KBV-Newsletter 29. April 2014: Mords-Muttertag – Monica Mirelli, Carsten Sebastian Henn und Ralf Kramp. Ebbe, Flut und Todeszeiten – Christiane Franke und Sandra Lüpkes (Hg.). Alex Ryber: Die im Dunkeln warten

KBV-Newsletter vom 29. April 2014 u.a. mit Alex Ryber im Interview und mordsmäßigen Tipps für den Wonnemonat Mai

KBV Zitat: Der Wonnemonat steht in den Startlöchern und mit ihm nicht nur Maiglöckchen oder Maibowle sondern auch zahlreiche Feiertage. Darunter der Muttertag, der am zweiten Sonntag des Monats Jahr für Jahr den Nachwuchs dazu aufruft, Blumen aus Nachbars Garten zu stibitzen oder am Stiftende knabbernd die passenden Reime zu ertüfteln. Wir erheben zur Ehrung von Frau Mama ganz entspannt unser Gläschen Waldmeistertrank, denn wir haben das Geschenk bereits in der Tasche: Mit „Mords-Muttertag“ schicken Monica Mirelli, Carsten Sebastian Henn und Ralf Kramp das Dream-Ermittler-Trio nach Bad Münstereifel: Einer Dame ging es dort beim Muttertags-Ausflug mit dem Nudelholz an den Kragen. Gut, dass der beiliegende Mini-Lavendel-Garten beruhigend auf die aufgebrachten Gemüter wirkt:

Mords-Muttertag

Mords-Muttertag

Die langen Wochenenden und steigende Temperaturen sorgen außerdem dafür, dass Urlaubswellen Richtung Deutschlands Küsten schwappen. Doch Vorsicht! Hat man einmal das Festland verlassen, lauern todsichere Gefahren. Die norddeutschen Krimi-Fachfrauen Christiane Franke und Sandra Lüpkes (Hg.) haben mit „Ebbe, Flut und Todeszeiten“ eine mörderische Mischung zusammengestellt, die so manchem Sandburgenbauer auf deutschen Nordseeinseln das Blut in den Adern gefrieren lässt:

Ebbe, Flut und Todeszeiten

Ebbe, Flut und Todeszeiten

Wer nun ins Auge fast, an die benachbarte Ostsee auszuweichen, tut gut daran, zuvor „Die im Dunkeln warten“ zu lesen. Unter der Rubrik „Nachgefragt“ erzählt Alex Ryber, was ihn bewegte, Augustin Golombeks Ausflug mit der Segeljacht anders als geplant und vor allem tödlich verlaufen zu lassen:

Die im Dunkeln warten

Die im Dunkeln warten

Müttersterben auf dem Weg zur Haselnusstorte

Ein ganzer Bus voller Mütter, ausschließlich Seniorinnen, eingesammelt in der ganzen Eifelregion, macht sich an Muttertag auf die Reise nach Bad Münstereifel, um hier gemeinsam mit dem beliebten Volksmusiksänger Heino Haselnusstorte zu essen. Doch die Gruppe kommt niemals an, die Mütter bleiben spurlos verschwunden. Schon machen Gerüchte die Runde, Außerirdische hätten ihre Hände im Spiel. Als eine der Mütter tot aufgefunden wird, ist jedoch klar, dass man es mit einem ganz und gar irdischen Verbrecher zu tun hat. Die Frau wurde nämlich auf äußerst menschliche Art mit einem Nudelholz erschlagen.

Und es dauert nicht lange, bis die nächste Mutter gefunden wird. Der Stromstoß eines Toasters hat sie das Leben gekostet.

Als schließlich eine dritte Leiche auftaucht, die von Schaschlikspießen durchbohrt wurde, scheint klar, dass das Schicksal der restlichen Mütter besiegelt ist, wenn der Bus nicht bald gefunden wird.

Mords-Muttertag

Mords-Muttertag

Auch zum Muttertag hat das schrille Autoren-Trio zugeschlagen. Monica Mirelli, Carsten Sebastian Henn und Ralf Kramp schicken das Dream-Team Kommissarin Coltella, Kaplan Unkel und Omma Brock wieder an die Front, um den müttermordenden Täter schnellstmöglich dingfest zu machen. Weitere Infos zum Taschenbuch „Mords-Muttertag“ mit Mini-Lavendel-Garten im Organza-Beutel gibt es hier.

Meeresrauschen bis zum letzten Atemzug

Das Meer bedeckt den Strand mit gleichmäßigem Wellenschlag, der Wind weht seicht durch die Dünen und die Sonne steht glitzernd am Horizont. Idyllisch liegen Helgoland, Norderney oder Juist vor Deutschlands Küsten. Doch der Schein trügt, denn nicht nur hinter so mancher Strandburg lauert das Verbrechen. Ob „Omma Hilde“ auf Borkum oder der „Frauenflüsterer des Sylter Polizeireviers“, egal ob Kurgast, Urlauber oder Einheimischer, niemandem sollte man hier unbedacht sein Vertrauen schenken. Zumindest, wenn Nina George, Doris Gercke, Peter Gerdes, Norbert Horst, Jürgen Kehrer, Tatjana Kruse, Regula Venske und andere namhafte Autorinnen und Autoren der Kriminalliteratur sich ans Werk machen.

