Randomhouse.de: Sachbuch-Neuheiten im November 2013. Evgeny Morozov: Smarte neue Welt, David Quammen: Spillover, Werner Bartens: Das sieht aber gar nicht gut aus, Peter Arens und Stefan Brauburger: Frauen – die Geschichte machten, Johannes Saltzwedel und Dietmar Pieper: Karl der Große, Michel Onfray: Im Namen der Freiheit, Peter Merseburger: Willy Brandt, Usain Bolt: Wie der Blitz

Randomhouse.de: Sachbuch-Neuheiten im November 2013

aus der Sicht digitaler Vordenker sind wir alle ineffizient, unberechenbar und nur unzureichend angepasst. Kurz: wir sind nicht „optimiert“, nicht „smart“ genug. Die Lösung für dieses scheinbare Problem: mehr Technik, mehr Daten, mehr Algorithmen, mehr Kontrolle. In »Smarte neue Welt« fordert Evgeny Morozov dazu auf, differenziert darüber nachzudenken, wie wir das digitale Universum mit unserem analogen Dasein sinnvoll in Einklang bringen und Demokratie, Kreativität und Selbstbestimmung retten können. Weitere lesenswerte Sachbücher zu einer Vielzahl unterschiedlicher Themen finden Sie auf www.randomhouse.de.

Smarte neue Welt

Smarte neue Welt

Evgeny Morozov
Smarte neue Welt
– Evgeny Morozov – Smarte neue Welt
Politik, Wirtschaft, Kultur und unsere Lebenswege sind heute transparent, individualisiert und jederzeit abrufbar. Evgeny Morozov hinterfragt diese smarte neue Welt mit Verve. Ist sie wirklich besser, sicherer, lebenswerter?

Dem Silicon Valley verdanken wir die technischen Errungenschaften, die unsere Welt so ganz anders machen, als sie einst war. Mehr noch, die Vordenker aus den Eckbüros von Google, Apple und Facebook lieferten die dazugehörige Philosophie gleich mit – und wir alle haben sie verinnerlicht. Das Internetzeitalter gilt als epochaler Einschnitt. Die digitale Revolution stellt die Daseinsberechtigung althergebrachter Strukturen und Institutionen infrage. Politik, Wirtschaft, Kultur und unsere Lebenswege sind heute transparent, individualisiert und jederzeit abrufbar. Evgeny Morozov hinterfragt diese smarte neue Welt mit Verve. Ist sie wirklich besser, sicherer, lebenswerter?

Evgeny Morozov entlarvt diese digitale Utopie in seinem weitgreifenden Werk als gefährliche Ideologie. Durch die Brille der digitalen Utopisten sehen wir ineffizient, unberechenbar und ungenügend, kurz: nicht optimiert aus. Wir sind nicht smart genug. Und die Lösung für dieses vermeintliche Problem heißt: mehr Technik – mehr Daten, mehr Algorithmen, mehr Kontrolle. Mit »Smarte neue Welt« drängt Morozov darauf, diese Brille abzusetzen und differenziert darüber nachzudenken, wie wir das digitale Universum mit unserem analogen Dasein sinnvoll in Einklang bringen und Demokratie, Kreativität und Selbstbestimmung retten können » Zur Leseprobe

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Constanze Kurz und Frank Rieger
Arbeitsfrei
Welche Umbrüche und Verwerfungen kommen auf uns zu? Wie sieht morgen unser Arbeitsplatz aus? Sind wir Menschen zwangsläufig die Verlierer in der Maschinenwelt, oder haben wir die Chance, neue, positive Lebensbedingungen zu gestalten und die Technologie für uns zu nutzen!?

