Römer und Franken am Niederrhein von Christoph Reichmann. Spätantike und Völkerwanderungszeit in Deutschland

Römer und Franken am Niederrhein von Christoph Reichmann
(8. Mai 2014)
Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
Nünnerich-Asmus Verlag & Media, zur Verlagsinformation
Auflage: 1. Auflage (8. Mai 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943904571
ISBN-13: 978-3943904574

Römer und Franken am Niederrhein

Römer und Franken am Niederrhein

Spätantike und Völkerwanderungszeit in Deutschland

Das Volk des legendären Frankenkönigs Karl der Große hatte seine Wurzeln dort, wo das Römische Reich endete – am Niederrhein. Christoph Reichmann durchstreift eine Zeitzone geprägt von Austausch und Auseinandersetzung von Miteinander und Verdrängung.

Der Band “Römer und Franken am Niederrhein” birgt neue archäologische Erkenntnisse und historische Zusammenhänge vom Vorabend des Mittelalters – darunter beeindruckende Bilder eines außergewöhnlich gut erhaltenen Fürstengrabs.

Ein Geben und ein Nehmen

Das Verhältnis zwischen Römern und Franken wird von den zeitgenössischen Schriftquellen in spätantiker Zeit nur unzureichend und einseitig beleuchtet. Auch wenn man beim Namen „Franken“ heute nicht unbedingt an den Niederrhein denkt, so bezeichnen römische Quellen in Spätantike und Völkerwanderungszeit die Bewohner rechts des Niederrheins als Franken. Doch woher kamen sie?

Die archäologische Forschung der letzten Jahre ergänzt die Frühgeschichte der Franken, zeichnet die Herrschaftsübernahme von den Römer bis zur Mitte des 5. Jhs. nach und bringt Licht in die Kontaktzone beider Völker.

Der Autor spürt der fränkischen Frühgeschichte nach, die tief in die „Vorgeschichte“ der einheimischen Stämme und hier bis zur Auseinandersetzung mit den Heeren des Augustus und den erfolgreichen Aufstand des Jahres 9 n. Chr. zurückführt.

Der Leser durchstreift fränkisches Siedlungsgebiet bis in die Niederlande, nach Niedersachsen und an den Rand der Nordsee.

Eine wichtige Rolle in der Kontaktzone zwischen Römern und Franken spielte das römische Kastell Gelduba (Krefeld-Gellep) aufgrund seiner geostrategischen Lage am Rhein. Über 6.000 Gräber belegen hier den Wandel der Gesellschaft im Laufe der Spätantike und des frühen Mittelalters bei Übernahme durch die Franken.

Christoph Reichmann, geboren 1950, studierte neben seinem Hauptfach Ur- und Frühgeschichte historische Hilfswissenshaften und Volkskunde. Nach seiner Ausgrabungstätigkeit im rheinischen Braunkohlenrevier war er Referent für Bodendenkmalpflege beim LWL-Museum für Archäologie in Münster. Als Leiter des Museums Burg Linn in Krefeld ist er den Ausgrabungen des Gräberfeldes und Kastells von Gelduba (Krefeld-Gellep) eng verbunden.

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