Ebbe, Flut und Todeszeiten

Ebbe, Flut und Todeszeiten

Die Anthologie „Ebbe, Flut und Todeszeiten“ reiht sich ein in die „Mordlandschaften“ des KBV-Verlages, die mit mörderischen Kurzgeschichten keine Region im deutschsprachigen Raum außen vor lassen. Wie an jedem Flusslauf oder Landstrich sind auch auf den Inseln die Menschen ihres Lebens nicht sicher. Christiane Franke und Sandra Lüpkes (Hg.) haben rund um die beliebten Feriendomizile eine abwechslungsreiche Mischung zusammengestellt, in der mal ganz zufällig, aber auch gerne sorgfältig geplant, gemordet wird. Immer wieder fällt der Leser in den 23 Kurzgeschichten über eine Leiche oder er erfährt, wie die in Einzelteile zerlegte Ehefrau auf Baltrum biologisch abbaubar entsorgt werden kann. Heimtückisch bis amüsant meucheln sich die Insulaner durch insgesamt 308 Seiten und geben dabei so manch skurriles Geheimnis preis.

Die Ostsee ist ein kaltes Grab

Alex Ryber greift in seinem ersten Kriminalroman „Die im Dunkeln warten“ unter anderem das rasante Wachstum des Neuen Marktes auf, das mit seinem ebenso rasanten Abstieg zu Beginn des neuen Jahrtausends zahlreiche Anleger in den Ruin stürzte. Bereits damals hat der Autor, der unter dem Namen Axel Meyer als Reporter und Redakteur für die Rostocker Ostsee-Zeitung arbeitet, Papier und Stift zur Hand genommen, um die Euphorie um die spekulativen Aktiengeschäfte in einem Kriminalfall zu verstricken. Der KBV-Verlag wollte wissen, warum das Buch bis heute der Öffentlichkeit vorenthalten blieb.

Guten Tag Herr Ryber: Das Manuskript hat etwa zehn Jahren in der virtuellen Schublade Ihres Computers geschlummert. Warum hat es so lange gebraucht, es dort hervorzuholen?

Ryber: Ich habe damals begonnen, fiktive Geschichten als Abwechslung zum faktenbasierten, journalistischen Schreiben zu verfassen. Während meines Studiums hatte ich bereits Comic-Strips für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften gezeichnet. Fiktive Handlungen zu erfinden war mit daher nicht fremd. Da ich selber gerne Krimis lese, habe ich einfach losgelegt – und so ist der erste Krimi entstanden. Doch dann habe ich – inspiriert durch ein Buch, das ich gelesen hatte – eine Geschichte angefangen, die in zwei Parallelwelten spielen sollte. Letztlich bin ich im Mittelalter hängen geblieben, und so wurde damals die Idee für meinen ersten historischen Roman „Das Buch der Sünden“ geboren. „Die im Dunklen warten“ ist darüber in der Schublade liegen geblieben.

Der Tote in Ihrem Roman, Augustin Golombek, arbeitete als Finanzberater und hat seine Kunden mit Aktiengeschäften in den Ruin getrieben. Selbst im Kommissariat ist ein Kollege Opfer der Spekulationsgeschäfte geworden. Gab es einen Anlass, der Ihr Interesse an diesem Thema geweckt hat?

Ryber: Damals habe ich bereits als Wirtschaftsredakteur gearbeitet und hatte auch mit hochspekulativen Aktiengeschäften und dem Niedergang des sogenannten Neuen Markts zu tun. Ich fand es interessant, diese beruflichen Erkenntnisse über die Person des Augustin Golombek im Roman zu transportieren.

Die Kunden der Finanzgeschäfte Golombeks sind nicht seine einzigen Opfer. Seine Frau Gertrud und seine Kinder Marc und Melanie zählen auch dazu. Charakterisiert das einen derart skrupellosen Menschen?

Ryber: Im Zusammenhang mit dem Börsencrash gab es schon einige windige Typen, die sich mit dem Geld der Anleger die Taschen vollgestopft und ein schönes Leben gemacht haben. Augustin Golombek entspricht letztlich vielen Klischees, die solchen Menschen nachgesagt werden.

Wie verhält es sich mit den Themen Menschenhandel und Zwangsprostitution, die in ihrem Buch ebenfalls eine Rolle spielen und verschiedene Schicksale zusammenführen?

Ryber: In meiner Zeit als Lokalredakteur habe ich so manche Gerichtsverhandlung miterlebt, bei der es um Menschenhandel ging. Dabei habe ich Einblicke in die menschlichen Schicksale dahinter bekommen. Auch hier sind meine beruflichen Erfahrungen in das Buch eingeflossen.

