Luiz Ruffato: Feindliche Welt – Vorläufige Hölle, Band 2 erschienen. Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler. Zé Pintos Gasse, eines der Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens, ist Dreh- und Angelpunkt dieses zweiten Teils…

Luiz Ruffato: Feindliche Welt – Vorläufige Hölle, Band 2 erschienen

Luiz Ruffato: Feindliche Welt - Vorläufige Hölle

Luiz Ruffato: Feindliche Welt – Vorläufige Hölle

Der 2. Band des Romanzyklus »Vorläufige Hölle« von Luiz Ruffato ist bei Verlag: Assoziation A erschienen.

Luiz Ruffato
Feindliche Welt
Vorläufige Hölle, Band 2
Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler
ISBN 978-3-86241-430-7 | 192 Seiten | gebunden | 18 Euro
www.assoziation-a.de/neu/Ruffato_Feindliche_Welt

Zé Pintos Gasse, eines der Armenviertel der Textilindustriestadt Cataguases im Landesinneren Brasiliens, ist Dreh- und Angelpunkt dieses zweiten Teils des Romanzyklus »Vorläufige Hölle«. Sie ist Zwischenstation und vorübergehende Heimat derjenigen, die aus dem kargen, archaischen Leben auf dem Land in das Elend der Städte ziehen. Wohnstätte der Dienstboten und Industriearbeiter, Ausgangspunkt der nächsten Migration. Ziel der vergeblichen Rückkehr.

Mit geradezu körperlicher Empathie stellt Luiz Ruffatos Projekt einer Geschichte des brasilianischen Proletariats Individuen in den Vordergrund, die umgeben von einer großen und feindlichen Welt im Sog der Geschichte zu überleben versuchen.

Luiz Ruffato wurde 1961 in Cataguases im brasilianischen Bundesstaat Minais Gerais geboren und wuchs in einer armen Familie italienischer Immigranten auf. Er arbeitete u.a. als Verkäufer und Mechaniker und studierte Journalismus. Im Jahr 1998 veröffentlichte er einen ersten Band mit Kurzgeschichten. Drei Jahre später folgte der Roman »Es waren viele Pferde« (Eles eram muitos cavalos), der die brasilianische Literatur revolutionierte, von der Kritik enthusiastisch aufgenommen und u.a. mit dem Prêmio Machado de Assis der brasilianischen Nationalbibliothek ausgezeichnet wurde. Zwischen 2005 und 2011 schrieb Luiz Ruffato den fünfbändigen Romanzyklus »Vorläufige Hölle« (dt. ab 2013 bei Assoziation A). Luiz Ruffato lebt in São Paulo. Im Jahr 2013 war er Eröffnungsredner der Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengastland Brasilien.

Luiz Ruffato (* Februar 1961 in Cataguases, Minas Gerais) ist ein brasilianischer Schriftsteller.

Ruffato arbeitete zunächst als Verkäufer, Textilarbeiter und Schlosser und studierte gleichzeitig Journalismus an der Universidade Federal de Juiz de Fora (UFJF). Anschließend arbeitete er als Journalist in São Paulo. Seit seinem ersten, 2001 und 2010 in siebenter Auflage erschienenen Roman Eles eram muitos cavalos (deutsche Ausgabe: Es waren viele Pferde, 2012), ausgezeichnet mit dem renommierten Prêmio São Paulo der Associação Paulista de Críticos de Arte (APCA) sowie dem Machado-de-Assis–Preis der Fundação Biblioteca Nacional,[1] gilt er als einer der wichtigsten zeitgenössischen brasilianischen Schriftsteller. 2003 beendete er seine Tätigkeit als Journalist um seitdem ausschließlich als Schriftsteller zu arbeiten. Sein zwischen 2005 und 2011 entstandener fünfbändiger Romanzyklus Inferno provisório (Dt.: Vorläufige Hölle) erzählt die Geschichte der brasilianischen Arbeiter, Einwanderer und Binnenmigranten. Für den dritten Band dieses Zyklus, Vista parcial da noite, erhielt er 2006 den Prêmio Jabuti, der fünfte Band, Domingos sem deus wurde 2013 mit dem Premio Casa de las Américas ausgezeichnet. Luiz Ruffato war literarischer Eröffnungsredner der 65. Frankfurter Buchmesse 2013.

Luiz Ruffato – Werke (Auswahl)

Histórias de remorsos e rancores. Boitempo Editorial, São Paulo 1998. (Erzählungen). ISBN 85-85934-22-0.
Os sobreviventes. Boitempo Editorial, São Paulo 2000. (Erzählungen). ISBN 85-85934-39-5.
Eles eram muitos cavalos. Romance. Record, Rio de Janeiro 2001. (Roman). ISBN 85-85934-86-7. (7. Auflage: Bestbolso, Rio de Janeiro 2010).
Deutsche Ausgabe: Es waren viele Pferde. Assoziation A, Berlin 2012, ISBN 978-3-86241-420-8. (Übersetzer: Michael Kegler).
As máscaras singulares. Poemas. Boitempo Editorial, São Paulo 2002. (Gedichte). ISBN 85-7559-016-2.
Os ases de Cataguases. Uma história dos primórdios do Modernismo. Ensaio. Instituto Francisca de Souza Peixoto, Cataguases 2002. ISBN 9788588965010. (2. Auflage 2010).
Mamma, son tanto felice. Record, Rio de Janeiro/São Paulo 2005. Bd. 1 von Inferno provisório. ISBN 9788501072276. (Auszeichnung: Prêmio APCA).
Deutsche Ausgabe: Mama, es geht mir gut. Assoziation A, Berlin 2013, ISBN 978-3-86241-421-5. (Übersetzer Michael Kegler)
O mundo inimigo. Record, Rio de Janeiro/São Paulo 2005. Bd. 2 von Inferno provisório. ISBN 9788501068606. (Auszeichnung: Prêmio APCA).
Deutsche Ausgabe: Feindliche Welt. Vorläufige Hölle, Bd. 2 Assoziation A, Berlin 2014, ISBN 978-3-86241-430-7. (Übersetzer Michael Kegler)
Vista parcial da noite. Record, Rio de Janeiro 2006, ISBN 85-01-07472-1. Bd. 3 von Inferno provisório. (Auszeichnung: Prêmio Jabuti de Romance).
De mim já nem se lembra. Romance. Moderna, São Paulo 2007, ISBN 9789896711320.
O livro das impossibilidades. Record, Rio de Janeiro 2008, ISBN 978-85-01-07471-3. Bd. 4 von Inferno provisório. (Finalist des Prêmio Zaffari-Bourbon).
Estive em Lisboa e lembrei de você. Roman. Companhia de Letras, São Paulo 2010, ISBN 978-85-359-1525-9. (Erzählungen).
Domingos sem Deus. Record, Rio de Janeiro/São Paulo 2011. Bd. 5 von Inferno provisório. ISBN 9788501075123. (Auszeichnung: Premio Casa de las Américas)

»Die Unterschichtsaga ›Vorläufige Hölle‹ hat den 52-Jährigen endgültig zu einem der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen Literatur Brasiliens werden lassen.« Victoria Eglau, dradio Büchermarkt

»Dieser Mann ist viel zu gut, um wahr zu sein. Luiz Ruffato ist der Erzähler der Stunde, dem wie keinem anderen zurzeit die glaubwürdige und aufregende Vereinigung von Form, Inhalt und Moral gelingt.« Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung

Luiz Ruffato – Weblinks

http://www.assoziation-a.de/
https://www.facebook.com/pages/Assoziation-A/535947913096142

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