Schlachtbank Düppel: 18. April 1864. Die Geschichte einer Schlacht von Tom Buk-Swienty. Das dänische Original wurde ein Sensationserfolg: 2009 wurde das Buch zum besten historischen Fachbuch des Jahres gewählt, 2010 erhielt der Autor dafür den Søren-Gyldendal-Preis…

150. Jahrestag der Schlacht bei Düppel. Schlachtbank Düppel (Tom Buk-Swienty)
Schlachtbank Düppel: 18. April 1864. Die Geschichte einer Schlacht von Tom Buk-Swienty

Im Osburg Verlag liegt zu diesem historischen Ereignis das Buch „Schlachtbank Düppel. Geschichte einer Schlacht“ (erschienen 2011) von Tom Buk-Swienty vor. Das dänische Original wurde ein Sensationserfolg: 2009 wurde das Buch zum besten historischen Fachbuch des Jahres gewählt, 2010 erhielt der Autor dafür den Søren-Gyldendal-Preis.

Schlachtbank Düppel

Schlachtbank Düppel

Buk-Swienty verpflichtet sich der Opfergeschichte

Sorgfältig sichtet er bisher unbekanntes historisches Material, Zeitzeugenberichte aus privaten Archiven, Tagebucheinträge, Briefe und Berichte. Sein Bild der Schlacht ist eines, wie es nur die Soldaten selbst, die Opfer, ihre Angehörigen und Hinterbliebenen zeichnen können.
Mehr zum Buch erfahren Sie unter: www.osburg-verlag.de

Im Herbst dieses Jahres wird in Dänemark eine aufwendige TV-Verfilmung von Buk-Swientys Bestseller ausgestrahlt, die 2015 auch in Deutschland zu sehen sein wird.
Zum Originaltrailer: www.dr.dk/tv/se/

Schlachtbank Düppel: 18. April 1864.
Die Geschichte einer Schlacht von Tom Buk-Swienty und Ulrich Sonnenberg
Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
Verlag: Osburg Verlag
11 Amazon Rezensionen
5 Sterne: (7)
4 Sterne: (2)
3 Sterne: (1)
1 Stern: (1)

Tom Buk-Swienty ist Autor, Journalist und Lektor am Center for Journalistik der Syddansk Universitet. Er war zehn Jahre USA-Korrespondent der Wochenzeitung Weekendavisen sowie 2002 bis 2003 Fellow am Center for Writers and Scholars der New York Library.

buchperlen-Tipp: Der erste Band von Tom Buk-Swientys Biografie über Captain Dinesen “Feuer und Blut” wird im Herbst 2014 im Osburg Verlag erscheinen.

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Die Düppeler Schanzen (dänisch Dybbøl skanser) auf der Düppeler Anhöhe (Dybbøl Banke) waren der Schauplatz der Entscheidungsschlacht im Deutsch-Dänischen Krieg vom 18. April 1864. Sie sicherten den Brückenkopf am Übergang zur Insel Alsen und zu der Stadt Sønderborg (Sonderburg, Nordschleswig) in Dänemark. Diese Schlacht heißt in Bezug auf die siegreichen preußischen Truppen im Deutschen allgemein „Erstürmung der Düppeler Schanzen“, im Dänischen hingegen Slaget ved Dybbøl („Schlacht bei Düppel“). Die Dybbøl Banke ist zugleich eines der wichtigsten nationalen Symbole Dänemarks, was unter anderem durch das Geschichtszentrum Historiecenter Dybbøl Banke und das Museum in der Düppeler Mühle (Dybbøl Mølle) dokumentiert wird.

Gefecht

Dänemark setzte 11.000 Mann ein und erlitt hier eine schwere Niederlage gegen die preußischen Truppen. Im Frieden von Wien musste Dänemark die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg zur gemeinsamen Verwaltung an Preußen und Österreich abtreten.

Die zehn Düppeler Schanzen wurden nach fast fünfwöchiger Belagerung am 18. April 1864 von den Preußen unter Prinz Friedrich Karl erstürmt. Bereits 1849, während des schleswig-holsteinischen Krieges, waren die Schanzen Schauplatz eines Gefechtes zwischen deutschen und dänischen Truppen gewesen und hatten seither ihre Bedeutung nicht verloren. Allerdings hatte ihr Ausbau 1864 noch nicht den geplanten Endzustand erreicht.