Kommissar Jan Adrian hat wie Melanie und Marc ebenfalls mit den Dämonen seiner Vergangenheit zu kämpfen. Macht ihn das empfänglich für die Familientragödie der Golombeks?

Ryber: Ich habe eine Figur mit einer schwierigen Vergangenheit als Kommissar gewählt, um ihn menschlicher zu zeigen. Durch die ähnlichen Schicksale ist es für Jan Adrian sicher einfacher, Zugang zu den Kindern der Familie Golombek zu bekommen.

„Der Autor schreibt intensiv aber nicht pathetisch, spannend aber ohne Effekthascherei. Ein fesselnder Krimi, der uneingeschränkt zu empfehlen ist“, schreibt Jeannette Brendtner in ihrer Rezension zu „Die im Dunkeln warten“, die am 21. April 2014 beim ekz.bibliotheksservice veröffentlicht wurde.

Die im Dunkeln warten

Die im Dunkeln warten

Alex Ryber
Die im Dunkeln warten
Taschenbuch – 204 Seiten
ISBN 978-3-95441-158-0
9,50 €
März 2014

Terminvorschau / Krimilesungen

Es gibt keine Toten

Es gibt keine Toten

Freitag, 02.05.2014
ANNE KUHLMEYER
Krimilesung
ES GIBT KEINE TOTEN
Ort: Bücherei St. Heinrich, Reken
Beginn: 20:00 Uhr

Das Signum der Täufer

Das Signum der Täufer

Sonntag, 4.5.2014
REGINE KÖLPIN
Premiere VON TÄUFERN, TALERN UND SYMBOLEN
Szenische Lesung mit allen Sinnen
DAS SIGNUM DER TÄUFER
mit vielen Informationen über die Täufer in Gödens
Museum im Landrichterhaus
Essen und Vortrag im Neustädter Stübchen
17 € incl. Snack
Anmeldung Gemeinde Sande unter 04422/958835
Beginn: 19:00 Uhr

Donnerstag, 8.5.2014
REGINE KÖLPIN
Lesung
DAS SIGNUM DER TÄUFER
Musik: Dreebladd
Hotel Friesengeist, Am Rathaus 1
Beginn: 19:30 Uhr
Veranstalter: Kultur-und Kunstkreis Wiesmoor
Eintritt :10 €, ermäßigt 5 €
Vorverkauf: Susannes Buchhandlung, Möbel Buss, Sonnenapotheke Wiesmoor

Ralf Kramp, Foto: KBV Verlag

Ralf Kramp, Foto: KBV Verlag

Donnerstag, 08.05.2014
RALF KRAMP
Krimilesung
Ort: Schulbibliothek der IGS Busecker Tal
Grüner Weg 3, 35418 Buseck
Beginn: 19:00 Uhr

Abtsmoor

Abtsmoor

Freitag, 09.05.2014
EVA BRHEL
Krimilesung
ABTSMOOR
Ort: Buchhandlung Straß, Gernsbacher Straße 7
Jesuitenplatz, 76530 Baden-Baden

Bluthunde

Bluthunde

Freitag, 09.05.2014
DIE KRIMI-COPS
Krimilesung
BLUTHUNDE
Ort: Heinrich-von-Kleist-Forum der Zentralbibliothek
Gerd-Bucerius-Saal, Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm,
Veranstalter: Dr. Volker Pirsich
Eintritt frei.
Beginn: 20:30 Uhr

Das Signum der Täufer

Das Signum der Täufer

Dienstag , 13.5.2014
REGINE KÖLPIN
Lesung
DAS SIGNUM DER TÄUFER
Musik: Dreebladd
Azurit Wohnanlage Hooksiel
Beginn: 20:00 Uhr

Mords-Hochzeit

Mords-Hochzeit

Mittwoch, 14.05.2014
RALF KRAMP, CARSTEN SEBASTIAN HENN, SASCHA GUTZEIT
Krimilesung mit Musik
MORDS-HOCHZEIT
Ort: Jugend & Kulturbahnhof Bad Breisig
Beginn: 20.00 Uhr

Ralf Kramp, Foto: KBV Verlag

Ralf Kramp, Foto: KBV Verlag

Donnerstag, 15.05.2014
RALF KRAMP
Krimilesung
BITBURGER KRIMINACHT
Ort: Restaurant Road Stop, Event Hall des Road Stop Wuppertals,
Einern 149, 42279 Wuppertal
Beginn: 19.00 Uhr

Abtsmoor

Abtsmoor

Donnerstag, 15.5.14
EVA BRHEL
Krimilesung
ABTSMOOR
Ort: Buchhandlung KREUZ UND QUER, Monestr. 3,76669 Bad Schöneborn
Beginn: 19:30 U

Krimihauptstadt Hilleseheim

Krimihauptstadt Hilleseheim

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