Wie werden wir morgen arbeiten? Diese Frage bewegt immer mehr Menschen, und doch wissen wir viel zu wenig darüber, wie die Arbeitswelt heute und in Zukunft tatsächlich aussieht. Das archaischste und ursprünglichste aller Lebensmittel, unser Brot, kann als Paradebeispiel für Automatisierung gelten. Hier zeigen sich viele Mechanismen und Technologiewellen, die in anderen Branchen erst noch kommen werden. Von der industriellen Landwirtschaft über die Produktion der Landmaschinen, die Backfabriken bis zur durchdigitalisierten Lieferlogistik – Menschen spielen dabei eine immer untergeordnetere Rolle. Wenn die Maschinerie läuft und den Takt vorgibt, sind sie nur noch Handlanger in Niedriglohnberufen.

Welche Umbrüche und Verwerfungen kommen auf uns zu? Sind wir Menschen zwangsläufig die Verlierer in der Maschinenwelt, oder haben wir die Chance, neue, positive Lebensbedingungen zu gestalten? » Zur Leseprobe

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David Quammen
Spillover
Neue Krankheiten, die sich auf der ganzen Welt ausbreiten, sind ein gefährliches Problem: Seuchen wie AIDS, Ebola und SARS erreichen dank moderner Verkehrsmittel schnell mehrere Kontinente. Ihnen ist eines gemeinsam: Die Erreger sprangen vom Tier auf den Menschen über – der sogenannte Spillover.

Neue Krankheiten, die sich auf der ganzen Welt ausbreiten, sind ein gefährliches Problem, und es scheint, als würden sie an Bedrohlichkeit zunehmen. Seuchen wie AIDS, Ebola und SARS erreichen dank moderner Verkehrsmittel schnell mehrere Kontinente. Ihnen ist eines gemeinsam: Die Erreger sprangen vom Tier auf den Menschen über – der sogenannte Spillover. In einem ebenso spannend erzählten wie beunruhigenden Buch schildert der preisgekrönte Wissenschaftsautor David Quammen wie und an welchen Orten bevorzugt Viren, Bakterien und andere Erreger auf den Menschen übertragen werden. Er begleitete die führenden Forscher bei der Suche nach dem Ursprung der Seuchen zu Gorillas in den Kongo, beobachtet sie bei der Arbeit mit Fledermäusen in China und Affen in Bangladesch und erklärt, warum die Gefahr des Spillover gestiegen ist. Noch ist nicht klar, woher die nächste große Seuche kommt, aber ihr Ausbruch ist nur eine Frage der Zeit. » Zur Leseprobe

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Werner Bartens
Das sieht aber gar nicht gut aus
»Das sieht aber gar nicht gut aus« – »Sie sind ein Risikopatient« – »Wir können im Augenblick nichts mehr für Sie tun« – wenn Ärzte solche Sätze sagen, ist das für den Patienten wie ein K.o.-Schlag. Die wenigsten Ärzte sind bösartig, aber manche doch ziemlich gedankenlos in ihren Äußerungen …

Für den Arzt ist der Umgang mit Kranken Alltag, Routine. Für Patienten ist es hingegen immer ein Ausnahmezustand, wenn sie zum Doktor oder in die Klinik müssen. Patienten sind beim Arzt hoch konzentriert und achten auf jede Geste und jede Äußerung. Ein Stirnrunzeln, eine gehobene Augenbraue, eine unachtsame Bemerkung können eine Welt zusammenbrechen lassen und die Chance auf Heilung oder Genesung zum Teil dramatisch mindern. Der Arzt bekommt davon meist gar nichts mit. Der Patient bleibt mit seinen Ängsten und Irritationen allein zurück.

»Das sieht aber gar nicht gut aus« – »Sie sind ein Risikopatient« – »Wir können im Augenblick nichts mehr für Sie tun« oder auch an Schwangere adressiert »Oh, der Kopf ist ein bisschen groß« oder »Ich kann den Magen nicht finden«. Wenn Ärzte solche Sätze sagen, ist das wie ein K.o.-Schlag. Der Patient ist am Boden zerstört, sieht sich am Ende oder zumindest für den Rest seines Lebens dahinsiechen oder das ungeborene Leben in höchster Gefahr. Die wenigsten Ärzte sind bösartig, aber manche doch ziemlich gedankenlos in ihren Äußerungen. Sie ahnen nicht, wie sich ein nebenbei dahingesagter Satz auf Patienten auswirken kann.