Am 18. April bezogen 37.000 Mann der preußischen Sturmkolonnen gegen 02:00 Uhr ihre Stellungen, die nur etwa 200 Meter von den ersten dänischen Schanzen entfernt lagen. Nach stundenlanger Artillerievorbereitung begann um 10:00 Uhr der Sturmangriff. Auch das Eingreifen des dänischen Panzerschiffs Rolf Krake mit seiner schweren Artillerie konnte den Angriff nicht wirksam behindern. In einer zweiten Stellungsreihe (nur rund 400 Meter von den dänischen Stellungen entfernt) hatten die Preußen vier Musikkorps unter Führung des preußischen Musikdirektors Gottfried Piefke zusammengezogen. Diese Musikkorps unterstützten die angreifenden Truppen durch das Spielen bekannter Märsche, u. a. wurde der von Piefke persönlich komponierte Düppeler Schanzen-Marsch gespielt, wobei Piefke der Taktstock durch eine Kanonenkugel entrissen worden sein soll.

Schon 13 Minuten nach Angriffsbeginn hatte die preußische Infanterie die Schanzen der ersten Linie eingenommen. Gegen 13:30 Uhr brach der letzte Widerstand am Brückenkopf vor Sonderburg zusammen. In der Schlacht betrugen die Verluste an Gefallenen und Verwundeten etwa 1670 Soldaten auf dänischer und 1200 auf preußischer Seite, 3601 Dänen wurden Kriegsgefangene. Unter den Toten war auch der preußische Generalmajor Eduard von Raven, dem Wilhelm I. noch auf dem Sterbebett den Orden pour le merite verlieh. Auch einer der dänischen Befehlshaber, der Generalmajor Claude du Plat, fiel bei Düppel.

Während der Schlacht an den Düppeler Schanzen erfolgte durch die Delegierten Louis Appia und Charles van de Velde der erste Einsatz des Roten Kreuzes in einem Krieg.

Der Legende nach soll der Pionier Carl Klinke Preußen zum Sieg verholfen haben, indem er, beladen mit einer Sprengladung und unter lautem Ausrufen von „Ick bin Klinke. Ick öffne dit Tor.“, auf die Befestigung zugestürmt sei und hernach sowohl sich selbst als auch die Schanze in die Luft gejagt habe. Quelle: wikipedia

Literatur

Tom Buk-Swienty: Schlachtbank Düppel. 18. April 1864. Die Geschichte einer Schlacht. Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg. Osburg, Berlin 2011, ISBN 978-3-940731-72-2.
Jan Ganschow, Olaf Haselhorst, Maik Ohnezeit: Der Deutsch-Dänische Krieg 1864. Vorgeschichte – Verlauf – Folgen. Graz 2013, ISBN 978-3-902732-16-3.
Klaus Müller: Tegetthoffs Marsch in die Nordsee. Oeversee, Düppeler Schanzen, Helgoland im deutsch-dänischen Krieg 1864. Verl. Styria, Graz [u. a.] 1991, ISBN 3-222-12007-2.
Ferdinand Pflug: Der Deutsch-Dänische Krieg. Verlag Harald Rockstuhl, Bad Langensalza 1865/2009, ISBN 978-3-86777-090-3.
Gerd Stolz: Das deutsch-dänische Schicksalsjahr 1864. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2010, ISBN 978-3-89876-499-5.
Winfried Vogel: Entscheidung 1864. Das Gefecht bei Düppel im Deutsch-Dänischen Krieg und seine Bedeutung für die Lösung der deutschen Frage. Bernard & Graefe, Koblenz 1987, ISBN 3-7637-5840-2.

Weblinks

Commons: Düppeler Schanzen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Homepage des Historiecenter Dybbøl Banke (dänisch)
Website der Gedenkstätte Dybbøl Mølle (dänisch)
Theodor Fontane: Der Tag von Düppel. Gedicht

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