstmals zu einem Konflikt zwischen Bischof und Vermögensverwaltungsrat geführt. Tebartz-van Elst habe entgegen der Empfehlung des Rates verlangt, dass die Kosten niemals öffentlich werden dürften. Die Buchführung sei an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Köln ausgelagert worden, so dass nur Dombaumeister und Architekt Rechnungen und Belege zu sehen bekommen hätten. Die KPMG erhielt laut dem „Spiegel“ 2009 den Auftrag für die kaufmännische Abwicklung des Projekts und schickte damals eine grobe Kostenschätzung von 17 Mio. Euro an den Bischof und den Generalvikar Kaspar.

Bis 2011 habe sie den Bischof über ihre

genauere Kalkulation von 27 Mio. Euro

informiert. Am 2. Oktober 2013 sagte Staudt zu Jochen Riebel, er (Staudt) habe den Vermögensverwaltungsrat auf Anweisung des Bischofs stets über die Kosten belogen. Der Architekt Michael Frielinghaus erklärte am 14. Oktober: Die 2010 vom Bischöflichen Stuhl genannte

Bausumme von 5,5 Mio. Euro

habe „deutlich unter der Summe“ gelegen, „die der Bauherr und alle am Projekt beteiligten Planer kannten“. Der Bischof habe die tatsächlichen Kosten von Beginn an gekannt; ihre ungefähre Höhe habe nie außer Frage gestanden. „Es gab also keine Kostenexplosion. Der Bau verlief planmäßig, es gab kaum Überraschungen.“

Nach dem vom Bischof am 1. April 2011 beschlossenen Statut des Bischöflichen Stuhls zu Limburg, das die FAZ am 14. Oktober 2011 veröffentlichte, hätte der Bischof dem Vermögensverwaltungsrat für jedes Geschäftsjahr einen Haushaltsplan vorlegen müssen. Dies unterblieb laut Riebel 2012 und 2013. Der Rat hätte eine Jahresbilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung anerkennen und die Geschäftsführung entlasten müssen. Dies unterblieb 2011 und 2012. Ferner musste der Rat dem Kauf und Verkauf von Immobilien durch den Bischöflichen Stuhl zustimmen. Ob das Diözesane Zentrum Sankt Nikolaus auch mit solchen Transaktionen finanziert und der Rat damit gemäß dem Statut befasst war, ist ungeklärt. Deckers (FAZ) vermutet, Bischof und Generalvikar hätten einen erheblichen Teil der bisherigen Baukosten ohne vorherige Billigung des Rates, also rechtswidrig, beansprucht und demnach fälschlich behauptet, ohne Zustimmung des Rates kein Vermögen des Stuhls ausgeben zu können. Der Rat hätte laut Statut auf der Vorlage von Haushaltsplänen bestehen und die vorgeschriebene Entlastung verweigern müssen. Andernfalls hätte er sich an den Apostolischen Stuhl in Rom oder die Kleruskongregation als Aufsichtsbehörde wenden können. Jedes Ratsmitglied hätte jederzeit von seinem Amt zurücktreten können.

Die Staatsanwaltschaft Limburg prüft wegen mehrerer Anzeigen Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen Tebartz-van Elst. 2011 verkaufte der Bischöfliche Stuhl Wohnungen für 6,8 Mio. Euro an das Bistum. Der Betrag lag nach Presseberichten weit unter ihrem Wert. Daher ermittle die Staatsanwaltschaft Limburg auch gegen Generalvikar Kaspar. Dieser gilt als treibende Kraft des Bauprojekts beim Dom.

Laut dem Protokoll der Sitzung des Vermögensverwaltungsrats am 28. August 2013 war Jean-Claude Périsset, der Nuntius in Deutschland, über die zehn Einzelprojekte in Limburg vor deren Baubeginn 2010 informiert und hatte ihnen mündlich zugestimmt. Der Rat selbst erfuhr spätestens bei dieser Sitzung am 28. August von den gestiegenen Baukosten und genehmigte sie rückwirkend. Der Nuntius war nicht für die vatikanische Genehmigung des Bauprojekts zuständig. Diese hätte schriftlich erfolgen müssen. Das Bistum veröffentlichte sie auch auf Presseanfragen hin nicht. Das Bauprojekt war nach Aussagen Beteiligter buchhalterisch nie in Einzelvorhaben geteilt. Kirchenrechtler beurteilen die Stückelung in zehn Bauvorhaben als Umgehungstatbestand. Die rückwirkende Zustimmung des Vermögensverwaltungrates habe die Rechtsverstöße gegen das Statut des Bischöflichen Stuhls nicht aufgehoben. Wegen fehlender Haushaltspläne seien die meisten für den Bau eingesetzten Mittel nicht legal ausgegeben worden.[73] Nach weiteren veröffentlichten Ratsprotokollen soll der Haushaltsplan für 2012 wegen der unklaren Vermögensverhältnisse des Bischofsstuhls nicht vorgelegt worden sein.