Denn ungeheurer Schaden entsteht, wenn Ärzte ihre Patienten entmutigen und ihnen die Hoffnung nehmen. Die Nocebo-Forschung, aber auch Untersuchungen zur Arzt-Patienten-Kommunikation haben gezeigt, dass sich die Heilung verzögert und die Prognose verschlechtert, wenn Ärzte sich ungeschickt verhalten und Patienten im Gespräch vor den Kopf stoßen. Manche verzweifeln so sehr, dass sie immer kränker werden und sterben.

Dieses Buch versammelt, thematisch sortiert, 99 Sätze, die wir aus Patientensicht von Ärzten nie mehr hören wollen. Werner Bartens zeigt, was der Arzt eigentlich meint und was der Patient stattdessen hört. »Das sieht aber gar nicht gut aus« ist ein Plädoyer für eine richtige Wahrnehmung der Kranken durch die behandelnden Ärzte und für eine bessere Kommunikation zwischen Doktor und Patient.

Lesen Sie auch: Verhaltensforscher Alex hat im Bett wenig Erfolg bei seiner Frau und verfolgt deshalb ein Ziel: »Betrügen lernen« Werner Bartens spricht über seinen Roman »Betrügen lernen« – » Zum Buch

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Peter Arens und Stefan Brauburger
Frauen, die Geschichte machten
Kleopatra, Jeanne d’Arc, Elisabeth I., Katharina die Große, Königin Luise von Preußen und Sophie Scholl. In diesem Buch werden die aus ihrer Zeit herausragenden Frauen im historischen Kontext, im Spiegel zeitgenössischer Rollenbilder und mit Bezug zur Gegenwart umfassend porträtiert.

Frauen und Macht – auch im 21. Jahrhundert eine Kombination, die provoziert. Doch Frauen, die nach Einfluss, Selbstbestimmung und Freiheit streben, haben berühmte Vorbilder in der Geschichte. Deren Namen und Schicksale konnte weder eine von Männern beherrschte Historiografie noch offene oder verdeckte Diskriminierung vergessen machen. Selbst wenn die Lebensleistungen von Kleopatra, Jeanne d’Arc, Elisabeth I., Katharina der Großen, Königin Luise von Preußen oder Sophie Scholl hinter einem Schleier aus Mythen, Geschichtsklitterung und Stilisierung unscharf geworden sind, blieben ihre historischen Spuren erkennbar.

In diesem Buch werden die aus ihrer Zeit herausragenden Frauen im historischen Kontext, im Spiegel zeitgenössischer Rollenbilder und mit Bezug zur Gegenwart umfassend porträtiert. » Zum Buch

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Johannes Saltzwedel und Dietmar Pieper
Karl der Große
Obwohl Karl der Große sicher nicht der Ahnherr Europas war, zu dem er heute oft gemacht wird, ist das Erbe der karolingischen Epoche bis in unsere Gegenwart spürbar. 1200 Jahre nach seinem Tod geben SPIEGEL-Autoren und Historiker spannende Einblicke in das Leben dieses mächtigen Kaisers und die Zeit, in der er herrschte.

Karl der Große ist die Schlüsselfigur des frühen Mittelalters. Mit seinem Frankenreich etablierte der sagenumwobene Herrscher nach dem Ende der römischen Herrschaft die erste neue Großmacht im Westen. Der im Jahr 800 zum Kaiser Gekrönte setzte Maßstäbe für die christliche Zukunft des Kontinents – auch in der mitunter blutigen Abgrenzung gegen östliche Heiden, Byzanz und den Islam. Karls Regierungsstil, sein politisches Kalkül und seine Entscheidungen hatten enorme Wirkung auf das geistig-kulturelle Fundament des Abendlandes. Obwohl Karl sicher nicht der Ahnherr Europas war, zu dem er heute oft gemacht wird, ist das Erbe der karolingischen Epoche bis in unsere Gegenwart spürbar. 1200 Jahre nach seinem Tod im Jahr 814 geben SPIEGEL-Autoren und Historiker spannende Einblicke in das Leben Karls des Großen und die Zeit, in der er herrschte. » Zur Leseprobe