Am 13. Oktober 2013 reiste Tebartz-van Elst für Gespräche in den Vatikan. Erzbischof Robert Zollitsch, DBK-Vorsitzender, informierte Papst Franziskus am 17. Oktober über die Situation im Bistum Limburg. Die von Zollitsch eingesetzte Prüfungskommission begann ihre Arbeit am 18. Oktober. Als Folge des Limburger Falls veröffentlichten eine Reihe deutscher Bistümer ihre Vermögensverhältnisse oder kündigten an, dies zu tun. Am 21. Oktober empfing der Papst Tebartz-van Elst zu einer Privataudienz. Gesprächsinhalte wurden nicht bekannt gegeben.

Am 23. Oktober teilte der Heilige Stuhl mit, in der Diözese sei es „zu einer Situation gekommen, in welcher der Bischof […] seinen bischöflichen Dienst zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben“ könne. Der Heilige Stuhl hält es für angeraten, dass, in Erwartung des Berichts der Untersuchungskommission zum Bauprojekt und der sich hierbei ergebenden Vergewisserung über damit verbundene Verantwortlichkeiten, Tebartz-van Elst sich eine Zeit lang außerhalb der Diözese aufhalten dürfe. Solange solle der neu eingesetzte Generalvikar Wolfgang Rösch das Bistum verwalten. Quellewikipedia

Buchperlen Leseempfehlungen

Ist die Kirche noch zu retten? von Hans Küng
Piper Verlag

»In der gegenwärtigen Situation kann ich es nicht verantworten zu schweigen«, sagt Hans Küng: Die katholische Kirche ist krank, vielleicht sterbenskrank. Statt zu verharmlosen, zu vertuschen, zu verschweigen, muss man eine ehrliche Diagnose vornehmen und wirksame Therapien vorschlagen. Sein Leben lang hat Hans Küng der katholischen Kirche gedient (allerdings nicht immer zur Freude der Päpste): als weltweit geachteter Theologe, als Priester und viel gelesener Autor. Jetzt erweist er ihr wieder einen Dienst, indem er klar ausspricht, woran die Kirche krankt. Deren Krise geht weit über die Missbrauchsfälle und deren Vertuschung hinaus: Es handelt sich um eine grundlegende Systemkrise. Eine Kirche, die weiterhin an ihrem Macht- und Wahrheitsmonopol, an ihrer Sexual- und Frauenfeindlichkeit festhält, sich Reformen und der aufgeklärten modernen Welt verweigert, wird nicht überleben – das ist Küngs Fazit. Deshalb legt er eine Agenda für ein »Zukunftsgespräch« vor.

Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland

Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland

Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland von Carsten Frerk
Alibri Verlag Gunnar Schedel

Über kirchliche Finanzen wird zwar viel diskutiert, in der Regel überwiegen jedoch die Spekulationen. Erstmals seit 30 Jahren liegt nun wieder eine umfassende Darstellung zu Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland vor, die diese Informationslücke schließt. Carsten Frerk hat für seine Studie die Haushaltspläne von Bund und Ländern, die Geschäftsberichte der Kirchenbanken, amtliche und kirchliche Statistiken, die Jahresberichte der Hilfs- und Missionswerke und unzählige weitere Quellen ausgewertet. Er beschränkt sich dabei nicht auf die „verfasste Kirche“, sondern versucht, soweit möglich die „Wirtschaft im Raum der Kirchen“ zu berücksichtigen. Denn wer ein Bild von der tatsächlichen Vermögenslage der Kirchen gewinnen will, muss über die in Kirche und Politik kontrovers diskutierte Kirchensteuer hinaus zahlreiche weitere Bereiche berücksichtigen. Viele „kirchliche Rechtsträger“ (von der Kirchengemeinde bis zur Stiftung) verfügen über Grundbesitz, Immobilien oder Firmenbeteiligungen. Im „kirchlichen Raum“ sind zahlreiche Unternehmen angesiedelt, sei es in der Gastronomie, der Touristikbranche oder in der Bauwirtschaft. Die Einlagen kirchlicher Einrichtungen bei den Kirchenbanken sind in den letzten Jahren – bei öffentlich immer wieder betonter Armut – wiederum angewachsen. Gleichzeitig erhalten die Kirchen staatliche Zuwendungen in einem Umfang, der die Kirchensteuereinnahmen deutlich übersteigt. Bei aller Datenfülle sorgen die detaillierte Gliederung sowie über 150 Graphiken und Schaubilder dafür, dass das Buch übersichtlich bleibt.

Die katholische Kirche in der Literatur

Institution Kirche

Christentum & Theologie – Christ & Gesellschaft