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Michel Onfray
Im Namen der Freiheit
Ein Buch für all jene, die Albert Camus neu entdecken wollen – Autor Michel Onfray präsentiert uns den Philosophen als Vorbild für schwierige Zeiten. Weil er stets darauf beharrte, Freiheit als Verpflichtung zu begreifen, sind Camus‘ Ideen an seinem 100. Geburtstag aktueller denn je.

An seinem 100. Geburtstag ist Albert Camus‘ Denken aktueller denn je: Mut, Mäßigung, Ehrlichkeit, Menschlichkeit, Gerechtigkeit. Michel Onfray porträtiert ihn als Vorbild gerade für schwierige Zeiten. Immer stand Camus an der Seite der einfachen Menschen seiner Herkunft und beharrte darauf, Gewalt nicht mit Gewalt zu vergelten und Freiheit auch als Verpflichtung zu begreifen. Wenn es ein Buch braucht, um Camus neu zu entdecken, dann dieses. » Zum Buch

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Peter Merseburger
Willy Brandt
Willy Brandt war ein charismatischer Visionär und ein pragmatischer Realist, ein Mensch mit Schwächen und einer der wenigen, die in der Politik moralische Maßstäbe gesetzt haben. Peter Merseburger hat alle zugänglichen Quellen ausgewertet und mit vielen Zeitgenossen gesprochen – eine einfühlsame und detaillierte Biographie.

Es gibt keinen deutschen Kanzler, dessen Regierungszeit so voller dramatischer Wendungen war – vom gescheiterten Misstrauensvotum gegen ihn über den folgenden größten Wahlerfolg der SPD, die umkämpfte Ostpolitik, den Friedensnobelpreis bis zur Spionageaffäre, die ihn zum Rücktritt veranlasste. Er war ein charismatischer Visionär und ein pragmatischer Realist, ein Mensch mit Schwächen und einer der wenigen, die in der Politik moralische Maßstäbe gesetzt haben. Peter Merseburger hat alle zugänglichen Quellen ausgewertet und mit vielen Zeitgenossen gesprochen – eine einfühlsame und detaillierte Biographie. » Zur Leseprobe

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Wie der Blitz

Wie der Blitz

Usain Bolt
Wie der Blitz

»Lightning Bolt« (Blitzschlag) nennen ihn die Medien; der schnellste Mann des Planeten nennt er sich selbst: Usain Bolt beherrscht seit seinen ersten Erfolgen mit 15 Jahren (2002) die Sprinter-Szene. Der Ausnahmeläufer hält die Weltrekorde über 100 und 200 Meter sowie über 4 mal 100 Meter mit Jamaikas Staffel. Er ist der einzige Mensch, der die 100 Meter jemals unter 9,6 Sekunden lief. Seine Erfolge sind so einzigartig wie seine Selbstinszenierungen, die Menschen weltweit in die Stadien locken.

Jetzt erzählt Bolt selbst die Geschichte des fröhlichen Jungen aus Jamaika, der innerhalb weniger Jahre zum bestbezahlten Leichtathleten wurde – von seinem kometenhaften Aufstieg, von seiner Überzeugung, zu Leistungen fähig zu sein, die kein anderer Mensch auf der Welt erbringen kann. Bolt zeigt aber auch die Kehrseite eines Lebens als Superstar des Sports: den allgegenwärtigen Druck, bei jedem Start eine Ausnahmeleistung erbringen zu müssen, und die Gewissheit, eines Tages nicht mehr der Schnellste sein zu können. » Zum Buch

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